Peter Wippermann hat in seinem Trendbüro in Hamburg zwar nirgendwo eine Kristallkugel,
aber in die Zukunft guckt der Trendforscher trotzdem gern. Auf die Verlagsbranche sieht Wippermann im Interview mit dem Branchenfernsehen turi2.tv wichtige Veränderungen zukommen: "Print muss dichter, wertiger, ja nerdiger werden", sagt Wippermann. Die Plattform-Strategie der Autoindustrie - größere Volumen, weniger Kreation - sei kein gutes Vorbild.
"Stärkere Beziehungen zu den Lesern" und "Qualität statt Quantität" seien gefordert, denn: Mit Printprodukten ist's wie mit Pferden: Man braucht sie nicht mehr zum Transport, aber sie sind als Luxusobjekt begehrt. "Wer eine pointierte Geschichte erzählen kann und ein Haltung zur Welt hat, der wird gewinnen. Wer glaubt, mit Daten-Übermittlern wie dem Internet konkurrieren zu können, der verliert." Warum Wippermann, Jahrgang 1949, selbst vom Trend zur "zweiten Pubertät" erfasst wurde - einfach ins 6-Minuten-Video klicken.
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Cem Basman wollte Kameramann werden, wurde Informatiker - ein großer Fehler, wie er sagt - und ist heute passionierter Gründer, Blogger und Twitterer. Zu seiner Beeerdigung wünscht er sich eine fröhliche Strandparty ohne traurige Reden.
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Karl-Heinz Ruch glaubt, dass alle Zeitungen künftig ganz ohne oder zumindest mit deutlich weniger Anzeigen auskommen müssen. Der Geschäftsführer der "taz", die mit 30 Jahren jetzt erwachsen ist, ist aber sicher, dass die Leser bereit sind, für Qualitätsjournalismus zu zahlen.
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Sehr geehrter Herr Wippermann,
"Print" muss überhaupt nichts mehr werden, "Print" ist tot. Sie brauchen doch nur einen Blick in die USA zu werfen, dann haben Sie das Zukunftsszenario gleich vor Augen. Für Printmedien besteht in der digitalen Gesellschaft keinerlei Daseinsberechtigung mehr (zu langsam, keine Interaktivität, zu teuer, fehlende Themenfilterung, usw. usw.)
Wer den Printmedien noch eine Zukunft einräumt hat nicht verstanden wo die Reise hingeht. Aber ich höre die Verlage schon nach einem "Rettungsschirm" schreien :-D