Aufmacherfoto_WulffVon der First Lady zur PR-Unternehmerin in eigener Sache: Die gelernte PR-Frau Bettina Wulff hat passend zum vorgezogenen Erscheinen ihres Buches über ihre Zeit als First Lady eine Debatte zu Gerüchten über ihre angebliche Rotlicht-Vergangenheit losgetreten. Am Samstag berichtete die "Süddeutsche Zeitung" in großer Aufmachung, dass Bettina Wulff am Freitag beim Hamburger Landgericht Klage gegen Google und Günther Jauch eingereicht hat. Gleichzeitig wurde bekannt, dass ihr angekündigtes Erinnerungsbuch "Meine Sicht der Dinge" nicht erst im November erscheint, sondern bereits in Bahnhofsbuchhandlungen zu haben ist. Mit neuem Titel ("Jenseits des Protokolls") und einem Titelbild, das deutlich das Tattoo der ehemaligen First Lady in den Vordergrund rückt. In dem Buch schildert Wulff, die sich gerade mit einer PR-Agentur selbständig gemacht hat, auch den Kontakt zu "Bild" ("Kai Diekmann ist einfach ein Fuchs") und private Frühstückstreffen der Ehepaare Wulff und Diekmann/Kessler. Mit der Klage gegen Google will die 38-Jährige untersagen, dass bei der Eingabe des Namens "Bettina Wulff" in der Suchzeile durch die sogenannte Autocomplete-Funktion Begriffe wie "Prostituierte" oder "Escort" erscheinen. Die Suchmaschine weist den Unterlassungsanspruch der Frau des früheren Bundespräsidenten zurück. Google schlage die Begriffe nicht selbst vor, verteidigt Sprecher Kay Oberbeck die Suchpraxis, wolle in den Algorithmus nicht eingreifen. In anderen Fällen zensiert Google die Autovervollständigung aber sehr wohl. Erfolgreich war Bettina Wulff hingegen bei Günther Jauch. Der hatte in seiner Talkshow Ende vergangenen Jahres bei "Bild"-Vize Nikolaus Blome nachgefragt zu Gerüchten über Bettina Wulffs Vergangenheit. In den vergangenen Monaten hatten bereits 34 deutsche und ausländische Blogger und Medien, darunter der "stern", eine Unterlassungserklärung abgegeben. Mehrere Verlage zahlten an Bettina Wulff Schmerzensgeld in fünfstelliger Höhe.
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