waz-dpavideo2 - der Video-Tipp von turi2: Einer für alle, alle für einen - dieses Motto der dpa ist seit kurzem Geschichte. Grund: Die WAZ-Gruppe macht nicht mehr mit. Seitdem schrillen bei der Nachrichtenagentur die Alarmglocken. Das NDR-Medienmagazin "Zapp" dröselt den Konflikt nun auf. Für WAZ-Chef Bodo Hombach ist die Rechnung einfach: "Die dpa-Leistungen hätten einen Gegenwert von 25 eigenen Stellen", sagt er. Und sein Chefredakteur Ulrich Reitz ergänzt kühn: "Qualitätsjournalismus geht auch ohne dpa." Im Westen greift man nun auf ddp, Reuters und die teils staatlich finanzierte, französische AFP zurück. Und nutzt zusätzlich auch dpa-Inhalte aus dem Internet - völlig kostenlos. Das sei eben die neue Welt, sagt man schulterzuckend bei der WAZ. "Unsolidarisch" nennt es dagegen Publizistik-Professor Jürgen Wilke. Und für dpa-Geschäftsführer Michael Segbers droht der GAU: "Wenn jeder sich selbst bedient, ohne zu bezahlen, bricht das System zusammen." Knapp neun Minuten über ein medienpolitisches Rechenspiel mit höchster Brisanz gibt's drüben beim NDR.
ndr.de/zapp