Jetzt wird's genretypisch zynisch und gemein: Bildblog.de eskaliert seinen Streit mit der Boulevardzeitung "Bild" und ihrem Chefredakteur Kai Diekmann. Er ruft seine Leser heute zu folgendem auf:

bildblog

Werdet BILD-Chef-Reporter, fotografiert Kai Diekmann – egal, ob am Nebentisch oder auf der anderen Straßenseite. Sagt's Euren Freunden und Bekannten weiter (insbesondere denen, die auch Freunde und Bekannte von Kai Diekmann sind oder Freunde und Bekannte von Kai Diekmann kennen), schickt die Schnappschüsse an 4141 @BILDblog.de22 – und denkt bitte immer daran: Die Arbeit von Rettungsdiensten oder Polizei darf nicht behindert werden.

Weiter heißt es beim Bildblog:

Kai Diekmann (42), wohnhaft in Hamburg. Kai Diekmann, in Badehose am Strand oder in einer Bäckerei oder auf dem Parkplatz oder am Flughafen oder im Flugzeug oder eingenickt im Flugzeug oder beim Shopping oder beim Nase-Bohren nachdenklich oder frischverliebt auf Sylt oder mit seiner Familie aus einem Nobel-Restaurant kommend oder in einer Tankstelle oder beim Italiener oder bei der Arbeit oder ganz ungeschminkt oder ganz entspannt mit einem Bierchen in einer Bar oder beim Pinkeln beim Pinkeln oder oder…

Die Aktion ist vermutlich witzig gemeint, hat für mich aber - genau wie die "Bild"-Aktion, die sie zu konterkarrieren sucht - einen deutlichen Geruch von Kesseltreiben und Volksaufhetzung. Ich persönlich finde es nicht gut, vor allem da Bildblog indirekt Diekmanns Wohngegend preisgibt, und wenn man weiß, dass bei Diekmanns zuhause schon mal die Fensterscheiben mit schweren Backsteinen eingeworfen wurden, während kleine Kinder im Haus waren. Hier weiter Öl ins Feuer zu gießen ist meines Erachtens keine gute Idee von Stefan Niggemeier und seinen Mitstreitern.