Zitat: Sascha Lobo kritisiert, dass sich Qualitätsmedien instrumentalisieren lassen.

"Die liberale Demokratie, ohne die Journalismus nicht existieren kann, ist bedroht – und so viele Medien tun so, als könne man darüber völlig wertfrei berichten."

Sascha Lobo kritisiert in seiner Kolumne bei Spiegel Online, dass sich Qualitätsmedien von autoritären Kräfte instrumentalisieren lassen.
spiegel.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sascha Lobo liest Verlagen die Leviten.

Hör-Tipp: Blocken ist ein "digitales Menschenrecht", reagiert Sascha Lobo auf Leserdebatte.

Hör-Tipp: Jeder hat die Freiheit, Unerwünschtes bei Social Media zu blocken, sagt Sascha Lobo in seinem Podcast und reagiert auf Leserkritik nach seiner "Spiegel"-Kolumne. Wer Blocken als Zensur oder als totalitär bezeichne, habe weder Social Media noch Totalitarismus verstanden. Lobo habe selbst mehr als 1.400 Accounts auf Twitter blockiert.
soundcloud.com (Podcast), spiegel.de (Kolumne), turi2.de (Background)

Sascha Lobo kritisiert die Haltung der Verlage zum Leistungsschutzrecht.

Hör-Tipp: Sascha Lobo geht in seinem Debatten-Podcast auf Kommentare seiner Leser zu seiner Kolumne So ein Quatschgesetz über das EU-Leistungsschutzrecht ein. Er bezeichnet es als "Wunschgesetz aus einer Parallelrealität gewisser Presseverleger". Er sagt u.a., dass digitaler Journalismus ein Geschäftsmodell sein müsse und Verlage schlichtweg jahrelang versäumt hätten, darüber nachzudenken. Den Springer Verlag bezeichnet er als "schädlich für die demokratische Öffentlichkeit". Ihn stört, wie das Leistungsschutzrecht zur Gretchenfrage für oder gegen Journalismus hochstilisiert werde.
spiegel.de

Sascha Lobo sitzt beim Datenschutz zwischen den Stühlen.

Datenschutz: Ende Mai treten die neuen EU-Datenschutzregeln in Kraft, Sascha Lobo fühlt sich sowohl von Konzernen als auch von Datenschützern bevormundet. Die digitale Gesellschaftsrealität entferne sich immer weiter von den Datenschutz-Leitlinien. Die meisten DSGVO-Regeln würden schon lange gelten, es habe sich nur niemand darum gekümmert. Die DSGVO-Schöpfer hätten einen Schutz vor Abmahnwellen erdenken sollen, weil nun vielen digitalen "Nebenbei-Projekten" aus Furcht der Betreiber der Netztod drohe, was großen Plattformen wie Facebook wiederum zugute komme.
spiegel.de

Aus dem turi2.tv-Archiv: Sascha Lobo liest Verlagen die Leviten.

Nicht konsequent, nicht kreativ: Sascha Lobo liest Verlagen die Leviten.


Das Verlage-Versagen: Sascha Lobo ist um keine rhetorische Ohrfeige verlegen – und nimmt sich die deutschen Medienhäuser zur Brust. "Keiner der großen Verlage führt die verschiedenen Ansätze für Paid Content konsequent aus", giftet Lobo im Video von "Horizont" und turi2.tv von den Medientagen München. Die zentrale Frage der Finanzierung bleibe damit unbeantwortet.

Lobo fehlt selbst das Patentrezept. Er bemängelt aber, dass Verlage nicht einmal mit Nachdruck experimentieren. Wie verzwickt die Lage ist, zeigt der Autor Lobo selbst. Seine wöchentliche Spiegel-Online-Kolumne will Lobo nicht hinter der Paywall sehen, weil sie auf Reichweite angelegt ist.

Er selbst rechnet vor, rund 50 Euro im Monat für digitalen Journalismus auszugeben. Für dieses Geld bezieht er fast ausschließlich US-Medien. Inhalte erreichen ihn fast nur via Social Media und zu 80 % auf dem Smartphone.
turi2.tv (4-Min-Video bei YouTube)

Sascha Lobo verteidigt Medien gegen Lügenpresse-Vorwurf.

Lügenpresse: Sascha Lobo fragt sich in seinem Spiegel-Online-Podcast, weshalb Nutzer den Medien immer weniger vertrauen. Seine Lösung: Journalisten sollten transparenter arbeiten und ihre Arbeitsweise damit auch erklären. Denn die Nutzer erfahren selten, "ob Journalisten Parteimitglieder sind und was ihre eigenen Interessen sein mögen." Ändern müssten sich die Medienhäuser auf jeden Fall, meint Lobo.
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: fragebogen2 mit Sascha Lobo.

Spiegel Online startet zwei weitere Podcasts – Sascha Lobo wird Audio-Kolumnist.


Iro auf die Ohren: Spiegel-Online-Chefredakteurin Barbara Hans präsentiert zwei neue Podcasts. Internet-Erklärmaschine Sascha Lobo feiert Freitag mit einem Debatten-Format Premiere. Ende des Monats geht das Ressort Netzwelt mit dem Tech-Podcast "Netzteil" auf Sendung. Barbara Hans sagt im turi2.tv-Video: "Podcasts haben den Vorteil, dass sie eine andere Authentizität vermitteln."

Für Spiegel Online sind es die Podcasts Nummer Zwei und Drei. Seit März produzieren die Video-Redakteurinnen Sandra Sperber und Yasemin Yüksel das wöchentliche Polit-Format Stimmenfang, rund 50.000 hören pro Folge zu. Sie ziehen viele Themen aus Nutzerreaktionen – Hans sagt im Video-Interview, dass auch Sascha Lobo in seinem Podcast Reaktionen auf seine Text-Kolumne aufgreifen will. Lobo schreibt seit 2011 unter dem Titel Mensch-Maschine.

In zunächst acht Folgen "Netzteil" sind Judith Horchert, Matthias Kremp, Angela Gruber, Markus Böhm und Fabian Reinbold zu hören, Teresa Sickert moderiert. Alle Podcast-Formate stehen auf spiegel.de sowie auf iTunes, Soundcloud, Spotify und über Podcatcher zum Abruf bereit.
turi2.tv (2-Min-Video im YouTube-Kanal von turi2), turi2 – eigene Infos

Video-Tipp: Sascha Lobo holt die sozialen Medien in einen Raum.

Video-Tipp: Sascha Lobo versucht in seiner TV-Doku "Manipuliert", greifbar zu machen, wie soziale Medien funktionieren. In verschiedenen Versuchen mit acht Probanden, darunter ein AfD-Blogger, dokumentiert der Internet-Erklärer den Herdentrieb im Netz. Vorhersehbares Ergebnis: Eine Nachricht kann falsch sein – wenn nur genügend Nutzer liken und teilen, wird sie mehrheitsfähig.

Lobo selbst bleibt in der Rolle des Dozenten, seine Moderation erinnert streckenweise an einen Vortrag. Sein Versuch, mit den Teilnehmern einer rechten Demo ins Gespräch zu kommen, schlägt fehl, weil seine Wortwahl zu akademisch, bzw. die Aufmerksamkeitsspanne der Demonstranten zu kurz ist.
youtube.com (58-Min-Video)

Zitat: Sascha Lobo hält Gesetze und Algorithmen für den falschen Weg, gesellschaftliche Probleme zu lösen.

"Man darf nicht den Fehler machen, zu hoffen, wenn bloß das richtige Gesetz erlassen ist, wenn bloß Facebook den richtigen Algorithmus aus der großen Kiste holt – dann ist das ganze Problem gelöst."

Internet-Erklärer Sascha Lobo hält nichts davon, mit einem schnell durchgeboxten Gesetz gegen Hasskommentare im Netz ein gesellschaftliches Problem zu lösen. Heute berät der Bundestag über den Gesetzesentwurf von Heiko Maas.
taz.de

Sascha Lobo lobt Experimente – nur leider kommen sie spät.

Sascha Lobo dpa 150Medienhäuser beginnen langsam ernsthaft digital zu experimentieren, beobachtet Internet-Erklärer Sascha Lobo, lässt den Wermutstropfen aber sogleich folgen: Sie tun es unter Druck und brauchen den Erfolg. Experimente, die nicht scheitern dürften, seien aber keine. Parallel beobachtet Lobo das Aufblühen eines "Plattform-Kapitalismus": Große Plattformen bestimmen zunehmend den Konsum.
horizont.net

Meinung: Sascha Lobo beklagt "Schreispirale".

Sascha Lobo dpa 150Politische Öffentlichkeit wird zu einem "immer schriller kreischenden Stammtisch", beklagt Sascha Lobo und macht soziale Medien für die "Schreispirale" mitverantwortlich. Donald Trump, AfD und "das fleischgewordene Crescendo politischer Schrillheit" Horst Seehofer würden dort durch Kurzzitate oder Meme maximal verbreitet. "Je schriller, desto like", so Lobo.
spiegel.de

Sascha Lobo holt die "FAZ" ins Sobooks-Boot.

Kluger Kopf mit Iro: Sascha Lobo hat mit der "FAZ" einen prestigeträchtigen Partner für seine E-Book-Plattform Sobooks gefunden. Die Online-Ausgabe der Frankfurter eröffnet zusammen mit Lobo einen "digitalen Lesesaal". Dort sollen Leser und Kritiker aufeinander treffen und sich dem gepflegten, digitalen Literatur-Streit hingeben. Dazu stellt die "FAZ"-Redaktion pro… Weiterlesen …

fragebogen2: Sascha Lobo.

turi2.tv – das Branchenfernsehen (Classics): Sascha Lobo, Deutschlands bekanntester Online-Iro und bekennender Papier-Pessimist, gesteht im Video-Fragebogen von turi2.tv, dass er “ab und zu” den gedruckten “Spiegel” kauft. Skandal! Lobos Medien-Vorbild ist trotzdem kein Print-Verleger, sondern der Blog-Netzwerker Peter Hogenkamp.
(Erstveröffentlicht am 25.2.2009)
youtube.com/user/turi2tv (90-Sek-Video)

Claas Relotius, Mathias Döpfner, Reporterfabrik – die meistgeklickten Newsletter-Links im Januar 2019.


Klickmeister: Der Fälscher Claas Relotius hält weiter die Medienwelt in Atem und belegt Platz 1 und 2 der meistgeklickten Links im turi2-Newsletter im Januar. Auch Mathias Döpfners Aufruf zur Social-Media-Enthaltsamkeit, der Start der Reporterfabrik und ein Flug mit Sitzplätzen auf dem Fußboden schaffen es in die Top 10. Weiterlesen…

Wolf Schneider als Online-Dozent – Reporterfabrik geht ans Netz.


Vertrauens- und bildende Maßnahme: Die Bürger-Journalistenschule Reporterfabrik startet heute mit 1.200 Tutorials und 120 Podcasts. Das Team um Cordt Schnibben präsentiert Profis wie Sprachpapst Wolf Schneider (Foto), Internet-Erklärer Sascha Lobo und "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo als Lehrer. Neben den Video-Kursen gibt es Audio-Lehreinheiten und Projekte für Schüler. Die Reporterfabrik wird vom Reporter Forum und Correctiv getragen, u.a. Telekom, Bosch-Stiftung und Facebook finanzieren.

Viele Webinare der Reporterfabrik sind gratis, einzelne kosten bis zu 25 Euro. Aufgaben und zusätzliche Materialien sollen vertiefen, Präsenzseminare werden das Online-Angebot ergänzen. Die Initiatoren sehen alle Bürger als Zielgruppe, aber auch Medienprofis, die sich weiterbilden wollen. Hinter der Reporterfabrik steht die Vision einer redaktionelle Gesellschaft, die kompetent und kritisch mit Medien umgeht.
per Mail, reporterfabrik.org

Lese- und Video-Tipp: Aktion #Deutschlandspricht fördert Gespräche mit Fremden.

Lese- und Video-Tipp: Unter dem Motto Deutschland spricht hat Zeit Online am Sonntag dazu aufgerufen, mit Fremden ins Gespräch zu kommen. Beim Begleit-Event in Berlin beunruhigt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dass die "schiere Überflutung" von Beleidigungen und Beschimpfungen im Netz, die "Grenze zwischen dem Unsagbaren und Unsäglichen immer weiter verschwimmen" lasse. Sascha Lobo sagt, mit Nazis könne er nicht reden. Harald Martenstein appelliert, Hass nicht mit Gegenhass zu begegnen.
zeit.de (Videos), zeit.de (Manuskript Steinmeier)

Lese-Tipp: "Zeit Magazin" adaptiert den turi2-Homescreen.

Lese-Tipp: Das "Zeit Magazin" späht 15 Prominenten, u.a. Miriam Meckel und Sascha Lobo, auf ihre Homescreens und befragt sie dazu. – Gut nachgemacht ist schließlich besser als schlecht erfunden. Beim Artikel mit dabei: Homescreen-Rubrik-Erfinder Peter Turi.
"Zeit Magazin" 38/2018, S. 18 – 29 (Paid), turi2.de (Übersicht aller rund 140 turi2-Homescreens)