Google_Larry PageStreit eskaliert: Google verstößt mit seiner angekündigten Verknüpfung von Daten aus insgesamt 70 Google-Diensten nach Einschätzung der EU-Datenschutzbeauftragten gegen europäisches Recht. Zwei Tage vor Einführung der neuen Google-Strategie am 1. März bittet Isabelle Falque-Pierrotin, Chefin von Frankreichs Datenschutzbehörde CNIL, im Namen ihrer EU-Kollegen Google-Chef Larry Page in einem Brief um Aufschub - vergebens. Googles Datenschutzbeauftragter Peter Fleischer antwortet kühl und ablehnend: "Wir sind zuversichtlich, dass unsere einfache, klare und transparente Datenschutzregelung alle europäischen Datenschutzbestimmungen und -Prinzipien respektiert." Die neuen Google-Richtlinien sind auch deutschen Datenschützern ein Dorn im Auge: Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar hält die Verknüpfung von Informationen aus verschiedenen Datenbanken in einem Nutzerprofil für grundsätzlich bedenklich. Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix befürwortet ein Bußgeld gegen Google: "Es geht nicht darum, wie hoch die Geldstrafen sind, sondern wie hoch der öffentliche Imageverlust ist. Der könnte beträchtlich sein." Auf einer Veranstaltung der Unternehmensinitiative ICOMP, die auch vom Google-Rivalen Microsoft unterstützt wird, in Berlin versuchte Google-Vertreter Ralf Bremer zu beschwichtigen: "Wir nehmen die Bedenken von Datenschutzbeauftragten sehr ernst, Google steht für Transparenz". (Foto: dpa)
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