Schlechte Stimmung an der Zeitungsfront: Der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger Helmut Heinen gibt zu, dass die Leser der Zeitungen überaltern. "Es wird schwerer, jüngere Menschen als Käufer zu finden", sagt der Verleger der "Kölnischen Rundschau", die mit DuMont Schauberg verbandelt ist, im "FAZ"-Interview. Zudem berichtet er von "schmerzlichen Einbußen" im Anzeigengeschäft, "vor allem bei Großkunden". Das erste Halbjahr 2012 habe "unter ungünstigen Vorzeichen" gestanden. Dem Trend versuchten die Zeitungsmacher mit Servicethemen und Regionalbezug entgegenzuwirken, doch thematische Arbeit allein reicht nicht aus. Heinen tröstet seine Kollegen: Bislang habe noch jeder Verlag, der eine Beteiligung angeboten hat, auch einen Käufer aus der Branche gefunden. "Das ist ein ermutigendes Zeichen", findet er. Für kostenlose Angebote im Netz sieht Heinen nicht die beste Perspektive: "Es wird weiter in Richtung Bezahlinhalte gehen", sagt er. Die vor drei Monate gestartete Tablet-Ausgabe der "Kölnischen Rundschau" habe nur "einige hundert digitale Abonnenten" gefunden. Von der geringen Zahl will Heinen sich nicht entmutigen lassen. Er bleibe optimistisch, weil wenigstens das Preisschild am Online-Abo stimme. (Foto: BDZV)
FAZ, S.13
weiter zu heute2: Günter Stampf, Zeit Online, Kabel Deutschland. >>


















