olympia_400Transparenz, nein danke: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, CSU, versucht alles, um zu verhindern, dass noch während der Olympischen Spiele in London bekannt wird, zu welchen Medaillenzielen der Bund seine Sportverbände im Zuge der sogenannten "Zielvereinbarungen" verpflichtet hat. Friedrich legt Beschwerde ein gegen das Urteil des Verwaltungsgericht Berlin, vor dem "WAZ"-Mann Daniel Drepper letzte Woche eine Offenlegung erstritten hatte. Vermutlich ist es dem Minister und den Sportverbänden eher peinlich, wie grotesk die - in Teilen bekannt gewordenen - Zielplanungen daneben liegen. Denn nur wenige Sportler holten wie Diskuswerfer Robert Harting die erwartete Goldmedaille. Die Schwimmer sollten beispielsweise je zwei goldene, silberne und bronzene Medaillen holen, am Ende waren es null. Außerdem hat Frank Hensel, Generalsekretär des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, die Zielvereinbarungen als unrealistisch kritisiert. Exakte Medaillenzahlen vorzugeben, gehe doch "sehr weit an der Realität vorbei", sagte Hensel in einem Interwiew mit der "Süddeutschen". Nach Friedrichs Einspruch muss das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entscheiden, ob und wann die Steuerzahler erfahren dürfen, auf welche Basis allein 2012 über 131 Mio Euro Sport-Fördermittel flossen. (Foto: dpa)
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