Angelas Agenda: Trost in schweren Zeiten bietet Bundeskanzlerin Angela Merkel Deutschlands Zeitungsverlegern - zumindest verbal. "Ich halte die Printmedien für sehr wichtig", sagt die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Online-Videobotschaft, die laut "Spiegel" allerdings wöchentlich nur rund 23.000 Abrufe verzeichnet. Von einer Kommunikationsstudentin lässt sich Merkel über "die Rolle der Medien in der Demokratie" befragen. "Lesen können ist noch einmal etwas anderes, als im Internet zu sein", erklärt Merkel. Daher sei "die Lesefähigkeit ganz, ganz wichtig". Sie wünsche sich, dass "neben der guten Entwicklung aller neuen Medien" auch "die uns allen bekannte Zeitung" sowie Zeitschriften "eine gute Zukunft haben". Die Bundesregierung unterstütze viele Projekte, "um junge Menschen an das Zeitungslesen heranzuführen" und wolle auch weiterhin entsprechende Projekte fördern. Wohl im Blick auf die Verleger appelliert Merkel, dass "jede technische neue Möglichkeit erst einmal als Chance gesehen werden sollte". Auch die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP wollen die Printkrise auf die Agenda setzen: Der medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, plant, "das derzeit grassierende Zeitungssterben" im Deutschen Bundestag zum Thema zu machen. Der medienpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Burkhardt Müller-Sönksen, hält es "für dringend erforderlich", dass sich der Ausschuss für Kultur und Medien mit den Folgen der jüngsten Insolvenzen bzw. Zeitungseinstellungen befasst.
newsroom.de, fr-online.de (Merkel), bundeskanzlerin.de (Video Merkel), abendblatt.de (Bundestagsausschuss), spiegel.de (Abrufzahlen Videopodcast)

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