Rundfunkgebühr könnte auf 18,73 € klettern.
ardzdfboxerNach dem Grundsatz-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk nun wie erwartet deutlich teurer. Laut "Süddeutscher Zeitung" verlangt die ARD für die nächste Gebührenrunde im Jahr 2009 eine Erhöhung um 95 Cent. Das ZDF will immerhin 44 Cent mehr und das Deutschlandradio 4,5 Cent. Sollten diese Werte an der Tagesordnung bleiben, könnte die Rundfunkgebühr also auf 18,73 Euro pro Monat steigen. Die Prozessbevollmächtigten zeigten sich derweil "oberzufrieden" (Fritz Ossenbühl für die ARD) und sogar erstaunt. "Mit diesem völligen Sieg habe ich nicht gerechnet", gab Deutschlandradio-Anwalt Gernot Lehr zu. Die Privatsender haben wie erwartet sogleich den Zeigefinger gehoben: Karlsruhe dürfe kein "Freibrief für eine ungehinderte digitale Expansion" sein, erklärte der Privatsenderverband VPRT. ZDF-Intendant Markus Schächter stören solche Sätze kaum, vermutet er in der Zeit bis zur nächsten Gebührenrunde doch eher Grundsätzliches: "In den nächsten 30 bis 40 Wochen wird über die Zukunft des dualen Systems entschieden."
"Süddeutsche Zeitung", sueddeutsche.de, tagesspiegel.de

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DJV: Berliner Journalisten insolvent.
Die Berliner Sektion des Deutschen Journalisten-Verbandes hat laut gleich lautender Meldungen von Zeit Online und "Berliner Zeitung" gestern Insolvenz angemeldet. Wie der Verbandsvorsitzende Peter Pistorius wissen ließ, seien der Bundesverband und die Landesverbände der Journalistengewerkschaft nicht mehr bereit gewesen, den Berliner Verband abzusichern. Lange interne Querelen waren der Insolvenz voraus gegangen. "Die Gespenster der Vergangenheit haben uns eingeholt", erklärte Pistorius. Eine finanzielle Gesundung des 2250 Mitglieder starken Berliner DJV-Landesverbandes scheint während des Insolvenzverfahrens möglich.
zeit.de, berlinonline.de

Telefondaten von Journalisten sind tabu.
Laut einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden dürfen Sicherheitsbehörden keine Telefondaten von Journalisten ausforschen, um an Informationen zu gelangen. Der Schutzbereich der Pressefreiheit umfasse auch die Geheimhaltung der Informationsquellen und das Vertrauensverhältnis zwischen Presse und Informant. Dieser Schutz sei unentbehrlich, so das Gericht. Sächsische Ermittler wollten zuvor herausfinden, woher ein Dresdner Journalist den Termin einer Hausdurchsuchung beim früheren sächsischen Wirtschaftsminister Kajo Schommer hatte.
"Frankfurter Allgemeine Zeitung"

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- NEWS -

FTD: "Spiegel"-Verlag möchte 50 Prozent - vielleicht holt G+J das Blatt aber auch ganz auf seine Seite. Die Hälfte ist relativ günstig zu haben: Für rund 10 Mio Euro.
faz.net

Springer hat zur IAA Autobild.tv gestartet.
autobild.tv

Deutsches iPhone: Entscheidung für T-Mobile gefallen.
spiegel.de

- BACKGROUND -

Deutsche Telekom: Keiner will die Funktürme kaufen.
ftd.de

Microsoft: Weiter Streit um Normierung von Open XML.
handelsblatt.com

SAP mit Globlisierungskritikern im eigenen Haus.
spiegel.de

Microsoft wird durch Google Apps nervös.
googlewatchblog.de

Katrin Bauerfeind moderiert Donnerstag erstmals "Polylux".
ksta.de

- ZITATE-

"Die Arbeit geht normal weiter. Wir sind es gewohnt, dass jedes Jahr eine neue Sau durchs Dorf gejagt wird."

In der Redaktion der "FTD" gibt man sich trotz des sich anbahnenden Einstiegs des "Spiegel"-Verlags gelassen.
"Süddeutsche Zeitung"

"Das Bundesverfassungsgericht spricht dem öffentlich-rechtlichen Sendern ausreichende Gebühren zu, es will dafür aber mehr Brot und Wurst haben, und weniger Chips."

"Süddeutsche"-Kommentator Heribert Prantl fordert nach dem Gebühren-Urteil mehr qualitativ hochwertige Grundversorgung und weniger Unterhaltung.
"Süddeutsche Zeitung"

heute2 - Nachrichten für Medienmacher vom Vortag lesen.