THomas Rabe, Bertelsmann BPK 2012 dpa550Thomas 2.0: Nach Jahren der Umsatzstagnation und des Schuldenabbaus sucht der neue Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Rabe, 47, einen Weg zu neuem Wachstum. Offensichtlich schließt er dabei, ähnlich wie sein geschasster Vor-Vor-Vorgänger Thomas Middelhoff die Kapitalbeschaffung durch einen Börsengang nicht mehr aus. Trotzdem soll die Familie Mohn die Macht bei Bertelsmann behalten - eine Umwandlung der Bertelsmann AG in eine gesellschaftsrechtliche Doppelkonstruktion soll's möglich machen: In der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) behalten die Mohns das Sagen, in der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) können Fremde investieren. Rabe würde Bertelsmann gern "wachstumsstärker, digitaler und internationaler" sehen. Raum dafür sieht er in China, Indien und Lateinamerika, bei Musikrechten, Digitalangeboten, Dienstleistungen und im Bildungssektor. Das Bertelsmann-Stammgeschäft in Europa, wo derzeit 80 Prozent des Umsatzes herkommen, ist auch 2011 durch Stagnation geprägt: Druck und DVD-Produktion sind sogar rückläufig, TV, Zeitschriften und Buch kommen kaum voran. Die Folge: Der Jahresgewinn des Konzerns sinkt für 2011 von 656 Mio Euro um 7 Prozent auf 612 Mio. Der Umsatz wächst um bescheidene 1,2 Prozent auf 15,3 Milliarden Euro. Bertelsmann bleibt extrem abhängig von seiner Cashcow RTL Group.
sueddeutsche.de, handelsblatt.com, kress.de, wuv.de

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