vanity-fair-tot-450Print zerrinnt - immer schneller: "Vanity Fair", das letzte große Print-Abenteuer, das Magazin für gehobenen Klatsch, für die "Shakers und Movers", wird eingestellt. Wenig überraschend für Leser von turi2 - und allen wortreichen Dementis zum Trotz. Viele Leser, zahlreiche Anzeigenkunden, aber vor allem die Macher - Bernd Runge, Ulf Poschardt, Nikolaus Albrecht - hatten sich schon länger verabschiedet von dem mit großen Erwartungen gestarteten Wochenmagazin. Noch im Dezember, beim Abgang von Verlagschef und "Vanity Fair"-Erfinder Runge, wurden heilige Eide auf eine Fortsetzung des Magazins geschworen. Die vollmundige Bestandsgarantie von Jonathan Newhouse war das Papier nicht wert, auf das mancher sie druckte. Die aktuelle Wirtschaftskrise, der globale Trend gegen Print und die handwerklichen Fehler von Verlag und Redaktion haben der deutschen "Vanity Fair" den Garaus gemacht.
kress.de, meedia.de, turi2.de (Background)