Steve JobsDer Chef als Wolkenschieber: Am kommenden Montag wird der charismatische Apple-Gründer Steve Jobs den lange erwarteten Streaming-Musikdienst iCloud und das neue mobile Betriebssystem iOS 5 für iPads und iPhones auf der Bühne der Entwicklermesse WWDC vorstellen. iCloud soll dabei den Segen der großen Musiklabels haben, berichtet das "Wall Street Journal". Der ernsthaft erkrankte Steve Jobs hatte sich eigentlich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen und die Öffentlichkeit gemieden. Ungewöhnlich ist auch, dass Apple auf die gewohnte Geheimnistuerei verzichtet. Jobs ist vermutlich stolz darauf, die Rechteverhandlungen mit den großen Musiklabels Warner, Sony, EMI und Universal erfolgreich geführt zu haben. Mit den hartleibigen Musikvertretern hat er seit Gründung von iTunes jahrelange Erfahrung. Nun kann Apple wohl den ersten Musikdienst aus der Datenwolke präsentieren, der den Segen der Plattenlabels hat - der Amazon und Google für ihre Dienste noch fehlt. Erwartet wurde ein Streaming-Musikservice von Apple eigentlich schon seit der Übernahme des Musikportals Lala.com im Jahr 2009. Inzwischen hat Apple fleißig gearbeitet, unter anderem wurde ein teures Datencenter in North Carolina hochgezogen, das mit der erwartet hohen Menge an Musikstreams auch klarkommt. Vorteil für den Nutzer von iCloud: Erworbene Musikstücke sind nicht mehr an ihre physische Speicherung auf bestimmten Geräte gebunden, sondern können jederzeit aus der Datenwolke im Internet abgerufen werden.
wsj.com, mashable.com, focus.de, nytimes.com, techcrunch.com, apple.com (PM)

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