RosenstielPoynterVerzweifeltes Ringen um Geschäftsmodelle: 15 Jahre nach Beginn der digitalen Wende haben Amerikas Verleger immer noch keine neuen Geschäftsmodelle gefunden. Im Gegenteil: Für jeden Dollar, den sie im Netz verdienen, verlieren sie sieben Dollar im Printgeschäft, besagt die aktuelle Studie des Project for Excellence in Journalism am Pew-Forschungsinstitut. Die Forscher konnten interne Daten von 121 Zeitungen aus sechs Verlagshäusern auswerten. 38 Zeitungen gaben detailliert Auskunft über ihre Anzeigengeschäfte. Auch für die Zukunft sieht es kaum rosiger aus. "Die optimistischsten Projektionen sehen eine Kompensation der Printverluste durchs Digitalgeschäft binnen einiger Jahre voraus", sagt Projektleiter Tom Rosenstiel. Die Pessimisten bleiben dabei, dass das nie der Fall sein wird. Etliche der beteiligten Manager geben offen zu, dass sie keine Vorstellung haben, wann sich die Branche erholen wird. Die Defizite sind offenkundig: Nur 40 Prozent der Zeitungsverlage betreiben derzeit Targeted Advertising. 92 Prozent setzen auf klassische Banner als Haupteinnahmequelle und auf Kleinanzeigen. Videoanzeigen, die mehr einbringen, sind gut und schön, doch verkauft sie kaum jemand. Rettung ist nur in Sicht, soweit sich die Verlagskultur ändert, meinen die Autoren der Studie. Denn Zeitungen, die sich entschieden zur digitalen Vermarktung entschließen, die ihre Verkaufsabteilung eindeutig aufs neue Ziel einschwören und selbst Anfangsverluste in Kauf nehmen, haben eine bessere Chance, meint Rosenstiel. Ein namentlich nicht genannter Manager bringt es auf den Punkt: Die Schlacht werde auf der Straße gewonnen, meint er, bei den kleinen und mittleren Anzeigenkunden.
nytimes.com, guardian.co.uk, gigaom.com, poynter.org, journalism.org

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