wissen.spiegel.de will das "Lexikon der nächsten Generation" sein - und ist es auch. Und vielleicht sogar mehr: eine Art "Spiegel"-Google des gesicherten Wissens im Web.
Idee:
gesichert.
Die Idee ist ebenso schlicht wie ergreifend: Mit einer großen Allianz für freies Online-Wissen wollen "Spiegel" und Bertelsmann die erste Anlaufstelle für gesichertes Wissen im Internet werden. Das Portal wissen.spiegel.de vereint als kostenloses Nachschlagewerk die Online-Archive von spiegel.de und manager-magazin.de sowie die Print-Titel des "Spiegel" mit über 700.000 Artikeln aus mehr als 60 Jahren. Und bindet mit Wikipedia zudem die Intelligenz der Massen gleich mit ein. Hinzu kommen 115.000 verifizierte lexikalische Artikel und die Inhalte von "Stöhrig Deutsche Rechtschreibung" und "Bertelsmann Deutsches Wörterbuch" als Hilfe bei Rechtschreibung und Begriffserklärung.
Umsetzung:
wissen.spiegel.de hat von Google gelernt: Zentrales Element auf der Startseite ist ein schlichtes Suchfeld.
Gibt man hier einen Begriff ein, folgt zunächst eine Übersicht der Ergebnisse nach Quellen. Mit einem kleinen Regler kann man die Artikeldichte verändern und mehr oder weniger Treffer anzeigen lassen. Ganz oben werden die Lexikon-Artikel angezeigt, dann geht's nach unten schrittweise durch die Quellen. Super für multimedial verwöhnte Nutzer: In der Mediathek am Ende der Seite werden gefundene Fotos und Videos gezeigt. Mit einem Klick öffnet sich der jeweilige Artikel. Praktisch: Die übrigen Suchergebnisse bleiben unten aufgelistet - man spart sich den nervigen Schritt zurück. Wichtig für längere Recherchen: Registrierte Nutzer können sich ihre Favouriten mit einem Klick auf einen Merkzettel setzen. Das Angebot ist auf den ersten Blick sehr gelungen und punktet vor allem durch die einfache, intuitive Bedienung. Von den qualitativ hochwertigen Ergebnissen mal ganz abgesehen.
Chancen:
Die Zukunft des Wissens liegt im freien, werbefinanzierten Internet. Und: Das deutschsprachige Web hat eine neue erste Adresse für fundiertes Wissen - auch wenn die Site am Starttag noch etwas lahmte. Die journalistische Qualität aller "Spiegel"-Archive gepaart mit den Inhalten der Bertelsmann-Lexika gibt der Web-Recherche, zumal kostenlos, eine neue Qualität. Die Konkurrenten sehen nur noch den Auspuff von wissen.spiegel.de. gesichert.
Dazu passt, dass am Starttag bekannt wurde, dass die gute alte Brockhaus-Enzyklopädie ihr Erscheinen in gedruckter Form einstellt.



















Ich gebe dem Projekt gute Karten. Das alles hört sich sehr vielversprechend und zukunftsorientiert an. Mal schauen wie sich das entwickelt.