Murdoch-BSkyBZum Äußersten bereit: Rupert Murdoch soll für sein Ziel der Komplett-Übernahme des britischen Pay-TV-Anbieters BSkyB sogar bereit sein, seine verbliebenen britischen Zeitungen zu verkaufen. Nach einem Bericht von Murdochs Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" soll der Medientycoon bereits vor Wochen diskret nach einem Käufer für seine Zeitungen "Sun", "Times" und "Sunday Times" gesucht haben. Allerdings habe sich angesichts rückläufiger Auflagen kein Käufer gefunden. Jetzt soll die Option erneut auf den Tisch kommen. Derweil wächst nach dem Abhörskandal von Murdochs "News of the World" der Widerstand gegen die BSkyB-Übernahme - die gesamte britische Regierung steht inzwischen gegen Murdoch: Die Konservativen von Premierminister David Cameron wollen sich ebenso wie die mitregierenden Liberaldemokraten dem Antrag der oppositionellen Labour-Partei anschließen und Murdoch zum Rückzug von seinen BSkyB-Plänen auffordern. Damit stehen 95 Prozent der Abgeordneten im britischen Unterhaus gegen Murdoch. Die heutige Abstimmung ist zwar nicht bindend, erhöht den politischen Druck auf Murdoch aber enorm. Es könnte also sein, dass sich die rasche Einstellung von "News of the World" als vorschnelles Bauernopfer erweist, dessen eigentliches Ziel, die Übernahme von BSkyB, Murdoch trotz aller Bemühungen nicht erreicht.
wsj.com (Zeitungsverkauf), ftd.de, sueddeutsche.de, nzz.ch (politischer Gegenwind)

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