Buchbranche spricht sich vor der Frankfurter Messe Mut zu.
Bücher-TraumRiepl, Riepl, über alles: Die Buchbranche versucht's mit Autosuggestion und beruft sich zum Start der Frankfurter Buchmesse auf das Rieplsche Gesetz, wonach neue Medien alte nicht verdrängen, sondern nur ergänzen. Zwar werden auf der Buchmesse ein halbes Dutzend Reader vorgestellt, eine große Zukunft für eBooks sehen die deutschen Buchverleger aber nicht - und schon gar keine Gefahr fürs gedruckte Buch. "eBooks sind sowohl im Moment als auch noch nächstes Jahr nur von geringer Marktbedeutung", sagt der Berliner Verlagsberater Lothar Menne. In den USA schätzt der frühere Ullstein-Mann den Marktanteil der elektronischen Bücher auf bescheidene 0,1 Prozent. Nach einer Umfrage der Frankfurter Buchmesse wird das elektronische Publizieren auch in Deutschland mittelfristig nur eine geringe Rolle spielen. In diesem Jahr soll die Frankfurter Buchmesse rund 35 Mio Euro Umsatz machen, sagt Buchmessen-Geschäftsführer Jürgen Boos. Insgesamt sollen während der Buchmesse Abschlüsse in der geschätzten Höhe von 600 Mio Euro getätigt werden.
handelsblatt.com, faz.net, nytimes.com, de.book-fair.com (Umfrage), "Journal Frankfurt"

Zahl des Tages: Bereits 1,5 Mio Vorbestellungen sind in den USA für das Google-Phone G1 von T-Mobile eingegangen. Es ist damit bereits zum Verkaufsstart am 22. Oktober ausverkauft - und erfolgreicher als das iPhone von Apple.
computerwoche.de, crn.com, turi2.de (Background)

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- NEWS -

Marcel Reich-Ranicki alleine lassen nach ProSieben.Sat.1 und RTL auch die Intendanten von ARD und ZDF. Den Disput über Qualität im TV-Programm muss Reich-Ranicki am Freitag 30 Minuten lang mit Show-Clown Thomas Gottschalk führen. Dabei täte dem Fernsehen eine offene Diskussion über Qualität gut, findet "SZ"-Medienchef Christopher Keil.
sueddeutsche.de, sueddeutsche.de

Finanzkrise steigert das Interesse der Verbraucher an Aufklärung in den Medien: In Deutschland profitieren Websites, Verbrauchersendungen und Talkshows, in den USA sogar die Buchbranche.
fr-online.de, wsj.com (Buchbranche USA)

Klambt plant eine neue Lifestyle-Zeitschrift. "OK"-Chef Klaus Dahm entwickelt, Alex Siemen wird Co-Chefredakteurin beim Klatschblatt "OK".
horizont.net

ARD will sich am Donnerstag offenbar für den Ausstieg aus der dopingverseuchten Tour de France entscheiden. Das ZDF wartet noch ab.
"FAZ", Seite 40

Microsoft nennt sein nächstes Betriebssystem "Windows 7" und nimmt damit Abschied von künstlichen Namen wie "Vista" und "XP".
computerworld.com

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technet.microsoft.com

- ECHO -

Meistgeklickter Link gestern Morgen: Marcel Reich-Ranicki und seine Frustrede beim Deutschen Fernsehpreis.
youtube.com (Video der Rede)

- ZITATE-

Piel"Auch auf der Buchmesse kann man unglaublich viel Triviales neben der wunderbarsten Literatur finden. So ist es beim Fernsehen auch, und das hätte Reich-Ranicki schon klar sein müssen."

WDR-Intendantin Monika Piel.
derwesten.de

bartl_andreas-80"Überzogen und arrogant."

ProSieben.Sat.1-Chef Andreas Bartl weist die Kritik von Marcel Reich-Ranicki zurück und sieht im eigenen Programm "genügend Qualität".
sueddeutsche.de

anonym 80x80"Es muss reichen, dass Marcel Reich-Ranicki sich selbst zuhört."

Ein nicht namentlich genannter RTL-Sprecher begründet, warum RTL nicht am TV-Gespräch teilnimmt.
sueddeutsche.de

- BACKGROUND -

Loblied: Ernst Elitz, Intendant von Deutschlandradio, macht der Regionalzeitung eine Liebeserklärung: "Sie ist für viele ein Lebensabschnittsbegleiter, dem sie länger die Treue halten als ihrem männlichen oder weiblichen Partner."
abendblatt.de

Großkunde: Der künftige US-Präsident Barack Obama will auf Nummer sicher gehen und kauft sich eine halbe Stunde Werbezeit in der Primetime von CBS und NBC - für über 10 Mio Dollar. Fox News und ABC verhandeln noch.
"Süddeutsche Zeitung", Seite 17, nytimes.com

Joost, einst als Revolution des Fernsehens gepriesen, aber nicht so recht in die Gänge gekommen, kann jetzt direkt im Internetbrowser genutzt werden, ein spezielles Programm muss nicht mehr heruntergeladen werden.
paidcontent.org, techcrunch.com

Reichweiten: Nielsen hat in den USA zur neuen TV-Saison erstmals auch Quoten für zeitversetzes Sehen mit Festplattrekordern erfasst - und manche Sendungen kommen so auf bis zu 53 Prozent mehr Reichweite.
nytimes.com, mediaweek.com

Bürosoftware: Die kostenlose Microsoft-Alternative OpenOffice ist in der Version 3.0 fertig und steht eigentlich zum Download bereit - doch die Server sind zusammengebrochen.
heise.de, openoffice.org (Download)

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- DEBATTE -

LovenbergFelicitas von Lovenberg, FAZ-Literaturkritikerin, lobt das Buch: Die Verlage sollten diesem verlässlich anarchischen Gegenstand trauen. Es braucht kein Ladekabel, kann nicht abstürzen, und sein Betriebssystem veraltet nicht. Denn die Technik bringt einen zwar von A nach B, die Phantasie jedoch überallhin, findet von Lovenberg.
faz.net

Bernd GäblerMedienkritiker Bernd Gäbler kritisiert die Kollegen von der Wirtschaft: Die Finanzkrise hat sie jäh in den Mittelpunkt des Interesses gerückt - doch sie nutzen diese Chance nicht, moniert Gäbler. Sein Fazit: Das Blöde an der ganzen Lage ist: wir selber sind zu blöd.
stern.de

Video-Tipp: Netter Versuch - Roland Tichy, der Mann mit Hut, im Hauptberuf Chefredakteur der "Wirtschaftswoche", videokolumniert mit Verve und nicht ganz ohne Talent im Chef-Weblog "Tichys Totale".
wiwo.de

- BASTA -

Auktionärs-Leid: Eine Yacht für 22,50 Euro, ein Flugzeug für 26.000 Euro oder eine Ernte-Maschine für 51 Euro - wenn bei Ebay der Hammer fällt, gibt es kein Zurück mehr.
netzeitung.de

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