"Spiegel": Kritik am Kollisionskurs der Kontrahenten.
Im Machtkampf beim Spiegel-Verlag um die Besetzung des Geschäftsführer-Postens wächst die interne Kritik an den beiden Protagonisten. Als "Kommunikations- Katastrophe" werten Insider das Verhalten von Armin Mahler für die Mitarbeiter KG und Bernd Kundrun für Gruner + Jahr. "In früheren Zeiten hätten sich die handelnden Personen auf einen Kaffee zusammengesetzt und geeinigt", sagt ein mittelbar Beteiligter, "jetzt rasen die Züge mit hohem Tempo aufeinander zu und keiner weiß, wie der Crash noch zu verhindern ist".
Mahler wird vorgeworfen, das Misstrauensvotum gegen den Geschäftsführer Mario Frank nicht im Vorfeld mit dem Gesellschafter Kundrun abgestimmt zu haben. Kundrun wiederum sei schlecht beraten gewesen, eine so scharfe, öffentliche Replik via dpa herauszugeben. Jetzt sei das Tischtuch zerschnitten und eine weitere Zusammenarbeit schwer belastet. Als mögliche Kompromisslinie beschreibt Kai-Hinrich Renner in der "Welt" die Suche nach einem externen Geschäftsführer, wie zum Beispiel Rainer Esser von der "Zeit". Kandidat Matthias Schmolz sei bei G+J "offenbar nicht erwünscht", da er ein Produkt der Spiegel-Kultur sei. Michael Hanfeld interpretiert den Streit in der "FAZ" anders: "Nicht nur 'Spiegel'-Mitarbeiter dürfen den Eindruck haben, dass es Gruner + Jahr allein darum geht, beim 'Spiegel' die Macht zu übernehmen." Hanfeld warnt vor einer Lähmung zu einem Zeitpunkt, da der "Spiegel" unter seinen neuen Chefredakteuren "spürbar an publizistischem Elan zugelegt hat".
turi2 - eigener Bericht, "FAZ", Seite 42, welt.de, tagesspiegel.de
Zahl des Tages: Um 3,6 Prozent sind die Auflagen der US-Zeitungen innerhalb der letzten sechs Monate gefallen - die Amerikaner wenden sich immer stärker von Print ab und dem Internet zu.
news.yahoo.com
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Vanity Fair mit weiterhin positiver Auflagenbilanz: Mit durchschnittlich 189.006 verkauften Exemplaren pro Woche erreicht Vanity Fair in der aktuellen IVW I/08 ein sehr gutes Ergebnis.
Mehr Informationen unter www.vanitymedia.de
- NEWS -
SHZ: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag ("Flensburger Tageblatt") denkt laut Geschäftsführer Thomas Keßler eher an Zukäufe als einen Verkauf, von dem der "Spiegel" berichtet hatte.
"Süddeutsche", Seite 19
Horst Mahler: Rechtsextremist muss für zehn Monate hinter Gitter, weil er in einem Interview mit "Vanity Fair" Michel Friedman mit "Heil Hitler" begrüßt und den Holocaust geleugnet hatte.
faz.net, sueddeutsche.de, bild.de
ARD gibt Anne Will eine "Stammplatzgarantie" für den Sonntag. Will erwägt Klage gegen "Focus".
sueddeutsche.de
Thomas Kron scheidet aus der Geschäftsführung der "Ärzte-Zeitung" aus und bekommt bei Springer Business Media den blumigen Titel Director Media Development.
kress.de
Frank Klinkenberg wechselt von IDG zu heise online, um auch dort neue Angebote wie Webcast und Whitepaper einzuführen.
kress.de
Financial Times produziert Regionalausgabe für den mittleren Osten, die Redaktion sitzt in Abu Dhabi.
guardian.co.uk
Adify: Cox Communications kauft das US-Onlinewerbe-Netzwerk für 300 Mio Dollar.
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WELT KLASSE - crossmediale Kommunikation mit Empfehlungscharakter
- ECHO -
Meistgeklickter Link gestern morgen: "Spiegel"-Spitze setzt auf Selbstrekrutierung.
sueddeutsche.de
- ZITATE-
"Denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, die nationale Grenzen nicht schützen können."
Kanzlerin Angela Merkel redet in ihrem Vodcast etwas wirr über den Schutz geistigen Eigentums.
faz.net
- BACKGROUND -
Bild: Das Boulevardblatt berichtet auffallend zurückhaltend über den Lidl-Bespitzelungsfall und räumt dem Werbekunden viel Platz für Schadensbegrenzung ein, findet die "taz".
taz.de
Jugendschutz im Internet kaum wirksam: Zwei Studien belegen, dass Medienwächter machtlos gegen Porno und Propaganda sind.
focus.de
Freenet kann Debitel zwar übernehmen, schickt seine Aktien damit aber auf eine Talfahrt und wird kaum ohne Stellenabbau in den eigenen Reihen auskommen.
welt.de
US-Online-Werbung: Online-Banner werden noch in diesem Jahr ihren Höhepunkt mit Ausgaben von 12,6 Mrd Dollar erreichen und dann abnehmen, Online-Promotions werden zulegen, bis sie 2012 auf Ausgaben von 22,8 Mrd Dollar kommen, glauben die Analysten von Borrell Associates.
paidcontent.org
Start-up Twine will Daten organisieren und austauschen helfen - Beta-Version ist online und macht Hoffnung auf intelligenteres Internet.
blog.wiwo.de, twine.com (Beta-Test)
Warner Brothers' Rundfunksparte kehrt mit Videoseiten thewb.com und kidswb.com ins Web. Sie sollen Serien und Shows zeigen.
nytimes.com
China: Das Wirtschaftsmagazin "Caijing" zeigt seit zehn Jahren, dass trotz Partei-Allmacht "richtiger Journalismus" möglich ist.
handelsblatt.com
MySpace startet mit Karaoke-Anwendung von kSolo, das Fox 2006 gekauft hat.
techcrunch.com
Grand Theft Auto: Der vierte Teil der Spielereihe löst schon Verbotsdebatten aus, bevor jemand das Spiel gesehen hat.
spiegel.de
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- DEBATTE -
Michael Hanfeld befürchtet den Untergang der deutschen Late-Night-Kultur: "Harald Schmidt ist am Ende", allenfalls Ex-Oberrüpel Niels Ruf geht noch als Hoffnungsträger durch.
faz.net
Reinhard Lüke empfindet die neue Doku-Reihe "Sehnsuchtsrouten" als reine Schleichwerbung: Das ZDF tarnt Reklame für Luxusreisen als Dokumentation mit einem durchweg grausigen Off-Kommentar.
fr-online.de
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Arte, 21 Uhr: "Workingman’s Death": Der Dokumentarfilm zeigt auf einer "faszinierenden und zugleich erschreckenden" Filmreise, dass es Ausbeutung und elende Arbeitsbedingungen immer noch gibt.
tagesspiegel.de
- BASTA -
Männer mit Schürzen: Jan Josef Liefers spielt in einer TV-Biographie Clemens Wilmenrod, den ersten deutschen Fernsehkoch und Erfinder von Toast Hawaii.
bild.de
heute2 - Nachrichten für Medienmacher von gestern abend lesen.
"Denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, die nationale Grenzen nicht schützen können."
Michael Hanfeld befürchtet den Untergang der deutschen Late-Night-Kultur: "Harald Schmidt ist am Ende", allenfalls Ex-Oberrüpel Niels Ruf geht noch als Hoffnungsträger durch.




















Zu Horst Mahler: Wieder mal bekommt Michel Friedman ein zusätzliches "m" am Schluss verpasst, das er gar nicht bestellt hat.