Hoffnungsvoll: Während die IVW-Zahlen für gedruckte Zeitungen und Zeitschriften eine verschärfte Krise signalisieren, sagt die Unternehmensberatung Roland Berger den deutschen Verlagen eine "Renaissance" voraus - sofern sie auf Roland Berger hören und "ihr Produktportfolio modernisieren" sowie "verlagsinterne Strukturen neu organisieren". Der Leiter der Studie "Aufbruch in eine neue Ära – gibt es eine digitale Renaissance des Publishings?" Alexander Mogg erklärt betont optimistisch: "Wir glauben an die Zukunft des Publishing". Er verweist auf "ungenutztes Potenzial", Verlage müssten die eigene Marke "ununterbrochen aufladen", so dass Leser sie "als Must-have wahrnehmen". Die vier Wege zum Erfolg laut Mogg: "Hybrid Publishing", also die Verzahnung von online, mobile und offline, die Medien seien als "Community-Leuchtturm" und "Wegweiser" zu positionieren und schließlich müssten Verlage Wachstum in neuen Geschäftsfeldern jenseits des alten Kerngeschäfts suchen. Denn, so Moggs Fazit: "Weiter wie bisher ist keine Lösung mehr."
meedia.de, dnv-online.net, rolandberger.de (Zusammenfassung), rolandberger.de (PDF)
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- Donnerstag, 25. Okt, 2012 @ 09.58:31
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- http://www.indiskretionehrensache.de
- Donnerstag, 25. Okt, 2012 @ 10.03:16
Ich interpretiere die Studie anders. Roland Berger drückt sich nur um die Empfehlung, die Druckmaschinen abzustellen. Logisch, man will ja auf diplomatischem Weg Kunden gewinnen.
Tatsächlich aber geht es um plattformunabhängiges Publishing. Platt zusammengefasst sagt die Studie: Baut jetzt Marken auf, so lange ihr noch Print habt. Ist das Print-Ende gekommen, profitieren davon die Digital-Aktivitäten. -
- Donnerstag, 25. Okt, 2012 @ 10.11:35
Lieber Herr Knüwer,
da stimme ich Ihnen absolut zu. Sowohl was den Akquisecharakter der RB-PR als auch was Ihr Fazit betrifft. Meine Kritik galt in diesem Fall turi2 für das Bereitstellen der Bühne und Richten der Scheinwerfer - nur weil mal etwas Positives über Print gesagt wurde.
Aber auch um das Thema des plattformunabhängigen Publishings windet man sich in den Verlagshäusern mehr oder weniger schon seit Jahren. Und versucht sich zwischendurch Mut zu machen mit Parolen wie: "Das Geld wird immer noch mit Print verdient!" - das 'aber-wie-lange-noch' bleibt unausgesprochen. -
- http://www.turi2.de
- Donnerstag, 25. Okt, 2012 @ 10.15:13
Liebe Frau Urbach,
ich glaube schon, dass geübte turi2-Leser die ironische Distanzierung raushören, mit der wir die Studie vorgestellt haben.



















Ich glaube es nicht! Alles wird gut, wenn Verlagshäuser sich an die Moderne anpassen? Dass Roland Berger sich traut, diesen kalten Kaffee als relevante Nachricht anzupreisen, überrascht mich weniger als dass turi2 sie unkritisch 1:1 bringt. By the way: Wer das, was in dieser "News" steht, und was seit zehn Jahren Thema ist, immer noch nicht begriffen hat, dem ist eh nicht zu helfen. Auch bzw. gerade von Roland Berger nicht.