spiegel bush_400Nachrichten über seinen Tod sind übertrieben: Spiegel Online hat am Sonntag morgen einen Nachruf auf den früheren US-Präsidenten George Bush, 88, veröffentlicht, obwohl Bush senior nach überstandener Bronchitis die Intensivstation eines Krankenhauses in Houston gerade wieder verlassen hatte. Washington-Korrespondent Marc Pitzke hatte den Nachruf geschrieben und mit Warnhinweis versehen. Durch "ein technisches Versehen", so Chefredakteur Rüdiger Ditz zu dapd, sei der Artikel dann doch online gegangen. Auf der Homepage verlinkt war er nicht, via Twitter und RSS machte er trotzdem die Runde. Nach wenigen Minuten löschte die Redaktion den Artikel, zunächst ohne jeden Hinweis. Später entschuldigte sich die Redaktion via Twitter. Pitzke beweist in seinem kurzen Text große Phantasie: Er berichtet von "fast schon elegischen Nachrufen" der US-Medien auf den Ex-Präsidenten - obwohl kein einziger veröffentlicht wurde, außer eben seinem. Die Nachrufe auf Bush senior dürften zwar - wie in der Branche bei kränkelnden Prominenten üblich - fertig in den Schubladen liegen. Nur herausziehen darf man sie nicht zu früh.
augsburger-allgemeine.de, haz.de, weeklystandard.com, bigstory.ap.org, spiegel.de (Leerstelle)

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