Romanus Otte geht mit der Zeit: Der Vize-Chefredakteur der "Welt am Sonntag" machte seinen Springer-internen Wechsel zu Welt Online nicht mit einer langweiligen Presseinfo, sondern kurz und knapp per Twitter (twitter.com/romanusotte) bekannt. interview2poweredby300Für Otte ist der Wechsel ins Web nur konsequent: "Online ist als journalistisches Medium erwachsen geworden", sagt der frisch gebackene Vize-Chefredakteur von Welt Online im Interview mit dem Branchenfernsehen turi2.tv beim media coffee von news aktuell in Berlin. Das Internet, meint Otte, "fasst alle Möglichkeiten zusammen": Text, Bild, Bewegtbild, Ton, Erscheinung, viel mehr Emotion und vor allem die Beteiligung der Nutzer. Auch Politik sei daher im Web ganz anders zu vermitteln. Auch wenn sich Romanus Otte nicht als Web-Fanatiker bezeichnen lassen will, sieht er im Netz für Print-Journalisten die "Befreiung von der Druckmaschine". Redaktionsschluss, Andruckzeiten und Logistik? Alles kein Thema mehr. Das Netz habe zudem "erste journalistische Stars" hervorgebracht: Mathias Müller von Blumencron, Wolfgang Büchner oder Henryk M. Broder. Warum die Büchners (bald dpa) und Blumencrons ("Spiegel") trotzdem zurück an die Druckmaschinen gehen? "Sie verbinden Print und Web nun stärker als je zuvor", glaubt Romanus Otte. Ob der Welt Onliner irgendwann auch wieder Papier produzieren will - ein Klick ins Videofenster verrät's. Wer die vier Minuten mit Romanus Otte im Vollbild-Modus sehen will, klickt auf den Button neben der Lautstärke.
sevenload.com (dieses Video bei Sevenload - mit Möglichkeit zum Einbetten)

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Carlo Imboden Button Carlo Imboden geht mit den Zeitungsmachern hart ins Gericht. Der Schweizer Medienberater ermittelt mit dem von ihm entwickelten "Readerscan"-Stift, was Leser von Print-Titeln wollen - und stellt eine "große Distanz" fest zu dem, was die Journalisten produzieren.
Video-Interview Carlo Imboden, 7.4.2009

Kajo_WasserhoevelKajo Wasserhövel bloggt, twittert und pflegt ein Facebook-Profil mit über 900 Freunden. Der SPD-Bundesgeschäftsführer organisiert den Wahlkampf seiner Partei schwer zweinullig. Das Web werde "mächtiger, breiter und bunter", meint Wasserhövel. Der Infostand vor der Sparkasse sei trotzdem nicht out.
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