Kurzer Atem: Der Holtzbrick-Verlag gibt seinem jungen Nachrichtenportal Zoomer.de schlappe 12 Monate nach seiner Geburt den Todesstoß. Bereits Ende Februar ist Schicht im Schacht - bis dahin soll ein Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter ausgearbeitet werden. Der scheidende Chefredakteur Frank Syré, der sich bereits vor zwei Wochen einen neuen Job als Vize-Chef von bild.de besorgt hat, verweist auf wirtschaftliche Gründe, die das Aus verursacht haben: Das "großartige Experiment" sei auch durch die Zusammenführung mit Zeit Online (turi2 berichtete) nicht zu retten gewesen, zumal das Anzeigengeschäft noch viel stärker als erwartet eingebrochen sei. Zeit-Digital-Geschäftsführer Peter Neumann räumt ein, dass die Seite zum falschen Zeipunkt gestartet wurde: "Vor acht Monaten habe ich noch gesagt: wir starten genau in die richtige Zeit. Heute sieht das leider anders aus." Er rechne mit einem "desaströsen Jahr 2009", so Neumann zu kress.de. Und es seien eben keine normalen Zeiten, deshalb bekomme Zoomer keine so lange Bewährungszeit eingeräumt wie üblich. Im Dezember musste Zoomer sein Marketing-Budget bereits massiv zurückfahren - Folge: die Zugriffe gingen um zwei Drittel zurück. Im Januar verzichtete Zoomer dann komplett auf eine IVW-Ausweisung.
turi2.de - eigene Quelle, kress.de, turi2.de (Background), turi2.de (Peter Turi zum Start), turi2.tv (Video-Interview Peter Neumann)
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 18.00:28
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 18.07:10
Das würde ich nicht sagen. Zoomer hat konsequent alles anderes gemacht, Neues gewagt und sich klar auf die Community fokussiert. Das Projekt verdient Respekt! Dass es sich wirtschaftlich schwer darstellen lässt, war absehbar - leider. In Krisen-Zeiten ist das Ende verständlich. Es hat mich allerdings doch sehr erstaunt, mit welcher Skepsis Zoomer begleitet wurde. Im Web 2.0 wird jeder Start-up-Furz gefeiert. Probiert ein Verlag mal etwas Gewagtes, heißt's dagegen: "Das wird doch nie was!" Ich meine: Schade drum!
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- Mittwoch, 11. Feb, 2009 @ 10.06:31
hmmm, was ist daran neu, einer Nachritenseite, die ihre Meldungen von dpa bezieht mit User-Kommentaren anzureichern? Höchstens das schrille Grün ist neu. Die Optik verschlechterte sich vom Startpunkt bis jetzt. Das kann man sich leider so nicht ansehen.
Die Meldungen kann ich jederzeit woanders lesen. Und gerne wird jetzt die Finanzkrise hochgehalten. Hätte zu Beginn ein ausgereifter Businessplan bestanden, hätte man länger durchhalten können.
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 18.14:03
@Henry
Warum das denn? Der Name Zoomer ist doch schon so stark, dass man auch ohne bewährte Erfolgsrezepte erfolgreich werden kann. Ich schließe mich meinem Vorredner an: konsequent alles anders machen als die Erfolgreichen war schon ganz richtig. Nur halt der falsche Zeitpunkt. -
- Montag, 09. Feb, 2009 @ 18.36:51
was soll die ganze aufregung, frank syré (bild.de) und peter neumann (holtzbrinck new irgendwas) sitzen doch längst schon wieder im trockenen.
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 20.36:50
nunja aber eben nicht die anderen ca. 30 beschäftigten. denn die werden ja wohl nicht von zeitonline übernommen. auch wenn das sinn machen würde bei zeitonline neuen wind reinzublasen.
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- http://www.nahportrait.blogspot.com
- Montag, 09. Feb, 2009 @ 19.07:45
zoomer hat sich selbst zu sehr aufgebläht, dabei hätte eine handvoll blogger das portal schaukeln können, dadurch hätte es auf jeder watch-list gestanden und anchorman wickert hätte sich in das tagesgeschäft einklinken müssen[!], als geistreicher kommentator/mailbeantworter, dieses hätte sich blitzartig rumgesprochen und alle wären gekommen. die unschöne optik tat dann noch ihr übriges, besucher fernzuhalten..
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- http://www.zoomer.de
- Montag, 09. Feb, 2009 @ 20.16:10
Wir haben gar nicht behauptet, alles richtig gemacht zu haben. Jetzt nicht und am Anfang nicht - man vergleiche bitte die Interviews zum Start von zoomer.de vor einem Jahr.
Es war ein Versuch - und der war in Teilen ganz offenbar nicht erfolgreich, sonst wären wir ja noch da. Aber ich finde auch: Egal, ob einem das Portal nun gefallen hat oder nicht - es ist auf alle Fälle schade und traurig, dass ein journalistisch getriebenes Angebot eingestellt wird. Wer Optik oder Inhalte nicht mochte, der konnte ja getrost woanders surfen - gute Angebote gibt's genug. Und die sehen auch noch alle gleich aus. Allein die Tatsache, dass es ein Verlag gewagt hat, etwas anderes zu probieren, müsste eigentlich honoriert werden.
Was wir tatsächlich unterschätzt haben: Ein journalistisches Portal, das ohne jede Marke und ohne Unterstützung aus der Print-, Radio- oder TV-Mutter ins Netz startet, muss unglaubliche Aufwände treiben, um beim User anzukommen. Und diese Aufwände sind unglaublich teuer. Geld, das man sich in guten Zeiten leisten kann, in schlechten nicht. Das hat für zoomer.de letztendlich das Aus bedeutet. Und dann finde ich auch, dass man akzeptieren muss, wenn ein Verlag dann sagt: Das kann ich mir im Moment nicht leisten, weil ich meine anderen Marken und Kernkompetenzen schützen und stützen muss.
Natürlich: Wenn man einmal pro heute-Sendung "mehr dazu unter heute.de" sagen, auf jeder Seite einmal "Weitere nackte Girls bei Bild.de" drucken oder alle 10 Minuten im laufenden Programm swr3.de promoten kann, ohne dafür zu bezahlen, haben es Angebote leichter. zoomer.de hatte diese Möglichkeit nicht. Die Hoffnung, dass die User von StudiVZ über unsere Verlinkung dort für Nachrichten interessiert werden können, hat sich nicht erfüllt. Das ist schade.
Wirklich zu denken geben muss uns allen aber, dass diese User nicht nur von zoomer.de nicht angesprochen werden, sondern VON KEINEM News-Portal - NICHT MAL von zoomer.de. Wenn es zoomer.de mit seiner Art der Präsentation und seinen jugendlichen Inhalten nicht schafft, wie sollen es dann spiegel.de oder welt.de schaffen, jüngere Nutzer für Nachrichten, Politik, Kultur und andere Inhalte jenseits von WoW oder Wii-Spielen zu interessieren?
DAS ist das eigentlich Schlimme am Scheitern von zoomer.de - neben den vielen Hoffnungen und persönlichen Biografien, die unter dem Ende leiden müssen. Dass sich offenbar junge Menschen nicht mehr für das interessieren, was draußen vorgeht.
Patentrezepte, wie alles besser hätte laufen können, haben jetzt viele. Und viele sind sogar gut. Allgemeinplätze wie "eine Handvoll Blogger hätten das Portal schaukeln können" zeugen dagegen eher von Unwissen oder Häme. Und die Optik von Portalen ist letzten Endes auch Geschmacksache.
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- http://www.nahportrait.blogspot.com
- Montag, 09. Feb, 2009 @ 21.08:20
häme ist nicht mein ding. dass sie das hauptargument für ein gelingen nicht ansprechen, also ulrich wickert ins tagesgeschäft einzubinden, zeigt das problem. sie hatten einen coolen namen und einen medien-promi, der medien-profi hätte gesicht zeigen müssen - zoom zoom..
es gibt viele entscheider die nicht zuhören, die ihre schnellen argumente aus den archiven der rechthaberei schürfen, die sich stark geben und doch nicht tief genug gehen, um wirklich etwas aus dem scheitern zu lernen.
eine handvoll re[d]aktionsschneller blogger hätte ihnen den laden geschmissen - sie hätten derweil mit anderen zahlenmenschen ihrer leidenschaft nachgehen können und sich im lichte des erfolgs über große herausforderungen auszulassen..
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- http://marcus-johst.com
- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 10.26:48
Nicht so wehleidig, bitte. Zoomer war ein langweiliges Produkt ohne journalistische Identität. Im Amt würde das heißen: Dienst nach Vorschrift. Sich jetzt auf die angeblich nachrichtenmüde junge Generation herauszureden ist wirklich unterste Schublade.
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 20.22:25
Ich finde es hanebüchen, jetzt plötzlich zu behaupten, Zoomer sei an der Krise gescheitert, am ungünstigen Zeitpunkt. Das ist doch eine durchschaubare Ausrede für völliges Versagen: Dass Zoomer den Bach runtergehen würde, war bereits nach wenigen Wochen und Monaten absehbar, viele - auch ich - haben das so gesehen und gesagt.
Und zwar als Neumann und Syre noch öffentlich frohlockt haben, Sie seien schon in den Top 10 (oder so) aller Nachrichtensites. Heute wissen wir, dass mindestens (!) zwei Drittel (!!!) des damaligen Traffics gekauft waren. Und bei allem Respekt: Das ist doch ein Armutszeugnis und offenbart gravierende Denk- und Konstruktionsfehler von Anfang an. Die Krise kommt doch den Zoomer-Machern gerade recht, um wenigsten ihr den Schwarzen Peter zuschieben zu können.
Meines Erachtens Hauptknackpunkt (unter vielen): Es wurde bzgl. Zoomer immer über PI, Visits, IVW, Community, keine Ressorts, Marketing, etc. geredet - aber praktisch nie über die INHALTE. Doch nur über die Qualität, Originalität, Aktualität der Inhalte lässt sich eine neue News-Seite langfristig aufbauen.
Insofern war Zoomer von Anfang an eine Marketing-Totgeburt - und es ist sehr gut, dass es gescheitert ist.
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 20.28:31
Nun - allein die Tatsache, dass eine so große Energie in die Rechtfertigung des Endes gesteckt wird und dass so viele Schuldige gesucht werden, zeigt, dass man das Scheitern des Portals zoomer.de und v.a. der dahinter stehenden, nicht an vollmundigen Ankündigungen armen, sogenannten Macher, nicht unterschätzen sollte, auch wenn sie sich scheinbar in attraktive Positionen gerettet haben.
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 20.33:05
Naja, Herr Neumann, auch wenn Sie das nicht verstehen, aber kreative Studenten, die nicht eine Konzernmutter im Rücken wähnen, die über scheinbar endlose Finanzmittel verfügt, hätten dieses Portal ohne den von zoomer-Managern an den Tag gelegten Größenwahn tatsächlich deutlich günstiger und wahrscheinlich sogar besser realisieren können. Gibt ja zahlreiche Beispiele dafür im Netz...
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 20.47:28
Welche Beispiele sollen das sein?
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 20.35:49
Schlimm ist an dem "Scheitern" gar nichts. Keiner wird dieses Portal je vermissen.
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 21.46:08
Grotesk, dass keiner nach den Zoomer-Leuten fragt, die ihren Job verlieren. Hatte es nicht noch kürzlich geheißen, ein Teil der Leute könne bleiben?
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 20.50:46
ja das habe ich auch so verstanden gehabt. aber jetzt hat holtzbrinck wohl gemerkt, dass sie selbst prekäre arbeitsverhältnisse mit jungen journalisten nicht einfach von heute auf morgen kündigen können, ohne das das was kostet. so ist wohl die totale trockenlegung billiger.
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- http://www.opd-politik.de
- Montag, 09. Feb, 2009 @ 22.20:38
Bei Autohäusern und zertifizierten Autofriedhöfen gäbe es derzeit 'ne Menge Anzeigenpotential auszuschöpfen ;-)
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- Montag, 09. Feb, 2009 @ 23.26:13
28 werden gefeuert, 5 dürfen zu zeit online. Die Chefs sitzen natürlich im Trockenen...
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- http://leanderwattig.de
- Montag, 09. Feb, 2009 @ 23.46:52
@Peter Neumann
"DAS ist das eigentlich Schlimme am Scheitern von zoomer.de (...) Dass sich offenbar junge Menschen nicht mehr für das interessieren, was draußen vorgeht."
Also sind die jungen Menschen am Scheitern von Zoomer.de schuld, weil sie prinzipiell desinteressiert sind? Ist das Ihre These?
Dazu habe ich etwas Passendes gefunden:
"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe. (Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)" -
- http://leanderwattig.de
- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 00.00:24
Unabhängig davon sollten wir uns hierzulande abgewöhnen, jedes Scheitern und jeden Gescheiterten gleich zu verdammen. In der neuen Medienwelt kommt es doch gerade darauf an, mutig Neues zu probieren. Doch dann muss man auch scheitern dürfen.
Wie sagte es Peter Turi im Interview mit Lukasz Gadowski so treffend: "Hinfallen ist erlaubt, liegen bleiben nicht" (http://bit.ly/Brp9)___##0##___
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 03.32:43
Eine Nachrichtenseite bekommt entweder über eine etablierte Marke oder über Google Besucher. Im Idealfall aus beiden Quellen un dann etwa 50:50. Wenn es dem Management bewusst ist, dass es nicht über eine bekannte Marke verfügt, dann verstehe ich es nicht, wie man eine Website in den Markt bringen kann, die absolut suchmaschinenunfreundlich ist.
Nach 1 Jahr steht Zoomer nicht einmal in den Top 100 bei Google News Deutschland. Da hat das Management einfach völlig versagt. Woher sollen denn die Besucher kommen?
Auf Dauer die Besucher über AdWords oder Studi VZ einzukaufen, ist bei einem Portal mit kostenlosen Inhalten eine ganz gefährliche Idee. Das Ergebnis sieht man jetzt ja. Klar, dass da der Stecker gezogen und das Licht ausgemacht wird.
Der größte Witz ist aber, jetzt zu behaupten um die Jugend ist es schlecht bestellt, wenn nicht einmal Zoomer sie angesprochen hat. Hallo? Etwas mehr Selbstkritik bitte! -
- http://www.turi2.de
- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 07.15:07
Hallo, ich hab auch noch meinen späten Senf dazuzugeben. Peter Neumann argumentiert meines Erachtens in die richtige Richtung, aber nicht weit genug, wenn er sagt:
Wirklich zu denken geben muss uns allen aber, dass die Studi-VZ-User nicht nur von zoomer.de nicht angesprochen werden, sondern VON KEINEM News-Portal - NICHT MAL von zoomer.de.
Meiner Meinung nach braucht das ganze Web 2.0 keine PORTALE mehr. Das Portal ist die Fortsetzung des Verleger-Gedankens "Meine Leser gehören mir". In Wahrheit gibt es im Web 2.0 nur noch zwei Einstiegsseiten: Google und die individuelle Startseite (iGoogle, Facebook, StudiVZ). Journalistische Seiten müssen ihren Service klar herausarbeiten - und da sein, wo der Leser ist. Do what you do best and link to the rest.
Ich beobachte z.B. mit Interesse die Bemühungen von Dirk Manthey, mit meedia.de ein Kommunikations-PORTAL zu etablieren. Und super, er hat es geschafft, das beste Medienportal aufzubauen - in Zeiten, da kein Mensch mehr Portale braucht. Was ist die Folge? Zu hohe Kosten, zu geringe Einnahmen, zuviel Blabla - verlorene Millionen.
Kleine, schlanke, fokussierte Services, gut vernetzt mit anderen Web-2.0-Playern - damit lassen sich journalistische Erfolgsmodelle auch im Web 2.0 aufbauen. Mit der alten Verleger-Denke "Meine Leser gehören mir und auf meinem Portal mach ich sie zu Geld" kommt niemand weiter.
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 13.19:51
Ein Portal das sich mit Brancheninternas der geschwätzigen und selbstverliebten Medienbranche beschäftigt kann man aber auch nicht mit mit einen ernsthaften Nachrichtenportal vergleichen...
Es gibt in keiner Branche ähnliche Portale wie meedia.de und turi2.de - woran das wohl liegen kann?
Und es beschäftigt sich auch selten jemand so intensiv mit Stellenabbaugerüchten bei mittelständischen Unternehmen, die nicht der Medienzunft angehören. Dort passiert es einfach - und das ist die Realität in Deutschland.
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- http://www.web.de
- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 08.22:39
bleibt zoomer denn jetzt eigentlich premiumwerbepartner von turi2?
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- http://www.turi2.de
- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 11.39:48
Das war eine Jahresbuchung, die bis Ende Februar läuft - und nicht verlängert wurde.
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 08.25:29
Das mit dem Portaldenken sehe ich ganz genauso.
Hatte neulich einen Pitch bei einem potenziellen Kunden für Social Media Marketing. Hatte eine Folie gemalt mit allen möglichen 2.0-Services, Flickr, YouTube, facebook etc., und habe gesagt: «Es ist heute ganz egal, WO die Leute unsere Botschaft hören, daher sind die alten Messgrössen wie Unique Clients und Page Impressions nicht mehr relevant, hauptsache.» Kundenmitarbeiter begeistert von meiner Analyse.
Eine Woche später das nächste Meeting zur Detaillierung des Konzept. Kunde: «Wir müssen eine hohe Verweildauer auf dem neuen Portal schaffen». Meine Socia-Media-Äusserungen der Vorwoche wurden nun «flankierende Massnahmen» genannt («sind auch gut, aber nicht zentral»).
Der Irrtum, dass Leute eine Website so wichtig finden, dass sie von selbst immer wieder dorthin gehen, wird noch einige viel Geld kosten. -
- http://www.seo-strategie.de/denkfabrik/google-news.html
- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 08.47:48
Zum Thema Web-2.0-Vernetzung und Google kann ich jedem News-Macher nur den "Google News Report" (Link siehe oben) als Pflichtlektüre empfehlen. Als ich den lesen durfte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
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- http://www.kubitz.net
- Mittwoch, 11. Feb, 2009 @ 10.03:23
Ach komm, lass doch das Spamming hier. Poste Informationen, die nicht hinter einem Login versteckt sind - und schon gar nicht als "Pflichtlektüre"...
tsss tssss tssss
eric
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 09.11:11
klar ist: peter neumann war und ist völlig überfordert mit seinen eigenen ankündigungen. weder hat er das handwerkliche rüstzeug noch die managementfähigkeiten ein journalistisches online-angebot zu leiten, noch hat er die richtigen "halbleiter" eingesetzt. die texte, die themen waren schwach, die optik reiner augenkrebs und das ohnehin schmale budget wurde für den grüßaugust wickert ausgegeben, der sich über geschätzte 250000 Euro pA für ein paar kleine videoaufsager sehr gefreut hat. neumann muß nun seinen vertrag in stuttgart absitzten, er drüfte dann holtzbrinck schnell mit unbekannten ziel verlassen müssen.
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 13.05:51
250.000 Euro allein für Herrn Wickert? Lässt sich das irgendwie belegen?
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 10.57:26
wenn man da drüber nachdenkt...250000 für den senilen Wickert und die Redakteure kriegen gerade mal 30000. Das ist zum Kotzen. Schämt Euch, zoomer-Verantwortliche.
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 13.40:20
1. Ein Onlinenewsportal braucht journalistische Substanz oder ein professionelles journalistisches Fundament. Das ist allein mit Bürgerjournalisten nicht zu gewährleisten.
2. Die Etablierung eines neuen Onlinenewsportals braucht neben der ausreichenden Substanz Zeit, viel Zeit.
3. Ulrich Wickert ist außerhalb des öffentlich-rechtlichen Gebührenschutzzauns sicher kein besonders geeigneter Gewährsmann für ein neues Onlinenewsportal. -
- http://www.nahportrait.blogspot.com
- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 14.32:55
neuer sternekoch bei zoomer -> http://www.freitag.de/community/blogs/lokalreporter/zoom-zoom
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- Dienstag, 10. Feb, 2009 @ 21.59:34
Die Art der Argumentation, die Besserwisserei, die schlauen Redewendungen in Blogs sind wirklich immer wieder markerschütternd.
Ich denke, bei allen geistigen Leistungen in dieser Diskussion, der Präsenz der ganzen Medienexperten und Designkennern lässt sich doch einiges festhalten.:
Der Weg einer Printmarke ins Web über einen eigenen Internetbrand ist nachvollziehbar, richtig und mutig.
Die Umsetzung von zoomer.de war frisch, anders und für Designkenner sehr liebevoll und detailverliebt.
Qualitätsjournalismus ist eine Phrase, die sich scheinbar nie abnutzt. Wer liest im Netz 8 Seite Artikel wie in Spiegel oder Zeit? Hand hoch bitte
Den Traffic über diverse bekannte Marketingtools zu steigern nutzt jedes Medienunternehmen.
Ein "Anchorman" bzw. Testemonial ist für so ein Produkt unerlässlich. Die Wahl Wickerts stellt eine Art Minimalkonsens dar, ein "Spalter" hätte sicherlich noch viel mehr solcher geistreichen Kommentare erzeugt, Lobo vielleicht..na...cool?
Meinungsbildend sind Blogs selten, wie dieser hier eindrucksvoll belegt. Dennoch wird es gerne genutzt, wie dieser hier eindrucksvoll zeigt.
Die Bezahlung ist in allen journalistischen Bereichen für die Mehrheit des Teams schlecht. Jeder möchte es machen und das weiß jeder Arbeitgeber. Schlimm, aber in vielen anderen Bereichen ist dies im Business genauso. Laßt uns die Internationale anstimmen..eins zwei drei....
Medienhäuser entwerfen alle zwei Jahre neue Strategien, weil Sie viel zu schwerfällig sind, um der Entwicklung, vor allem im Online-Bereich, folgen zu können. Ein Systemisches Problem, das in jeder komplexen Organisationsstruktur zum Alltag gehört.
zoomer.de hatte Potential, aber für so eine Plattform braucht man Geduld, finanzielle Mittel (was letztlich das Gleiche ist) und eine Vision, die nicht sofort beim ersten kleinen Gegenwind weggefegt wird.
So...jetzt dürfen die Herren Medienkritiker, ArtDirektoren und Qualitätsjournalisten wieder lästern. Das ist bekanntlich für die Seele sehr sehr gut.
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- Mittwoch, 11. Feb, 2009 @ 12.28:55
Einerseits über die interessenlose Jugend zu unken, obwohl (KIM/JIM Studie) da eine etwas andere Aussage anbieten und andererseits Ulrich Wickert als Herausgeber präsentieren und als Zugpferd darzustellen zeigt wie viel Gedanken sich Holtzbrinck über die Zielgruppe von Zoomer gemacht hat. Das Konzept ist an sich gar nicht soo schlecht gewesen, aber dann hat man sich die entscheidenden Schritte zur jungen Gemeinde nicht getraut, weil man anscheinend Angst hatte die Älteren zu vertreiben. Dieser Spagat funktioniert aber höchstens bei konventionellen Newssites. Trotzdem sollten wir Holtzbrinck für diese Learnings, die nicht auf unsere Kosten geschahen, dankbar sein.
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- Mittwoch, 11. Feb, 2009 @ 14.21:15
> Wenn es zoomer.de mit seiner Art der Präsentation und seinen jugendlichen Inhalten nicht schafft, wie sollen es dann spiegel.de oder welt.de schaffen, jüngere Nutzer für Nachrichten, Politik, Kultur und andere Inhalte jenseits von WoW oder Wii-Spielen zu interessieren?
Die Jugendlichen lesen längst spiegel.de und welt.de. Nur zoomer kennt und will niemand ;-) -
- Mittwoch, 11. Feb, 2009 @ 14.33:49
Zoomer war gestern. Die Karawane zieht weiter.




















Vielleicht ist es ja nicht der falsche Zeitpunkt gewesen, Herr Neumann, sondern die falsche Umsetzung?