Deutsche_postGelbe Idee: Die Deutsche Post erwägt, eine neue Vertriebssparte für Medienlogistik zu gründen, die Printprodukte von Druckereien zu Grossisten, Bahnhofsbuchhandel, Lesezirkeln und Sonderverkaufsstellen transportiert. Post-Vorstand Lutz Glandt, ehemaliger WAZ-Geschäftsführer, will damit das Vertriebsgeschäft aufbrechen, das momentan von den beiden Unternehmen Logwin und Ohl Logistics dominiert wird. "Wir prüfen den Einstieg in dieses interessante Geschäftsfeld. Als Logistiker sind wir der Meinung, dass wir das können", sagt Konzern-Sprecher Uwe Bensien gegenüber dem Fachblatt "w&v". Offenbar motiviert ein Deal aus Großbritannien die Post zu den Überlegungen: Vergangene Woche erhielt der Post-Ableger DHL Supply Chain von Rupert Murdochs News Corp den Auftrag, den Transport von Zeitungen wie "Times" und "Sun" von den Druckereien zu den Grossisten zu übernehmen. Der Vertrag läuft zunächst fünf Jahre, es geht um 25 Mio Zeitungsexemplare pro Woche. Experten schätzen das Marktvolumen für das Zeitschriften-Speditionsgeschäft auf rund 300 Mio Euro jährlich – kein Wunder, wenn das gelbe Unternehmen da ein Stück vom Kuchen abhaben will. Bereits heute besorgt die Post die Logistik der "FAZ". Im Sommer gab es zudem Meldungen, die Post habe sich für die Logistik von Springers "Bild" beworben.
"w&v", 46/09, S. 10, wuv.de (Kurzfassung), dnv-online.net (Background "Bild"-Logistik)

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