Seehofer Horst_400Amigos recht unfreundlich: Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hat die kritische Berichterstattung der Medien über seine Partei satt - und laut "Süddeutscher Zeitung" in öffentlicher und vor allem nicht-öffentlichter Runde gegen seine Gegner kräftig ausgeteilt. Öffentlich wettert Seehofer vor allem gegen das ZDF. Weil das "heute journal" unterstellt hatte, die Partei habe zum CSU-Konvent Uli Hoeneß aus einem Video schneiden lassen, will die CSU demnächst im ZDF-Verwaltungsrat "noch etwas dazu sagen", so Seehofer am Montag. Mit Qualitätsjournalismus habe das alles "nichts mehr zu tun". Und: "Wenn sich das häuft, dann wehren wir uns - und zwar gewaltig". Der "FAS" nimmt Seehofer die Frage übel, ob er von der Verwandten-Beschäftigung in seiner Partei gewusst habe. Die Frage sei "bösartig". Den "Focus" hat Seehofer im Visier, weil er behauptet hatte, Seehofer hätte vom Steuerfall Hoeneß frühzeitig Kenntnis gehabt. "Wir lassen mit uns nicht Schlittenfahren", soll Seehofer dazu gesagt haben. Insgesamt fühle Seehofer, so die "SZ", sich durch die Berichterstattung in den Medien an eine "Treibjagd mit Bluthunden" erinnert.
"Süddeutsche Zeitung", S. 31


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