jauch und merkelDie Rache der Gremlins: Nach dem NDR-Programmausschuss kritisiert auch der ARD-Programmbeirat den ARD-Talkmaster Günther Jauch. In einem Papier, das der "taz" vorliegt, wirft das Gremium, in dem Aufseher aller ARD-Sender sitzen, Jauch vor, er hake "selten nach" und klebe an seinem "vorgefertigten Konzept". Jauch schüre mit "Suggestivfragen" teilweise "Politikverdrossenheit". Jauchs Sendung sei "mehr Show als politischer Talk" - eine "beunruhigende Entwicklung". Bei Frank Plasbergs "Hart aber fair" fehlt dem ARD-Programmbeirat der Biss, das "konfrontierende und hinterfragende Potential" werde von Plasberg nicht ausgeschöpft. "Man wünscht sich den hart aber fair nachfragenden Herrn Plasberg zurück", klagt der Beirat und bedauert das Fehlen von "härteren politischen Themen". Zudem moniert der Beirat "deutliche Schwächen in der Recherche" bei Jauch und Plasberg und sorgt sich um die "Glaubwürdigkeit der Formate". Das Outsourcing an "externe Produktionsgesellschaften" ist dem Programmbeirat ein Dorn im Auge. So bleibe "die geballte Kompetenz" der ARD-Redaktionen ungenutzt. Als Fazit spricht das Gremium sich für eine "Reduzierung der Talkangebote" aus.
taz.de

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