Meltwater_APNachrichtenaggregator unter Feuer: Die AP erhebt vor einem Gericht in New York Klage gegen den Medienbeobachtungsdienst Meltwater und fordert Schadensersatz und Unterlassung wegen Verletzung seiner Urheberrechte. AP argumentiert, dass Meltwater AP mit Inhalten Konkurrenz macht, die eigentlich AP selbst gehören. Die Nachrichtenagentur nimmt Anstoß am Hauptprodukt der norwegischen Firma: Das Zusammenstellen von Schlagzeilen und die Auslieferung von Presseausschnitten an zahlende Kunden als so genannte "Meltwater News". Nachrichten-Websites und Printmedien werden in einer firmeneigenen Datenbank vorgehalten und zahlenden Abonnenten zu Recherchezwecken zur Verfügung gestellt. Das so genannte Scraping von 162.000 Nachrichtenquellen ist die Geschäftsgrundlage des Dienstleisters, der damit die digitale Version klassischer Ausschnittdienste betreibt. Laut AP sind wichtige Kunden von der Agentur zu Meltwater gewechselt, so die US-Heimatschutzbehörde und Lexis Nexis. AP-Chef Tom Curley spart nicht mit deftigen Worten: "Meltwater News ist ein parasitärer Vermittlungsdienst, der direkt mit traditionellen Nachrichtenquellen in Wettbewerb steht, ohne dabei Lizenzgebühren für die Deckung der Produktionskosten zu zahlen", gibt er sich als Vorreiter der freien Presse. Sollte sich die Ansicht vor Gericht durchsetzen, wird noch zu definieren sein, wie weit das Zitatrecht reicht und ob Content Scraping grundsätzlich lizenzpflichtig wird.
wired.com, paidcontent.org, mediapost.com, gigaom.com, ap.com (Pressemitteilung)

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