Lierhaus_FernsehlotterieKein Platz an der Sonne: Der "Spiegel" sieht die TV-Moderatorin Monica Lierhaus auf der Abschussliste der ARD-Gremien - und gerät wegen einer überzogenen Formulierung selbst in die Kritik. Denn nicht, wie vom "Spiegel" am Sonntag morgen zunächst gemeldt, die Gremienvorsitzendenkonferenz "empfiehlt", Lierhaus "als Werbebotschafterin bei der Fernsehlotterie auszuwechseln" gegen einen ehrenamtlichen Werbebotschafter, sondern nur einzelne Mitglieder des Gremiums, wie der "Spiegel" in einer korrigierten Onlinefassung einräumen muss. Bereits acht Wochen her ist zudem die Gremien-Konferenz, auf der Kritik formuliert wurde an dem Vertrag mit 450.000 Euro Jahresgage für Lierhaus. Der "Spiegel" entschärfte seine Meldung online nach mehreren Dementis der ARD stillschweigend. Springers "Bild", ohnehin fest auf Lierhaus' Seite, kritisiert nun seinerseits den "Spiegel" und sieht ein "Mieses Spiel mit kranker Monica Lierhaus". Die Kritik am Werbevertrag der ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" hält aber an. "Bei uns kommt Ihr Geld auch dort an, wo es am nötigsten ist", wirbt die TV-Lotterie. "Ist es am nötigsten bei Monica Lierhaus?" fragt "WAZ"-Redakteur Preuß polemisch. Die ehemalige "Sportschau"-Moderatorin hatte am 22. Mai zum ersten Mal die ARD-Fernsehlotterie "Ein Platz an der Sonne" moderiert. Ihre Verpflichtung wurde mit Kritik am hohen Honorar kommentiert, es gab aber auch Sympathiebekundungen, denn schließlich ist Lierhaus vom Schicksal arg gebeutelt: Die 41-Jährige war Anfang 2009 nach einer Hirnoperation ins Koma gefallen. Erst vor Kurzem war sie beim Treppensteigen gestürzt und hatte sich fünf Rippen gebrochen, so dass ihr Weg zurück zu einem Platz an der Sonne ohnehin schwierig ist. (Foto: dpa)
spiegel.de, bild.de, stern.de, sueddeutsche.de (Dementi), bildblog.de (Spiegel-Schelte), presseportal.de (Kommentar)

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