kinoto HandschellenAusweitung der Kampfzone: Nach ersten Urteilen mit Gefängnisstrafen gegen Betreiber des illegalen Film-Streaming-Anbieters kino.to ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch gegen die Werbevermarkter im Hintergrund. Im Fadenkreuz sind Vermarkter und Dienstleister, die Anzeigen zur Finanzierung der Seite gebucht und vermittelt haben. Wie Spiegel Online berichtet, hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch gezielte Razzien und Hausdurchsuchungen "in zehn Objekten in fünf Bundesländern" durchgeführt. Zwei Personen wurden "aufgrund bestehender Haftbefehle verhaftet" und befinden sich wegen der Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung in Haft. Einer der beiden soll der Betreiber eines in Rheinland-Pfalz ansässigen Affiliate-Dienstleisters sein. Laut SpOn-Informationen war er in der Vergangenheit Inhaber einer Domain, über die Musik- und Filme massiv unlizenziert verbreitet wurden. Die Werbeschaltungen, von denen auch kino.to profitiert haben soll, wurden nach bisherigen Erkenntnissen zentral von einem Dienstleister aus dem EU-Ausland gebucht und verwaltet. Da die deutschen Behörden auf ihn bislang keinen Zugriff haben, richtet sich die Aktion zunächst gegen in Deutschland ansässige Geschäftspartner, die Werbeschaltungen abgewickelt haben. Durch ein undurchsichtiges Netz von Maklern und Wiedervekäufern kann es vorkommen, dass auch Affiliate-Anzeigen seriöser Werbekunden auf illegalen Seiten landen und sie somit unfreiwillig zum Finanzier dieser Angebote werden.
spiegel.de

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