Zahl des Tages: Nur noch 1 bis 2 Reiserufe pro Woche werden noch über die Hörfunksender der ARD verbreitet. In Zeiten, als noch nicht jeder ein Handy dabei hatte, waren es 30.
fr-online.de
-- Textanzeige --
Bertelsmann steuert sicher durch die Wirtschaftskrise und stellt sich mit einem Kostenprogramm schlank und effizient auf.
Hier geht es zur Pressemitteilung: www.bertelsmann.de
- NEWS -
WAZ-Gruppe verkauft ihre Anteile an der österreichischen "Kronen Zeitung" nun doch nicht. Der Verlag konnte sich mit der Dichand-Familie nicht einigen, nachdem diese plötzlich weniger als die schon vereinbarten 200 Mio Euro zahlen wollte.
spiegel.de, derstandard.at (Interview mit WAZ-Manager Nienhaus)
Springer startet Ableger seines Programmies "Hörzu": Am 29. Oktober erscheint erstmals das Wissensmagazin "Hörzu Wissen". Das Heft erscheint alle zwei Monate und kostet 3,50 Euro.
new-business.de, axelspringer-mediapilot.de (PDF-Präsentation)
Constantin könnte das DSF mit Sport1.de verschmelzen, um das Gemeinschaftsunternehmen dann besser verkaufen zu können, mutmaßt Kai-Hinrich Renner. Als Interessent gilt der Disney-Ableger ESPN.
abendblatt.de
Pilawa-Wechsel zum ZDF womöglich geplatzt: Am Wochenende sollte eine Entscheidung fallen - angeblich hat sich der ARD-Aushänge-Moderator doch gegen einen Wechsel nach Mainz entschieden.
quotenmeter.de, sueddeutsche.de
Time startet mit Vermarktung seiner Social-Media-Angebote: Erster Kunde ist Siemens, das den Twitter-Kanal und das Facebook-Profil der Zeitschrift sponsort.
paidcontent.org
chiPhone: Apple will sein iPhone noch in diesem Jahr in China verkaufen. Die Geräte werden über den Provider China Unicom vertrieben, müssen aber modifiziert werden, da W-Lan in China verboten ist.
wsj.com, digitalfernsehen.de
-- Textanzeige --
Mit Marke aus der Krise: Im neuen Buch "Das Diktat der Markenführung" verraten führende Experten wie Prof. Franz-Rudolf Esch oder Jürgen Kindervater, wie man auch in schwierigen Zeiten Charakter bewahrt. Video-Interviews und Leseprobe: www.brandoffice.com
- ECHO -
Meistgeklickter Link am Freitagmorgen: NDR wirft Fernsehfilm-Chefin wegen Vetternwirtschaft raus.
sueddeutsche.de
- ZITATE -
"Bei YouTube gibt es, sehr zerstreut zwar, oft brillante Dinge, und die werden vollkommen neu erfunden, ohne jede Programmdirektion."
"Ich schwöre Ihnen, dass online schon eins meiner Ideale gewesen ist, noch ehe ich wusste, dass es online je geben würde."
Nischen-TV-Produzent Alexander Kluge hält Online für eine Revolution.
sueddeutsche.de
"Es ist ja nicht leicht auszuhalten, dass jeder denkt, die wäscht sich nicht, die ist tierisch behaart, und ganz sicher hat sie Hämorrhoiden."
Die neue "3 nach 9"-Moderatorin Charlotte Roche will das Schmuddel-Image, das sie durch ihren Erfolgsroman "Feuchtgebiete" hat, abschütteln.
spiegel.de
- BACKGROUND -
Twitter kannte erste Prognosen der Landtagswahlen schon weit vor 18 Uhr. Die ARD schließt aus, undichte Stellen zu haben. Bundeswahlleiter Roderich Egeler fürchtet Vorab-Ergebnisse nun auch zur Bundestagswahl und warnt vor Wahl-Beeinflussung.
spiegel.de, nice-bastard.blogspot.com, presseportal.de (ARD-Stellungnahme)
Spiegel Mitarbeiter-KG ändert ihre Satzung: Einem Anteilsverkauf müssen statt zwei Dritteln künftig drei Viertel der Stillen Gesellschafter zustimmen. Pauschalisten und freie Mitarbeiter müssen nicht mehr als Stille Gesellschafter aufgenommen werden.
horizont.net, meedia.de
Affäre Heinze ruft auch die Staatsanwaltschaft auf den Plan. Die inzwischen suspendierte NDR-Fernsehfilmchefin Doris J. Heinze soll nicht nur ihrem Ehemann, sondern auch einer Agentin Aufträge zugeschanzt haben.
abendblatt.de, spiegel.de, sueddeutsche.de, faz.net
Jörg Kachelmann in der Kritik: Weil seine Firma Meteomedia den Markt beherrscht und auch immer mehr öffentliche Stellen sich auf deren Wetter-Prognosen verlassen, kürzt die Bundesregierung dem staatlichen Deutschen Wetterdienst die Mittel.
faz.net
Hardcover-Bücher vor dem Aus? Hachette-Verleger Arnaud Nourry warnt davor, dass die Preissenkungen bei eBooks auch die Preise für traditionelle Bücher in den Keller ziehen könnten.
ft.com
-- Textanzeige --
Im Anfang war das Wort und das Wort ist weiß Gott nicht die schlechteste Art, eine frohe Botschaft zu verbreiten. Für nur 300 Euro erreichen Sie mit einer Textanzeige auf turi2 über 25.000 Medien-, Meinungs- und Markenmacher.
turi2 - schneller schalten
- DEBATTE -
Hans Leyendecker beklagt das kranke ARD-System. Wenn Korruption wie im Fall der geschassten NDR-Fernsehfilmchefin Doris Heinze jahrelang vertuscht werden kann, ist den öffentlich-rechtlichen Kontrolleuren "offenkundig der Durchblick völlig verloren" gegangen. Es fehle ein wirksames Compliance-System, bei dem Mitarbeiter Verstöße ohne Angst vor Auftragsentzug melden können.
sueddeutsche.de, faz.net (Artikel mit ähnlichem Tenor von Claudius Seidl)
- bigtrends: young brands.young media -
Jugendmarketing: Die Mehrheit der Jugendlichen gehört zu den Hedonisten, so eine Milieustudie des Landesjugendrings Hamburg. Mit Kreativ-Wettbewerben in Social Networks kann man sie gut ansprechen.
bigtrends.de
- BASTA -
Noch schlimmer als ihr Ruf: Eine arbeitslose Bankerin bloggt über ihr Lotterleben seit dem Rauswurf und löst damit eine Debatte an der Wall Street aus. Manche Leser fordern gar, sie wieder einzustellen, um ihren Absturz zu stoppen.
ftd.de
heute2 - Nachrichten für Medienmacher von Freitagnachmittag lesen.
heute2 erscheint zweimal täglich, gegen 8 und 17 Uhr. Bitte besuchen Sie neben unserer Website turi2.de auch das Branchenfernsehen turi2.tv, das Handy-Angebot turi2.mobi und die Twitterseite twitter.com/turi2. Für ein kostenloses E-Mail-Abo einfach eine Mail an abo@turi2.de schicken.
"Bei YouTube gibt es, sehr zerstreut zwar, oft brillante Dinge, und die werden vollkommen neu erfunden, ohne jede Programmdirektion."
"Es ist ja nicht leicht auszuhalten, dass jeder denkt, die wäscht sich nicht, die ist tierisch behaart, und ganz sicher hat sie Hämorrhoiden."
Hans Leyendecker beklagt das kranke ARD-System. Wenn Korruption wie im Fall der geschassten NDR-Fernsehfilmchefin Doris Heinze jahrelang vertuscht werden kann, ist den öffentlich-rechtlichen Kontrolleuren "offenkundig der Durchblick völlig verloren" gegangen. Es fehle ein wirksames Compliance-System, bei dem Mitarbeiter Verstöße ohne Angst vor Auftragsentzug melden können.


















Die ARD schließt undichte Stellen aus? Dann blieben immer noch das ZDF, die Forschungsgruppe Wahlen, dimap-infratest und alle Politiker, die auch von der ARD bereits zwischen 15 und 16 Uhr erste Prognosen aus Wahlnachfragen erhalten.
Abgesehen davon hat die für die ARD tätige infratest dimap im Januar noch behauptet: „Bei unserer Wahlberichterstattung, also auch der Prognose am Wahlabend, handelt es sich um eine exklusive Auftragsarbeit für die ARD und ihrer angeschlossenen Anstalten (auch den Hörfunk). Wir bedienen darüber hinaus am Wahltag keine anderen Medien und verweisen bei Anfragen immer auf die ARD. Die Tageszeitungen zitieren meines Wissens immer die Ergebnisse aus dem Fernsehen und verweisen dann auch schon auf eine der frühen Hochrechnungen“, so infratest-Sprecherin Irina Roth.
Und Dr. Joachim Görgen vom ARD-Referat der HA Intendanz beim SWR in Stuttgart schreibt mir ebenfalls im Januar: „Sie hatten bei der Pressestelle der ARD angefragt, ob die ARD ihre Prognose-Zahlen bei Wahlen anderen Medien vorab zur Verfügung stellt. Die Antwort ist ein klares 'Nein'. Die ARD arbeitet exklusiv mit Infratest Dimap in Berlin zusammen, so wie das ZDF mit der Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim. Zusammenarbeiten heißt: Die ARD hat mit dem privaten Unternehmen Infratest Dimap einen Vertrag über eine Dienstleistung und muss entsprechend auch dafür bezahlen. Deshalb können Sie davon ausgehen, dass die ARD kein Interesse haben kann, diese Zahlen vor 18 Uhr weiterzugeben. Die Uhrzeit ergibt sich übrigens daraus, dass um 18 Uhr die Wahllokale schließen, und die Wähler nicht 'in letzter Minute' beeinflußt werden sollen durch Prognosen zum Wahlausgang.“
Als ob sie beide nicht wüßten, daß die Tageszeitungen keineswegs die Ergebnisse aus dem Fernsehen zitieren, sondern bereits vorab um 17 Uhr vertraulich informiert werden.
Und als sie beide nicht wüßten, daß die Parteien bereits Stunden vorher Exit-Poll-Prognosen ganz offiziell erhalten.
Wem soll man da noch glauben?