riecke_raus-300Es hat sich ausgeklickwundert: Der Holtzbrinck-Verlag setzt StudiVZ-Geschäftsführer Marcus Riecke in einer Hauruck-Aktion vor die Tür. Schuld ist offenbar die schleppende Vermarktung der riesigen Community, die zwar mit immer neuen Klickrekorden von sich Reden gemacht hat, sprudelnde Gewinne bisher aber nicht abwerfen konnte. Der üblichen Verlagsmitteilung, dass Riecke das Unternehmen "auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung" verlässst, darf man wenig Glauben schenken. Das magere Dankeschön für "seine sehr erfolgreiche Tätigkeit" von Holtzbrinck-Vize Jochen Gutbrod macht's nicht glaubwürdiger. In einer eilig zusammengerufenen Krisensitzung in Stuttgart wurde heute Morgen die Entscheidung gefällt, den langjährigen Holtzbrinck-Manager Clemens Riedl, gerade vom "Tagesspiegel" zu StudiVZ gewechselt, als neuen Chef der Community zu installieren. Vorgänger Riecke war es nicht gelungen, den 85 Mio Euro teuren Einkauf zum Kassenschlager zu machen. "Unser Fokus liegt bisher auf dem Produkt, nicht so sehr auf der Monetarisierung", hatte Riecke noch Ende Februar im turi2-Interview gesagt. Nun hatte Verleger Stefan von Holtzbrinck offenbar die Nase voll.