Friede Springer gewinnt Erbstreit gegen den Enkel.
Aufatmen für Friede Springer nach dem "High noon in Hamburg", wie die "SZ" den unappetitlichen Erbstreit mit Enkel Axel Sven Springer kürzlich nannte: Das Hanseatische Oberlandesgericht hat heute in Hamburg die Erbfolge im Springer-Konzern bestätigt und die Einwände des Verlegerenkels zurückgewiesen. Damit bleibt die machtbewusste Verleger-Witwe unanfechtbar am Steuer des großen Springer-Dampfers und muss keine Macht an den klagenden Enkel abgeben, der womöglich seinen Freund Kai Diekmann in den Springer-Vorstand geholt hätte. Axel Sven Springer war 1985 als 19-Jähriger angeblich von Friede Springer ohne rechtlichen Beistand und ohne jede Vorbereitung zu einem Erbeverzicht gedrängt worden. 5 statt 25 Prozent bekam Axel Sven - angeblich der wirkliche, letzte Wille des Verlegers. Alles okay, sagen nun die Oberlandesrichter. Gründerenkel Axel Sven geht leer aus - nicht mal einen finanziellen Vergleich gibt es für ihn. Jetzt bleibt ihm nur noch ein - vermutlich aussichtsloser - Gang vor den Bundesgerichtshof.
turi2.de - eigener Beitrag, sueddeutsche.de, taz.de, turi2.de (Background)
G+J kauft US-Unterstützung für Web-TV ein.
Im Internet lernen die Bilder laufen - und G+J holt sich jetzt Hilfe aus den USA, um die eigenen Bewegtbildinhalte besser zu vermarkten: Brightcove, ein Anbieter für TV-Plattformen im Web, stellt Gruner + Jahr seine Whitelabel-Software zur Verfügung, mit welcher der Verlag künftig Videos titelübergreifend auf all seinen Portalen einstellen kann. Damit beim Web-TV für G+J bald auch der Rubel rollt, spielt das neue System gleich auch die Werbung mit ein. "Da die G+J-Sites Bewegtbildinhalte ausbauen wollen, war eine einheitliche Plattform nötig", erklärt Verlagssprecher Alexander Adler. Bisher nutzten G+J-Angebote wie stern.de und ftd.de unterschiedliche und teils auch recht umständliche Systeme. Brightcove kommt mit G+J in Europa ein ordentliches Stück voran. Bisher stehen schon Emap, Guardian, Telegraph und Hachette auf der Kundenliste der Amerikaner.
wuv.de
Leo Kirch holt sich Bankbürgschaft aus Österreich.
Ösi-Geld für deutsche Geschäfte: Leo Kirch holt sich die nötige Bankbürgschaft für seinen Bundesliga-Deal offenbar aus dem Alpenland. Laut sueddeutsche.de will die Raiffeisenbank Zentralbank jene 500 Mio Euro absichern, die der Ex-Medienmogul der Fußball-Liga DFL pro Saison für die TV-Rechte zahlen will. "Die Raiffeisenbank hat ein Angebot hierzu unterbreitet und gilt als klarer Favorit", schreibt sueddeutsche.de. Bis vor kurzem war noch die Commerzbank als Bürgschaftsgeber gehandelt worden. Um eine negative Rückkoppelung auf den bei seiner Firma Sirius angestellten Ulrich Blessing - Bruder des angehenden Commerzbank-Chefs Martin Blessing - zu vermeiden, war die Commerzbank aber aus dem Rennen.
sueddeutsche.de, turi2.de (Background)
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- NEWS -
Boulevardzeitungen büßen an Auflagen ein, Qualität überzeugt: Laut IVW verlieren "Bild" und "BamS" an Auflage, die "FAS" dagegen legt zu.
dwdl.de
Anett Groch, bislang Marketingleiterin der "Zeit", wechselt als Leiterin der Anzeigendirektion zu "Reader's Digest Deutschland".
horizont.net
ARD verliert weiteren Top-Vermarkter: Robert Lackner, Geschäftsleiter Radio- & TV-Vermarktung, wechselt als Director Business Development zu Bavaria Film.
wuv.de
Radio-Werbung wird attraktiver – Bilanz 2007: 1,3 Mrd Euro Werbevolumen.
wuv.de
RTL schmeißt "Die Anwälte" nach nur einer Folge aus dem Programm.
dwdl.de
NBC Universal steigt mit 150 Mio Dollar in indisches TV-Netzwerk ein.
variety.com
Yahoo ist sich nicht einig: Jetzt wohl "nur" 100 oder 700 Entlassungen statt der befürchteten bis zu 2000.
bloomberg.com, ftd.de, netzeitung.de
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- BACKGROUND -
Pressefreiheit gestärkt - Gegendarstellungen müssen nur dann abgedruckt werden, wenn eindeutige Behauptungen publiziert wurden.
netzeitung.de
Google liest User-Mails angeblich, um vor Spam zu schützen - vermutet wird allerdings Werbemissbrauch.
netzeitung.de
Klicksafe.de, eine EU-Initiative, klärt in einer Broschüre über’s Recht im Web 2.0 auf.
handelsblatt.com, klicksafe.de
- DEBATTE -
Hendrik Speck, Informatikprofessor, erklärt was den Web 2.0-Anbietern der digitale Exhibitionismus ihrer Nutzer wert ist.
handelsblatt.com
Social Networks schaffen im Web ein Abbild der realen Lebensnetze, meint Sean Parker, Gründungspräsident von Facebook.
derstandard.at
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- ECHO -
Meistgeklickter Link gestern abend:
Stefan Gessulat, Ex-Playboy-Chefredakteur, gibt den Machern von Bild.de Nachhilfe in Sachen Erotik.
wuv.de
- ZITATE-
"Die haben mehr Informationen, als die Stasi je hatte."
Hendrik Speck, Informatik-Professor der FH Kaiserslautern, über Facebock und Co.
netzeitung.de
"Mir wäre ein starker Mann an der Spitze der Chefredaktion lieber gewesen."
Ein nicht genannter "Spiegel"-Mitarbeiter zur neuen Doppelspitze Blumencron/Mascolo.
"Kontakter"
DLD-Video des Tages: Musik-Experte Tim Renner spricht mit Peter Turi über den Zusammenbruch des Marktes für bezahlte Musik durch illegale Downloads aus dem Netz.
turi2.tv
- BASTA -
Yahoo, einst heißeste Adresse im Web, krankt an Fettsucht.
spiegel.de
heute2 - Nachrichten für Medienmacher von heute morgen lesen.
"Die haben mehr Informationen, als die Stasi je hatte." 


















