Kartellstrafe: Die drei großen US-Verlage Hachette, HarperCollins und Simon & Schuster haben sich mit der US-Justiz darauf geeinigt, den Streit um illegale Preisabsprachen bei E-Books durch eine Zahlung von insgesamt 69 Mio Dollar beizulegen. US-Verbraucher, die zwischen April 2010 und May 2012 E-Books dieser drei Verlage gekauft haben, sollen für die zu hohen Preise entschädigt werden und pro E-Book eine Gutschrift zwischen 25 Cent und 1,32 Dollar auf ihrem Kundenkonto erhalten. Die drei Verlage erklärten sich außerdem bereit, die Verfahrenskosten in Höhe von 7,5 Mio Dollar zu übernehmen. Der zuständige Richter Robert E. Cooper erklärte, der Ausgang des Verfahrens "sende eine starke Nachricht aus, dass Wettbewerber nicht mit Preisabsprachen davonkommen können". Das Agenturmodell, nach dem die Verleger die Preise selbst festsetzen, sei rechtswidrig. Bestehende Verträge nach dem Agenturmodell verlieren ihre Gültigkeit, so dass Buchhändler wie Amazon und Barnes & Noble künftig wieder in der Lage sind, E-Books preisgünstiger anzubieten. Der Fall ist damit aber längst noch nicht beigelegt: Der zu Holtzbrinck gehörende Verlag Macmillan, die Penguin-Gruppe sowie Apple als Betreiber des iBookstore sind ebenfalls verklagt worden. Sie sind aber nicht zu einer Zahlung bereit - und wollen lieber ein Gericht entscheiden lassen. Kartellwächter werfen den fünf Verlagen und Apple vor, eine Allianz gegen billige E-Books bei Amazon geschmiedet zu haben. In den USA unterliegen E-Books anders als in Deutschland keiner Preisbindung, die Preise sollen vielmehr vom Händler festgelegt werden.
cnet.com, guardian.co.uk, paidcontent.org, turi2.de (Background)
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heute2: US-Verlage zahlen Strafe für Preisabsprachen bei E-Books.
am Freitag, 31. Aug, 2012 um 07.50:29


















