ipad_ibooks_bookshelfAuf der Anklagebank: Ausgerechnet Apple soll in den USA in einem E-Book-Kartell gegen Amazon elektronische Bücher unnötig verteuert haben - doch Apple sieht sich als "Opfer von Verschwörungstheorien". Das US-Justizministerium droht fünf großen Verlagen sowie dem iTunes-Betreiber Apple mit einer Kartellklage. Die US-Verlage Penguin Group USA, Hachette Book Group, HarperCollins, Simon & Schuster und die Holtzbrinck-Tochter Macmillan sollen sich mit Apple auf hohe Festpreise verständigt haben. Ausgebremst werden sollte dabei Amazon, das mit Kampfpreisen wie 9,99 Dollar versucht hat, sein Lesegerät Kindle in den Markt zu drücken. Nach Berichten des "Wall Street Journal" bereiten Staatsanwälte die Klageschrift vor, während parallel mit den Betroffenen über einen Vergleich gesprochen wird, der ein langwieriges und teures Gerichtsverfahren vermeiden könnte. Apple wehrt sich in einer Stellungnahme und verteidigt sein Agenturmodell, sieht unnatürlich niedrige Preise von Amazon. Die EU-Kommission ermittelt bereits seit Dezember wegen wettbewerbsbehindernder Vereinbarungen. In den USA laufen Sammelklagen gegen dieses Vorgehen. Üblicherweise verkaufen US-Verlage ihre Bücher zu etwas der Hälfte des Verkaufspreises an den Handel, der dann die Preise frei gestalten kann. Apple drängt auf das Agenturmodell, in dem der Handel die Preise frei gestaltet und an Apple 30 Prozent Provision abführt. Damit dieses Modell ertragreich ist, sollen die Verlage (und Apple) die Preise künstlich angehoben haben. Es geht um ein wichtiges Wachstumsgeschäft: Die Umsätze mit E-Books verdoppelten sich im Jahr 2011 auf 970 Mio Dollar. Mit dem Siegeszug des iPad und anderer E-Reader sehen die Verlage ihre Existenz bedroht, wenn billige E-Books das Geschäft mit gedruckten Büchern kannibalisieren.
nytimes.com, wsj.com, paidcontent.org, handelsblatt.com, heise.de, theverge.com (Apple-Statement)

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