applestore-iphone-nicht-verfügbarSaurer Apfel: Im Patentstreit mit Motorola Mobility zieht Apple in Deutschland vorläufig den Kürzeren. Das Landgericht Mannheim verhängte heute ein Verkaufsverbot für alle älteren Modelle des iPhones sowie alle iPads mit UMTS-Modul - es gilt allerdings nur im Online-Shop von Apple, über die stationären Apple-Stores sowie über autorisierte Händler sind alle Geräte weiterhin verfügbar. Zudem will Apple das Urteil anfechten. Grund für das lückenhafte Verbot: Nur gegen die Betreiberfirma des Apple-Shops, die Apple Sales International mit Sitz in Irland, hatte Motorola geklagt. Stein des Anstoßes ist ein Patent von Motorola, das zum Grundstock des GPRS-Datenfunkstandards gehört. Motorola, das gerade vom Apple-Erzrivalen Google übernommen wird, lehnt es bislang ab, das Patent zu "fairen Konditionen" auch Konkurrenten zugänglich zu machen, klagt Apple. Bereits im Dezember erwirkte Motorola ein Verkaufsverbot für iPhones und iPads in Deutschlands. Das Landgericht Mannheim forderte jedoch eine Sicherheit in Höhe von 100 Mio Euro für den Fall, dass Apple Schadenersatz fordert. Apple hatte sogar eine Sicherheitsleistung in Höhe von zwei Mrd Euro gefordert. Auch Apple selber mit Klagen gegen Konkurrenten schnell bei der Hand: Im Visier steht insbesondere Samsung, dessen Galaxy Tab laut Apple ein Plagiat des iPad ist.
spiegel.de, ftd.de, focus.de

weiter zu heute2: Bertelsmann, Burda, Ostfriesen-Zeitung. >>