Unabhängigkeit auf Urlaub: Journalisten mehrerer Tageszeitungen haben sich von ThyssenKrupp-Vorstandsmitglied Jürgen Claassen für Recherchen zu Luxusreisen einladen lassen, berichtet Jörg Eigendorf für die "Welt am Sonntag". So soll Claassen, der früher selbst Kommunikationschef war, u.a. einem "FAZ"-Journalisten für einen Beitrag eine luxuriöse China-Reise im Wert von mindenstens 15.000 Euro finanziert haben. In Südafrika ging Claasen u.a. mit Journalisten der "Süddeutschen", der "Rheinischen Post", der "NRZ" und des "Tagesspiegel" auf Safari. Die folgenden Berichte in den Zeitungen seien dementsprechend unkritisch gewesen. Die Zeitungen verteidigen die Reisen mit der Lieferung wichtiger Hintergrundinformationen, "Süddeutsche" und "FAZ" kritisieren jedoch den übertriebenen Luxus. Auch wurde in den Artikeln nicht erwähnt, dass das Unternehmen die Reise bezahlt hat, wie es der Pressekodex vorschreibt. Pikant: Manager Claassen selbst ist beim kriselnden Stahlriesen ThyssenKrupp u.a für die Anti-Korruptionsrichtlinien zuständig. "Welt"-Chefredakteur Jan-Eric Peters kritisiert das Verhalten der Journalisten, das diese im umgekehrten Fall "einem Politiker niemals durchgehen lassen" würden.
welt.de, welt.de (Kommentar Jan-Eric Peters)
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- http://www.uwe-ostertag.de
- Montag, 12. Nov, 2012 @ 08.53:06
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- http://www.gesunde-reisen.com/
- Freitag, 16. Nov, 2012 @ 08.50:24
Echt ich bin ganz deiner Meinung, die Medien suchen sich kleinigkeiten aus und lassen diese so groß werden das die Bevölkerung anfängt diese Leute zu Hassen..
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- Montag, 12. Nov, 2012 @ 16.28:20
Zitat: "Welt"-Chefredakteur Jan-Eric Peters kritisiert das Verhalten der Journalisten, das diese im umgekehrten Fall "einem Politiker niemals durchgehen lassen" würden.
Der letzte Satz passt nicht:
Journalisten veröffentlichen auch bei Politiker nur das, was ihnen gestattet ist, zu veröffentlichen.
Es ist nicht nur eine Frage des Honorars, sondern auch die Frage mit welchen Konsequenzen ein Journalist zu rechnen hat. Ist diese Konsequenz nachteilig, wird etwas verschwiegen oder gar nichts geschrieben.
Ganz gemäß der Ansage von John Swinton:
Eines Abends etwa um das Jahr 1880 war John Swinton, damals der bedeutendste New Yorker Journalist, Gast eines ihm zu Ehren von seinen früheren Branchenkollegen gegebenen Banketts. Irgendjemand, der weder die Presse noch Swinton kannte, brachte einen Trinkspruch aus, auf die unabhängige Presse. Swinton schockierte seine Kollegen mit der Antwort:
"Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los. Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte."



















Mit Speck fängt man Mäuse, und gerade Journalisten sind die prädestiniertesten Mäuse. Medien sind heutzutage das Absolute, um Macht zu erlangen. Denn Medien haben die Möglichkeiten auf die Leser so manipulativ-suggestiv einzuwirken, dass man die Menschen auch steuern kann. Fakt ist auch, dass die Menschheit derzeit ein geistig niederes Niveau ansteuert, dass in blauäugiger Naivität seine Krönung findet. Man nenne es die geistige Evolution rückwärts. Wirtschaftlich und politisch gesehen sehr wertvoll, wenn Journalisten aus den Händen fressen, und Schnorren ist doch ein menschliches Attribut. Im Prinzip kann man es Thyssen-Krupp nicht verdenken, diese Maßnahme zu tätigen, denn abgerechnet wird am Ende und da zählt was unterm Strich rauskommt.