kirch-deutsche-bank dpaLeo, der Kampf geht weiter: Der Vorstand der Deutschen Bank hat die vom Richter vorgeschlagene Vergleichszahlung von rund 800 Mio Euro abgelehnt - und damit Berichte von Mitte Februar über einen bevorstehenden Vergleich als voreilig entlarvt. Die Deutsche Bank will den Kampf mit den Erben von Leo Kirch um eine Entschädigung für die unterstellte Mitschuld der Bank an der Kirch-Pleite auch zehn Jahre nach der Insolvenz weiterführen. Der größte Prozess um die teuerste Insolvenz der deutschen Nachkriegsgeschichte geht also weiter. Der Mammutprozess trifft somit die Nachfolger des Nachfolgers des beschuldigten Ex-Chefs Rolf Breuer, eine fast unendliche Geschichte. Der Vorstand der Bank habe den Vergleichsvorschlag "sorgfältig geprüft" und dann einvernehmlich abgelehnt, heißt es in einer knappen Erklärung der Bank. Zuletzt hatte ein Gutachten die Bank entlastet, Aktionäre hätten gegen einen Vergleich klagen können. "Handelsblatt"-Kommentator Peter Köhler rät der Deutschen Bank, jetzt "zweigleisig" zu fahren: Einerseits Gespräche, andererseits eine harte Linie ohne Scheu, das "letzte, ultimative Urteil" zu erstreiten. Einen Etappensieg hat die Bank dabei heute jedoch verpasst: In einem parallel laufenden Zivilverfahren lehnte das Gericht einen Befangenheitsantrag von Breuer gegen die drei Richter des Oberlandesgerichts München heute ab (Foto/Montage: dpa).
faz.net, welt.de, deutsche-bank.de, handelsblatt.com (Kommentar)

weiter zu heute2: Jalag, Springer, Landluft. >>