Print zerrinnt - immer schneller: "Vanity Fair", das letzte große Print-Abenteuer, das Magazin für gehobenen Klatsch, für die "Shakers und Movers", wird eingestellt. Wenig überraschend für Leser von turi2 - und allen wortreichen Dementis zum Trotz. Viele Leser, zahlreiche Anzeigenkunden, aber vor allem die Macher - Bernd Runge, Ulf Poschardt, Nikolaus Albrecht - hatten sich schon länger verabschiedet von dem mit großen Erwartungen gestarteten Wochenmagazin. Noch im Dezember, beim Abgang von Verlagschef und "Vanity Fair"-Erfinder Runge, wurden heilige Eide auf eine Fortsetzung des Magazins geschworen. Die vollmundige Bestandsgarantie von Jonathan Newhouse war das Papier nicht wert, auf das mancher sie druckte. Die aktuelle Wirtschaftskrise, der globale Trend gegen Print und die handwerklichen Fehler von Verlag und Redaktion haben der deutschen "Vanity Fair" den Garaus gemacht.
kress.de, meedia.de, turi2.de (Background)
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 11.46:56
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- http://www.turi2.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.00:34
Ein trauriger Tag für die Freunde von Print. "Vanity Fair" war der letzte Versuch, ein großes General-Interest-Magazin zu starten in Deutschland. In Zeiten, da kein Mensch mehr General-Interest-Magazine brauchte (8.Februar 2007). Das erinnert mich an den Versuch von Holtzbrinck, ein junges Nachrichtenportal zu starten. Die Zeit der großen General-Interest-Medien ist nunmal vorbei. Der Medienkonsum individualisiert sich, bis hin zum "Ich-Medium" Social-Network, wo nur konsumiert wird, was unmittelbar betrifft.
Schade um "Vanity Fair", auch wenn ich kein Freund von Klatschblättern bin (auch nicht gehobenen).
Schade aber auch um die Glaubwürdigkeit von Condé Nast. Was nach dem Abgang von Runge an Treueschwüren auf "Vanity Fair" produziert wurde - unglaublich. Mir kommt der Spruch in den Sinn von den eigenen Worten, die jemand fressen muss.-
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.09:41
Zum Gesagten:
Jonathan Newhouse, Chairman bei Condé Nast International, vor elf Wochen:
"Es gibt keinen Grund, Vanity Fair nicht weiterzuführen."
Jonathan Newhouse heute:
"Nur elf Wochen zuvor habe ich versprochen, dass Condé Nast 'Vanity Fair' trotz aller Schwierigkeiten fortsetzen wird. Aber die Welt verändert sich schnell und auf eine Art und Weise, auf die niemand wirklich vorbereitet sein kann."
Alles klar?! -
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.43:44
War das wirklich ein "großes General-Interest-Magazin"? Oder vielleicht doch eher ein überflüssiges People-Magazin? Also nicht unbedingt ein trauriger Tag für die Freunde von (gut gemachtem) Print, sondern nur für die Mitarbeiter, darunter viele eigentlich tolle Autoren.
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- http://www-bloggas.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.07:07
Das ist wirklich schade. Themenvielfalt jenseits des Mainstreams, persönliche Stories von Menschen aus der 2. Reihe und dazu genüsslich etwas Klatsch und Glamour.
Die halbe Stunde in der Woche am Donnerstag mit dem Magazin wird mir fehlen. -
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.07:54
Vor allem tun mir die Mitarbeiter leid. Mir kann niemand erzählen, dass Runge und Albrecht nicht schon längst wussten, wie der Hase läuft. Ein Chefredakteur ist wie ein Kapitän, der das sinkende Schiff ganz am Schluss verlässt. Nicht so Albrecht. Er wollte sich mit seiner Abgangsankündigung vor drei Wochen persönlich aus der Schusslinie bringen. Und das ist nicht korrekt. Es grenzt sogar an Mitarbeiter-Verarsche.
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- http://www.turi2.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.13:02
Berliner Kindl: Dass der Kapitän das sinkende Schiff (oder Flugzeug) zuletzt verlässt (wenn überhaupt), das ist lange her. Heute nimmt man das Rettungsboot als erstes und faselt etwas von "Lebensplänen", "mehr Zeit für eine Work-Life-Balance" und dergleichen Bullshit mehr.
Wer dazu nach das über die Maßen selbstgerechte Interview des Herrn Runge im "SZ-Magazin" gelesen hat, der ist restlos bedient über solche Verlagsnieten in Nadelstreifen.
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 22.57:12
Überraschend harte Worte vom Peterle, aber plausibel.
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- http://url
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.14:37
Bonjour,
Interessant ist, dass “der Trend weg von Print” (Turi) geht, was buchhalterisch Nonsens ist: in Wahheit geht der Trend weg von DEFIZITÄREN Printobjekten (was dann als "Trend" so neu auch nicht ist). Ein anhaltender Trend ist hingegen, dass nicht-defizitäre Print-Blätter, wie seit 20 Jahren, die Online-Auftritte subventionieren müssen.
Und solange das noch so ist (mit ganz wenigen Ausnahmen) wäre es schön, mal eine Statistik zu veröffentlichen, wie viele Millionen die Print-Medien über die Jahre abgetreten an Online haben (nur um jetzt ständig das Gejammer zu hören, wie unnütz Print ist).
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- http://www.wuv.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.26:22
Am Ende ist eben alles eine Frage der journalistischen Qualität und der jeweiligen Marktchancen. Die Frage des Kanals - also "Print oder Online", mit oder ohne Twitter etc. - kommt erst danach. Das ist halt die Kunst, die ein Verleger beherrschen muss. Interessant ist doch, dass Verlage bei solchen Projekten nicht einfach mal vorher ihre Hausaufgaben machen (siehe Runge-Interview im SZ-Magazin). Das hat aber auch damit zu tun, dass immer mehr Verlage über keine echten Verleger mehr verfügen, also über Menschen, die verlegerisch denken, anstatt Titel wie Schrauben oder Shampoo zu behandeln.
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.24:32
Oh Mann, jetzt sind die ganzen Mainstream-Journalisten in diesem Lande aber wieder total entsetzt und überrascht. Wie konnte es dazu kommen, der Oberboss hatte doch so glaubwürdig für das Heft gesprochen und geradezu eine flammende Bestandsgarantie abgegeben. Aber die Einstellung kommt so wenig überraschend wie Weihnachten, Weltwirtschaftskrise oder die Falten mit dem Älterwerden: Schrott, selbst hübsch verpackt, hat einfach keine Zukunft. Und die arme Finanzkrise muss wieder als Begründung für das persönliche Scheitern herhalten. Zum Glück für euch Mainstreamer und Qualitätsallergiker gibt es ja diese Krise...fast wie für euch gemacht!
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.27:15
was stirbt dieses Jahr denn noch alles? Ich würde mich über eine fundierte Turi-Analyse freuen.
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.33:54
RIP Vanity Fair!
Nun ja: Der allgemeine Trend zum Kosten sparen geht auch an Condé Nast nicht vorbei. Zuerst die Umstellung von 2-wöchentlich auf monatlich bei GLAMOUR, nun das seit langem erwartete Desaster mit Vanity Fair.
Bin mal gespannt, wer / was als nächstes kommt. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Ende der Verlags-Fahnenstangen noch lange nicht erreicht ist. Da werden noch einige Köpfe und einige Objekte rollen.
What a pitty ...
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- http://www.deutschrockvids.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.46:36
das bild ist mal wieder klasse!
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 12.58:28
Auf jeden Fall ein trauriger Tag für neugierige Leser und vor allem durchweg tolle Schreiber. Warum nur, warum ist man nicht von Anfang an dem US-Vorbild gefolgt und hat ein richtig dickes Monatsmagazin gemacht.
Das hätte (besser?!)überleben können. Wöchentlich: Hybris oder nur Schnapsidee? Sehr schade...
Jo Groebel-
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 15.39:21
Äh, lieber Jo: tolle Schreiber...?
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- http://tennismagazin.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 13.02:48
Das Ableben von Vanity Fair als Beleg für die Trend „weg von Print" zu werten, ist doch, gelinde gesagt, Unsinn. Als 2007 Vanity Fair mit Getöse auf den Markt gedrückt wurde, war dieses Donosaurier-Konzept bereits zum Scheitern verurteilt. Konnte man in guten alten Printzeiten vielleicht Titel wie „Geo“ nach dem Motto: „Viel Geld anfassen, um noch mehr Geld zu verdienen" zum Erfolg führen, so war im erodierenden Printmarkt ab Ende der 90er Jahre für solch Unternehmungen längst kein Raum mehr. Deshalb ist es logisch, wenn jetzt der Abpfiff kommt: zu dumm, zu umständlich, nicht lebensfähig, wie ein Dinosaurier eben. Leid tun einem die vielen Kollegen, die auf Dino-Tour gelockt wurden.
Mit den Problemen, mit denen Print zur Zeit kämpft, hat dies aber nichts zu tun. Hier lautet die Kampflinie eher: Wie schafft es Print mit online, mobile und .tv eine überlebenfähige Symbiose, ohne sich selbst zu kannibalisieren und ohne obendrein als Finanzier des Kannibalismus geplündert zu werden?-
- http://www.turi2.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 16.19:20
Lieber Thomas Kosinki, hier bin ich d'accord. Der Tod von "Vanity Fair" hat nur die Gestrigkeit eines bestimmten Konzeptes ("viel Geld anfassen, um nohc mehr Geld zu verdienen" bewiesen. Print schlank lebt - hoffentlich noch lange.
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- http://www.woobby.com
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 13.07:51
PR-mäßig wirklich nicht unbedingt eine Glanztat von Jonathan Newhouse bei Condé Nast. Hab vor einigen Wochen noch das ausführliche Interview mit ihm in der FAZ gelesen. Und war (dummerweise) beeindruckt von der Strategie dieses kapitalmarktabhängigen Familienunternehmens - langfristiges Denken etc.
Tja, was interessiert mich das Geschwätz von gestern... Aber die Fakten (nur 114.000 verkaufte Exemplare zuletzt) sprechen auch nicht unbedingt für die Existenzberechtigung des Produktes.
Hier kann jeder - der Spass dran hat - seine persönliche Rangliste des Scheiterns aufstellen:
http://de.woobby.com/result/show/35605-Vanity-Fair-eingestellt-10-Gruende-warum-das-Magazin-gescheitert-ist
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- http://twitter.com/tobiasrocks
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 13.07:53
»Der Medienkonsum individualisiert sich, bis hin zum "Ich-Medium" Social-Network, wo nur konsumiert wird, was unmittelbar betrifft.« Und viel schlimmer noch: was dem »Ich-Medium« interessiert.
Ein guter Diskussionsansatz, abweichend von dem eigentlich hier gestelltem Thema, was ein individualisierter Medienkonsum, in einer Zeit, in der alles wähl- und bestimmbar ist, für eine Gesellschaft und ihrer Meinungsbildung bedeutet; wenn der Zugang nur noch zu Themen gefunden wird, die einen persönlich gefallen bringen. Das Blättern in einem General-Interest-Magazin lässt den Blick auch auf andere Themen schweifen und hilft der Horizonterweiterung (letzteres trifft dann auf die Vanity Fair dann doch nicht zu).
Froh stimmt mich allerdings, dass mein lieblings General-Interest-Magazin, »die Zeit«, in vollem Saft und Kraft steht. Setzt sich Qualität dann doch durch?
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- http://www.woobby.com
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 13.10:03
meinte natürlich "kapitalmarktunabhängiges Familienunternehmen" - Freudscher Vertipper - denn am Ende, war es wahrscheinlich doch der Kapitalmarkt, der entscheidend war...
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 13.14:46
Ab sofort heißt es wieder, für jeden Bereich ein Magazin kaufen. Die Woche, Wirtschaft/Politik, Leute, Fashion & Lifestyle, der kleine Wissenschaftsteil, Rätsel und Horoskop, wirklich Schade. 2 Euro werden ab sofort wieder 10 Euro am Kiosk.
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 13.18:33
Die Tatsache, dass binnen weniger Minuten bei turi2.de so kontrovers über ein wohl entbehrliches Magazin diskutiert wird, zeigt doch nur, dass Peter Turi hat mit seiner These:
>Der Medienkonsum individualisiert sich, bis hin zum "Ich-Medium" Social-Network, >wo nur konsumiert wird, was unmittelbar betrifft.
vollkommen recht.
Turi2.de ist meiner Meinung der erfolgreiche Beweis, dass Online funktioniert, wenn man es nur perfekt positioniert und konsequent an den Bedürfnissen seiner Nutzer ausrichtet. Das ist eine beispielhafte unternehmerische Leistung eines Ex-PRINT-Menschen. Dass dafür die Strukturen in Verlagen und Medienunternehmen noch weit entfernt sind, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.
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- http://arm.in
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 13.58:17
@Thomas Goette: 114.000 verkaufte Exemplare? Da wären die noch froh gewesen. Der Einzelverkauf war lediglich im ersten gemeldeten Quartal sechsstellig und hat IV/2008 mit 75.000 Heften seinen Tiefststand erreicht. Und der war für Newhouse auch schon absehbar, als er mit an Ignoranz grenzender Arroganz tönte, mit dem Blatt sei alles in Ordnung.
Und was die Abo-Zahlen angeht, die das Heft über die 100.000er-Marke gehievt haben: Es glaubt doch bitte nicht irgendjemand auch nur im Ansatz, dass diese Abo-Zahlen nicht durch teuer bezahlte WBZ-Tricksereien geschönt waren, oder? Wo gibt's denn ein Magazin, dass am Kiosk völlig versagt, aber dann 40.000 Abos schreibt?
Das Heft hatte von der ersten Ausgabe an Null Chance, nur wollte man sich das nicht eingestehen. Mir ist kein einziges Beispiel bekannt, bei dem ein Magazin nach anfangs hundsmiserablen Ergebnissen plötzlich zum Höhenflug angesetzt hätte (und 200.000 verkaufte bei 500.000 gedruckten und 1 Euro Copypreis sind "hundsmiserabel"). Einzig Joy hat ein "Wunder" geschafft. Aber auch nur, weil das relaunchte Heft weder vom Inhalt noch vom Format das geringste mit dem früheren Titel zu tun hatte.
Ich weine VF keine Träne nach. Das Blatt war völig überflüssig und deshalb erfolglos. -
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 14.43:36
Herausgeber und Chefredakteur machen sich rechtzeitg vom Acker, bringen ihre Schäfchen ins Trockene. Aha. Ehrlich gesagt, es gab schon viele Hefteinstellungen, aber eine solche Dreistigkeit ist beispiellos.
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- http://www.feinrippundkorn.de
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 15.01:54
Sein wir mal ehrlich, das Magazin war wirklich schlecht. Fade Texte, langweilige Fotostrecken (Til Schweiger) und eine im höchsten Maße alberne Attitüde. Auf nimmer Wiedersehen.
http://www.feinrippundkorn.de/?p=197
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- http://agxcd
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 15.10:18
@hering: Ich danke Dir und manchem Vorredner! Es gibt Sie noch, im Lager der IMM's (irgendwas mit Medien), die sich ihren Blick für das Wesentliche erhalten haben - und vor allem den Mut, sich dazu öffentlich auch gegen die vermeintliche Mehrheitsmeinung so genannter "Experten" und Fachkollegen zu bekennen. Und die Dinge ohne falsche Rücksicht auf eigenes Pöstchen, Hierarchien, Kunden und potenzielle berufliche wie private Steigbügelhalter beim Namen zu nennen. Es ist Hoffnung!
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 18.25:41
Ich finde es schade um Vanity Fair, aber es war abzusehen. Ein Wochentitel in diesen Zeiten: hirnrissig und wirtschaftlich nicht darstellbar! Ich hätte mir von Anfang an einen Monatstitel mit kleiner und feiner Redaktion gewünscht - und zunächst mal weniger "tam tam".
Aber was soll man jetzt unterhaltsames, bebildertes lesen an einem verregneten Wochenende? Bunte? GQ? Gala? Stern? Abendzeitung? Für Neon bin ich zu alt. Dann geh ich halt wieder ins Internet, auch wenn ich meine google-startseite manchmal nicht mehr sehen kann... -
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 20.24:31
zwei fehler. von anfang an. erstens: posh. selbstverliebt, zeitung für mich, nicht für leser. zeitung als glied. mannschaft? egal. zweitens: wöchentlich. italien ist nicht deutschland. deutschland verachtet seine stars. deutschland schwätzt nicht gerne.
meine gedanken bei der mannschaft, die versuchte umzudrehen: pfeifer, michaelsen, fischer, die anderen.
und: häme ist nicht angebracht, die nächsten trifft es bald.. -
- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 22.35:52
Ich bin die Zielgruppe von Ex-VF! Deshalb habe ich mich im Februar 07 sehr gefreut, als das erste schwarze Cover um die Seite 1 im Handel war. Tolle Idee, dachte ich...Auch noch um 1 Tag den EVT vorgezogen, schlau...Gesehen, gekauft, 1 Euro, wieso nicht... Im Büro der Schock: Umgeblättert und auf Seite 1 war Cowboy-Til mit Gartenschlauch, oh nein, dachte ich. Ein neues Homo- oder Frauenmagazin, oder was? Ne, das will ich nicht, flach, kraftlos, blutleer, unsexy. All das war für mich VF. Das wars, ich habs nie wieder gekauft, weil ich nicht wusste, was München/Berlin wollte...Chance vertan... Nicht mal die 52 Ausgaben für 52 Euro-Aboangebote haben mich gelockt. Ich habs einfach nicht gebraucht, leider. Ich hätte mir gewünscht, dass VF etwas die FocusSternGalaBunte-Liga aufgemischt hätte. Was bleibt? Nix, außer ca. 200 mm mehr Platz im Kiosk-Regal...Die anderen rücken jetzt wieder enger und heuchlerisch zusammen! :-)
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- Mittwoch, 18. Feb, 2009 @ 22.37:38
Zur Erwartbarkeit dieser Nachricht ist eigentlich alles schon gesagt, und auch zur Qualität dieses Heftes, die ja bei dessen Markteinführung schon lang und breit besprochen wurde. Das Heft hat ja kurz nach der Einführung keiner mehr ernstgenommen Trotzdem hat es etwas morbide Faszinierendes, dieses plötzliche Aus, nach all den Dementis.
Dicken Knutscher für Turi zu seinen präzise beobachteten Kommentaren! -
- Donnerstag, 19. Feb, 2009 @ 22.46:21
Einigen Protagonisten der kurzen Redaktionshistorie wünschte man eigentlich, den Abgrund hinab nachrufen zu können: "Hochmut kommt vor dem Fall". Wäre es nur nicht so, dass der Gemeinte von noch weiter oben zurück flüsterte: "Denkste".
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- http://www.beichthaus.com
- Freitag, 20. Feb, 2009 @ 17.47:52
Wirklich schade. Hätte man nur ein wenig die Strategie geändert, wäre das Blatt auch in schlechten Zeiten erfolgreich. Eine monatliche dicke Ausgabe hätte ausgereicht.
PeterSchwierz
Pro




















Na ja, wer eins und eins zusammen zählte, konnte wirklich zu dem Ergebnis kommen, dass das Magazin todgeweiht war.