Christoph Keese, als Konzerngeschäftsführer Public Affairs sowas wie der Außenminister des Springer-Verlags, mahnt seine Kollegen in der Krise zur Behutsamkeit: interview2poweredby240"Sparen ja und mit Bedacht, aber mit Vorsicht", rät Christoph Keese. Rasenmäher oder Astschere? "Erstmal gar nicht schneiden", sagt der Springer-Mann bei der Publishers' Conference dem Branchenfernsehen turi2.tv. Gerade in Redaktionen, dem "Kern jedes Verlages", müsse der Rotstift extrem vorsichtig angesetzt werden. Für Keese gilt: "Man muss immer alles infrage stellen, aber auch den Mut haben, verlegerisch zu Projekten zu stehen." Als Ergänzung zum Kostenmanagement regt Christoph Keese zu einem intelligenten Lizenzmanagement an: "Wir als Branche sollten uns überlegen, wie wir mit unseren Rechten umgehen." Gemeinsame Verwertungsgesellschaften nach dem Vorbild der PMG, die das im Bereich der elektronischen Pressespiegel vormacht, könnten die Zweit- und Drittverwertung organisieren. "Es sollte keine Denk-Verbote geben." Großes Potenzial sieht er im UMTS-iPhone, das die Leute stark ins Internet bringt. "Wir stehen hier offenbar vor dem Durchbruch eines neuen Massenmediums", glaubt Christoph Keese und moniert, dass der App Store von den Verlagen längst "nicht so erschlossen ist, wie man ihn erschließen könnte". Für welches Programm er selbst schon 79 Cent investiert hat, verrät Christoph Keese in sieben Minuten nach dem Klick ins Video.

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