Hör-Tipp: Kai Diekmann erzählt von früher – und ein bisschen von Storymachine.

Hör-Tipp: Kai Diekmann ist Gast im New-Work-Podcast von Michael Trautmann und Christoph Magnussen. Der Ex-"Bild"-Chef erzählt vor allem von früher, angefangen bei seinen Eltern, die glaubten, der Junior habe eine Profilneurose, über seine rebellische Phase bei der Bundeswehr bis zu "Bild". Er erklärt das Geschäftsmodell von Storymachine als Social-Media-Ghostwriting, Details zu seiner Agentur-Arbeit nennt er nicht.
soundcloud.com (67-Min-Audio)

Aktuell bei turi2.tv: "Richtig in die Fresse gekriegt" – Michael Trautmann über die Höhen und Tiefen seines Werber-Lebens.

Hurrikan-Reporter, Donald Trump, Kai Diekmann – die meistgeklickten Newsletter-Links im September 2018.

Top 1:
Wetterreporter macht viel Wind um die Wetterlage.
1.026 Klicks

Der Angst ins Auge sehen: Ein Reporter sorgt sich während eines Live-Berichts über Hurrikan "Florence" offenbar um sein Leben. Plötzlich schlendern einige Meter hinter dem Journalisten zwei Jungs locker-flockig die Straße entlang. Falls das Klima im Berufsleben des Wetterreporters stürmisch wird, könnte er es vielleicht als Schauspieler versuchen.
twitter.com




Top 2:
Donald Trump erntet Lacher fürs Eigenlob.
886 Klicks

Eigenlob stinkt, wissen schon Grundschüler. Dass diese Lektion an Donald Trump vorbeigegangen ist, überrascht wiederum wenige – außer den US-Präsidenten selbst. Als er seine Politik des nationalen Egoismus vor der UN über den grünen Klee lobt, bricht das Auditorium in schallendes Gelächter aus. Trump versteht die Welt nicht mehr: "Diese Reaktion habe ich nicht erwartet."
n-tv.de (43-Sek-Video)


Top 3:
Kai Diekmann zeigt seinen Homescreen
850 Klicks

Kai Diekmann, früher "Bild"-Babo, heute Online-Obermufti bei Storymachine, zeigt bei #turi2unterwegs sein mobiles Leben: Laufen in Lagos, Taxi fahren in der Türkei, hin und wieder auch Jump ’n' Run im Jumbo-Jet. Diekmann ist immer in Bewegung – und wenn’s nur mit dem Finger auf dem iPhone-Screen ist.
turi2.de


Top 4:
Presse-Grosso konstatiert für Print am Kiosk 2018 eine "mittelschwere Katastrophe".
731 Klicks

Print gewinnt an Tempo – aber nur in der Abwärtsspirale: Frank Nolte, Chef des Bundesverbandes Presse-Grosso, berichtet von alarmierenden Umsatzrückgängen am Kiosk. Die Zahlen seien eine "mittelschwere Katastrophe". Um 10,1 % sank der Presseabsatz im 1. Halbjahr 2018 laut Nolte, der Umsatz ging um 7,2 % zurück.
turi2.de

Top 5:
Dieter Bohlen sollte die Auschrift seiner Hoodies besser lesen.
727 Klicks

Wer solche Freunde hat… Produzent Dieter Bohlen spricht in einem Video über die traurigen und depressiven Seiten von Sänger Daniel Küblböck, der seit einer Schiffsfahrt vermisst wird. Viele Follower macht dabei Bohlens unsensibler Umgang mit dem Thema traurig: Auf seinem Kapuzenpulli steht der Spruch "Be one with the Ocean".
stern.de

Das waren die meistgeklickten Newsletter-Links im August.

PR-Unternehmer Kai Diekmann sieht Print neuerdings sehr kritisch.


Worte eines Wechslers: Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann, 54, stellt sich im VDZ-Magazin Print & More gegen seine Ex-Kollegen: Vom Leistungsschutzrecht – das ja von Springer maßgeblich vorangetrieben wurde – hält der heutige Social-Media-PR-Unternehmer wenig. Auf die Frage, ob Google den Verlagen das Wasser abgrabe, sagt er: "Den Glauben, ich kann ein Geschäftsmodell, das möglicherweise technisch überholt ist, mit Regulierung schützen, halte ich für einen Irrglauben."

Weitere Einsichten Diekmanns, der die Agentur Storymachine gegründet hat: "Printwerbung ist verglichen mit digitaler Werbung unglaublich teuer und ineffizient." Und: "Für die Millennials ist die strikte Trennung zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt nicht so relevant." Lediglich "die Qualität" müsse stimmen. Woher Diekmanns neue Einsichten rühren? Vermutlich trifft zu, was Karl Marx schon vor 150 Jahren wusste: Dass nämlich das Sein (in diesem Fall: Diekmanns neuer Job als Social-PR-Unternehmer) das Bewusstsein bestimmt. Anders ausgedrückt: Wes Brot ich ess', des Lied ich sing'.
"Print & More" 3/2018, S. 50-52

Video-Tipp: Kai Diekmann bewertet "Maulkorb-Mail" von Österreichs Innenminister Kickl.

Video-Tipp: Kai Diekmann bewertet bei den Österreichischen Medientagen die "Maulkorb-Mail" von Innenminister Herbert Kickl. Im Interview mit "Horizont Österreich" erklärt er, Beeinflussungs- und Einschüchterungsversuche gegenüber Medien habe es schon immer gegeben – und verweist u.a. auf die deutsche Spiegel-Affäre.
horizont.at (4,5-Min-Video), turi2.de (Background)

"manager magazin": Kai Diekmann arbeitet undercover für die Allianz.

Dunkelmann? Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann arbeitet in seiner neuen Funktion als Chef der Social-Media-Agentur Storymachine wohl am liebsten im Halbschatten der Öffentlichkeit. Diekmann, der Angaben über Kunden verweigert, befüllt nach Recherchen des "manager magazin" mehrere Instagram-Accounts (z.B. hier, hier und hier) von Allianz-Mitarbeitern – lässt die Accounts aber ziemlich privat aussehen. Laut "manager magazin" ist der "Spezialist für Grobes und Buntes" Teil einer intern stark kritisierten Digitalstrategie von Allianz-Chef Oliver Bäte. (Foto: Reto Klar)
manager magazin, 8/2018, S. 32/33 (Paid)

Hör-Tipp: Kai Diekmann musste nach Springer erst lernen, sich zu organisieren.

Hör-Tipp: Kai Diekmann erzählt im OMR-Media-Podcast, wie er nach der Rundum-Sorglos-Betreuung bei Springer erst einmal lernen musste, sein normales Alltagsleben zu organisieren. Im Gespräch mit Pia Frey sagt Diekmann, dass seine Agentur Storymachine als Ghostwriter bewusst im Hintergrund bleibt. Über den falschen Umgang selbst von Dax-Konzernen mit Social Media sei er erschrocken.
soundcloud.com (40-Min-Audio)

Kai Diekmann will mit Storymachine Reichweite für Geschichten erzeugen.

Kai Diekmann will mit Storymachine Unternehmen und ihre Manager befähigen, Reichweite für eigene Botschaften abseits von klassischen Medien zu erzeugen, sagt der Ex-"Bild"-Chef im Interview mit dem "PR Report". Dafür bilde die Agentur Mitarbeiter ihrer Kunden auch im eigenen Büro fort. Im Gespräch nennt Diekmann Donald Trump als Vorbild für Kommunikation via Social Media: "Ich sage nicht, dass mir das gefällt. Aber Trump hat verstanden, diesen Mechanismus höchst erfolgreich zu nutzen".
"PR Report" 3/2018, S. 14 (Paid)

Kai Diekmann startet eine Kampagne für seinen Zukunftsfonds.


Moneten-Marketing: Der Zukunftsfonds von Kai Diekmann startet heute, der Ex-"Bild"-Chef sorgt zweigleisig für Aufmerksamkeit. Einerseits bewirbt er den Fonds mit einer Kampagne bei Bild.de. In einem Advertorial geben die Banker Alexander Schmidt, Michael Huber und Friedhelm Busch Anlage-Tipps. Zumindest die Überschrift scheint nicht um gelassene Aufklärung bemüht: "Top-Banker enthüllen" heißt es da. In der URL findet sich die bedrohliche Zeile: "Darum ist Ihr Erspartes bald nichts mehr Wert".

Die Werbekampagne läuft außerdem bei "Welt", "Bild", auf Welt.de und auf t-online.de. Das Onlinemagazin Zaster soll ebenfalls Interessenten ziehen – es richtet sich an junge Leser, mit Rubriken wie "Schein meines Lebens" und "Was kostet eigentlich…?" Analysten kritisieren den Fonds von Diekmann und Ex-Starbanker Lenny Fischer als "Mogelpackung", weil Renditen von bis zu 4 % ohne Risiko nicht zu erwirtschaften seien. (Bild: obs/DFG Deutsche Fondsgesellschaft SE Invest)
presseportal.de, bild.de (Advertorial), turi2.de (Zaster), turi2.de (Background Analysten)

Video-Tipp: Kai Diekmann interviewt sich selbst in Lars Haiders "Chefvisite".

Video-Tipp: Im Rahmen Video-Reihe "Chefvisite" von Lars Haider trifft der "Hamburger Abendblatt"-Chefredakteur auf Kai Diekmann. Im Interview spielt jeder den anderen. Lars Haider lässt Kai Diekmann dabei unter anderem zur Erkenntnis kommen, er habe einen großen Geltungswahn und der Springer-Umzug von Hamburg nach Berlin sei ein Fehler gewesen.
facebook.com (16-min-Video)

Hör-Tipp: Kai Diekmann beschreibt seine ehrgeizigen Unternehmer-Pläne.

Hör-Tipp: Kai Diekmann spricht im OMR-Podcast 90 Minuten mit Philipp Westermeyer über alles – vom journalistischen Urknall bis zur Zukunft. Diekmann erzählt, wie seine Agentur Storymachine stark wächst: Die Mitarbeiter sind nach wenigen Monaten in größere Büros gezogen. Storymachine solle wie ein Ghostwriter für Kunden digital kommunizieren. Sein Finanz-Startup geht bald auf Kundensuche über "verschiedene große Medienpartner". Diekmann erinnert sich an seine Zeit bei Springer, erzählt vom Trump-Interview, das "Bild" 900 Mio Kontakte verschafft habe. Der Ex-Chefredakteur beschreibt, wie er im Silicon Valley lernte, aus dem engen Terminplan-Korsett auszubrechen, selber E-Mails zu schreiben und dann "Bild" vollbärtig von einer hierarchischen in eine digitale Organisation umzukrempeln.
soundcloud.com, spotify.com (90-Min-Audio)

Zitate aus dem Gespräch:

"Ich gehe keinem Konflikt freiwillig aus dem Weg."

"Die Digitalisierung hat den Journalismus besser gemacht."

"21 Mio daily active Facebook-User in Deutschland im Verhältnis zu 15 Mio verkauften Tageszeitungen: Social Media ist nicht irgendeine Bühne, sondern eine ganz zentrale."

"Wenn ich heute 25 wäre, würde ich mich mit Macht auf die digitale Welt stürzen und Gründer werden."

"Content interessiert mich heute noch: Ich bin wie ein Zirkuspferd, das die Trompete hört. (…) Aber meine Kreativität reduziert sich nicht auf Content."

Zitat: Kai Diekmann hat Verständnis für die Fehler von Julian Reichelt.

"Man muss bestimmte Fehler gemacht haben, um daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen."

Ex-"Bild"-Chef Kai Diekmann nimmt Julian Reichelt vor Kritikern in Schutz. Diekmann sagt im Interview des OMR Podcasts, er habe ähnliche Fehler gemacht und sich mit einem Prozess gegen die "taz" "zum Gespött der Leute gemacht".
OMR Podcast per Mail, soundcloud.com (ab Mittwoch, 14 Uhr)

Weiteres Zitat über seine Nachfolger bei "Bild":
"Wenn jemand so lange wie ich, also 16 Jahre, an der Spitze einer Organisation gestanden hat, ist es vollkommen normal, dass sich danach dort bestimmte Dinge erst setzen, klären und neu ausrichten müssen. Diejenigen, die dort jetzt das Sagen haben, müssen die Chance haben, sich neu aufstellen zu können. Dass es dabei manchmal Ruckeleien gibt, ist vollkommen normal."

Klick-Tipp: Kai Diekmann zeigt bei Facebook seinen Jahresrückblick in 40 Bildern.

Kai Diekmann stellt bei Facebook seinen persönlichen Jahresrückblick aus 40 Bildern zusammen. Dabei sind u.a. Diekmanns Interview-Termin mit Donald Trump, sein ausgeräumtes "Bild"-Büro, das Titelbild des "Manager Magazin" mit seinen Zukunftsfonds-Plänen und seine Reisen in die USA, nach Russland und Co.
facebook.com, turi2.de (Background)

Zitat: Kai Diekmann hat keinen Spaß an neuen Geschäftsmodellen ohne eigenes Risiko.

"Als an­ge­stell­ter Ma­na­ger Ge­schäfts­mo­del­le zu entwickeln, macht am Ende nicht wirk­lich Spaß."

Kai Diekmann erzählt im "manager magazin", warum er mit seinem Zukunftsfonds persönlich ins Risiko geht, ohne von einem Konzern abgesichert zu sein.
"manager magazin" 12/2017, S. 121 – 127 (Paid), turi2.de (Background)

Weitere Zitate aus dem Interview:

über Ambitionen auf den Vorstandsposten bei Springer:
"Auch wenn es noch so oft be­haup­tet wird: Es ist nie, nie, nie mein Ziel oder Wunsch ge­we­sen, bei Sprin­ger in den Vor­stand zu kom­men. Das weiß Mathias Döpfner auch. Da­für bin ich viel zu ope­ra­tiv."

über den Zukunftsfonds:
"'Bild' hat­te stets ein ma­xi­mal brei­tes Pu­bli­kum, hat stets und über­all die Kom­ple­xi­tät re­du­ziert und al­les so ein­fach wie mög­lich ge­macht. Und war im­mer die güns­tigs­te Zei­tung am Ki­osk. Un­ser Fonds und un­ser Geschäftsmodell wer­den ex­akt den glei­chen Prin­zi­pi­en fol­gen."

über Finanz-Magazine:
"Je­der die­ser Ti­tel setzt vor­aus, dass sich sei­ne Le­ser be­reits für Ak­ti­en und Ka­pi­tal­märk­te in­ter­es­sie­ren. Und die An­le­ger­pres­se ver­hält sich ge­nau­so wie die Fi­nanz­in­dus­trie. Al­les ist viel zu kom­pli­ziert. Der nor­ma­le Geldanlageredakteur wen­det sich an eine Kli­en­tel, die die Schwel­len­angst vor den Ka­pi­tal­märk­ten be­reits hin­ter sich hat, und ver­liert da­bei die gro­ße Mehrheit sei­ner po­ten­zi­el­len Le­ser. Die las­sen ihr Geld lie­ber auf dem Sparbuch. Und des­halb ge­ben sie auch kein Geld für sol­che Ma­ga­zi­ne aus."

"manager magazin": Kai Diekmann startet Zweitkarriere als Vermögensverwalter.


Kai Diekmann macht in Finanzen, berichtet das "manager magazin": Der ehemalige "Bild"-Herausgeber hat mit Banker und Jugendfreund Leonhard "Lenny" Fischer die Deutsche Fondsgesellschaft Invest gegründet, verraten die beiden im Interview. Kernprodukt soll ein "Zukunftsfonds" mit geplanten 20 Mrd Einlagevolumen werden. Weitere Geschäftspartner sind der Anwalt Anton Voglmaier, Ehemann der Finanzjournalistin Carola Ferstl, als CEO die Bankerin Martha Boeckenfeld sowie der Vermögensverwalter Volker Schilling.

Fischer kümmere sich um die Investments, Diekmann um die Vermarktung. Eine "journalistisch unabhängige Finanzwebsite" der Agentur Storymachine, an der Diekmann beteiligt ist, soll den Fonds unterstützen – und den Deutschen ihre "Schwellenangst vor der Börse" nehmen. Dabei beschränkt sich Diekmann auf die Rolle des Herausgebers. Christin Martens, zuvor Chefredakteurin der deutschen Ausgabe von Springers "Business Insider", leitet die Redaktion.
"manager magazin" 12/2017, S. 120 – 127 (Paid)

Nora Beckershaus wechselt zum Unternehmen von Kai Diekmann und Philipp Jessen.

Nora Beckershaus wechselt von Refinery29 zum noch namenlosen Unternehmen von Kai Diekmann, Michael Mronz und Philipp Jessen. In dem Unternehmen, das mutmaßlich eine Art Social-Media-Agentur werden soll, wird Nora Beckershaus Chief Innovation Officer. In ihrer Laufbahn ist sie sowohl Diekmann als auch Jessen bereits begegnet. Vor ihrer Zeit bei Refinery29 arbeitete sie für Springers Celepedia. Philipp Jessen lernte sie kennen, als sie bei der "Bravo" arbeitete.
kress.de, meedia.de, turi2.de (Background)

Zitat: Kai Diekmann kritisiert Österreichs Kanzler Kern wegen seines Anzeigen-Boykotts.

"Unzulässig ist es, Medien durch wirtschaftlichen Druck abzustrafen. Das ist ein klarer Verstoß gegen die Regeln der Pressefreiheit."

Kai Diekmann greift Österreichs Bundeskanzler Kern wegen seines Interview- und Anzeigen-Boykotts gegen die Mediengruppe Österreich an. Medien müssten kritisiert werden, wenn sie "über die Grenzen gehen", wirtschaftliche Sanktionen gingen aber gar nicht.
horizont.at

Kai Diekmann berät Next Media Accelerator.

Next Media Accelerator: Der Startup-Inkubator der dpa verpflichtet Ex-"Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann als Berater. Der "Global Advisor" soll "den internationalen Ausbau unterstützen" – und soll helfen, das Fonds-Programm in den Gründungsmärkten Europa, USA und Israel bekannter zu machen. Zu den Investoren gehören u.a. "Spiegel", "Zeit", Springer, Funke und Madsack.
presseportal.de

Bild des Tages: Tanit Koch präsentiert Kai Diekmann als Posterboy.


Ein Bild vom Boulevard-Babo: "Bild"-Chefredakteurin Tanit Koch hat ein Foto von Kai Diekmann für Kai Diekmann. Das lebensgroße Aufklapp-Poster ist Teil des Abschiedsgeschenks, das Springer am Abend dem langjährigen "Bild"-Chefredakteur und Herausgeber macht. Rund 250 Wegbegleiter ließen Diekmann zum Ausstand im Springer-Journalistenclub hochleben.

Unter den Gästen waren u.a. Diekmann-Nachfolger Julian Reichelt, der Diekmann für "eine besessene Leidenschaft für die großartige Marke 'Bild' dankt und für seine "bedingungslose Zuverlässigkeit" lobt. Springer-Chef Mathias Döpfner lobt Diekmann als "großartigen Menschenführer, der von seinen Mitarbeitern geliebt, bewundert und respektiert wird".
per Mail

Meedia: Kai Diekmann und Philipp Jessen machen was mit Social Media.


Triumvirat: Kai Diekmann (rechts), Philipp Jessen (links) und Eventmanager Michael Mronz (Mitte) machen beruflich gemeinsame Sache, berichten Marvin Schade und Georg Altrogge bei Meedia. Diekmann bestätigt die Pläne gegenüber Meedia, sagt aber nicht, was das Trio konkret vorhat, nur definitiv nichts mit Beratung und Consulting. Das Projekt sei ein "wichtiges, aber nicht das einzige Projekt", das er verfolge.

Schade und Altrogge orakeln, es könnte sich um eine "PR-Agentur ganz neuen Zuschnitts" handeln. Das gemeinsame Projekt könnte bereits im Oktober starten. Bis dahin arbeitet Jessen noch für Gruner + Jahr, erst vor wenigen Tagen hat er seinen Job als Chefredakteur von stern.de gekündigt. Diekmann wolle am 19. Oktober seinen Ausstand bei "Bild" geben. (Fotos: dpa, Montage: turi2)
meedia.de, turi2.de (Background Jessen)

Ringier schickt Kai Diekmann als Medien-Entwicklungshelfer erneut nach Afrika.

Kai Diekmann geht im Auftrag von Ringier erneut nach Afrika, kündigt Ringier-Chef Marc Walder bei Twitter an. Der ehemalige "Bild"-Chefredakteur reist nach Ghana, Nigeria und Kenia, um Ringier dabei zu helfen, seine dortigen Medienmarken weiterzuentwickeln. Bereits im Mai war Kai Diekmann mit Ringier-Ticket für eine Woche in Ghana und Nigeria.
meedia.de, twitter.com/marcwalder

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Kai Diekmann ein.


Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt nicht mehr gegen den früheren "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch, melden zuerst übereinstimmend Focus Online und der "stern". Die Ermittler haben demnach keinen hinreichenden Tatverdacht festgestellt. Die Vorwürfe kamen von einer Mitarbeiterin, die Diekmann beschuldigte, sie im Sommer 2016 nach einer Klausurtagung beim Baden sexuell belästigt zu haben. Der "stern" schreibt, dass die Staatsanwaltschaft viele Zeugen befragt habe, die den Tathergang aber nicht bestätigen konnten. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens bestätigt.

Springer hatte den Fall selbst durch externe Juristen prüfen lassen, die allerdings keine strafrechtliche Relevanz erkannten, und den Fall anschließend der Staatsanwaltschaft übergaben. Im Januar war das Verfahren durch einen Bericht des "Spiegel" an die Öffentlichkeit gekommen.
focus.de, stern.de, sta-potsdam.brandenburg.de (Presseerklärung der Staatsanwaltschaft, PDF), turi2.de (Background)

Markus Wehner sieht Kai Diekmann als Helmut Kohl "Ersatzsohn".

Kai Diekmann war der einzige Journalist, mit dem Altkanzler Helmut Kohl befreundet war und zugleich eine Art "Ersatzsohn", schreibt Markus Wehner. Schon als junger "Bild"-Politikchef habe Diekmann Kohls Nähe gesucht und ihm auch nach seiner Kanzlerschaft regelmäßig eine große Bühne geboten. Nach Kohls Tod berät Diekmann Witwe Maike Kohl-Richter, im Haus in Oggersheim war es zeitweise Diekmann, der Trauergästen die Tür öffnete.
"FAZ", S. 3 (Paid)

Kai Diekmann wird Berater beim Taxi-Schreck Uber.

Kai Diekmann, hier 2012 bei einer Oldtimer-Spritztour, steigt ins Uber-Taxi und wird Berater des umstrittenen US-Startups. (Foto: Daino Cristini / ROPI / Picture Alliance)

Anschnallen, Kai kommt: Kai Diekmann landet wie viele Journalisten im Taxigewerbe und berät künftig Uber. Der frühere "Bild"-Herausgeber und -Chefredakteur wird Mitglied im Public Policy Advisory Board des Taxi-Schrecks, berichten Stephan Dörner bei t3n.de und Martin U. Müller im "Spiegel" – Uber bestätigt. Das Gremium trifft sich einmal im Jahr im Silicon Valley. Auch die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes ist Mitglied des Boards. Der Uber-Job wird nach turi2-Informationen nur eine Nebentätigkeit für Kai Diekmann. Er sitzt auch in Beiräten der "Times" aus London und der türkischen Zeitung "Hürriyet".

Diekmann soll offenbar vorerst nicht offensiv Lobbyarbeit betreiben, sondern zwischen den USA und Europa "übersetzen". Diese Übersetzungsarbeit hat Uber auch nötig: In Deutschland ist der Dienst nicht aktiv und gesetzlich de facto verboten. Das Geschäft mit der Fahrten-Vermittlung ist mit einem Minus von 2,8 Mrd US-Dollar im vergangenen Jahr noch hoch defizitär. In den vergangenen Wochen hatte Uber zudem eine Menge Ärger wegen Sexismus-Vorwürfen und einer Klage von Google. Kai Diekmann sah sich nach seinem Ausscheiden bei Springer mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert.
t3n.de, spiegel.de, bloomberg.com (Geschäftszahlen), turi2.de (Background Uber), turi2.de (Background Diekmann)

Zitat: Kai Diekmann hält Werbung für Türkei-Tourismus wichtig.

"Die Menschen in der Türkei, die ich dort im Urlaub treffe, sind genau die, die von Erdogan schon seit Jahren unter Druck gesetzt werden. Ihren Lebensstil zu verteidigen, muss doch auch unser Anliegen sein."

Kai Diekmann wirbt in einer Anzeigen-Beilage der "FAZ" für Urlaub in der Türkei und findet das Heft "zum jetzigen Zeitpunkt genau richtig platziert".
meedia.de

Meinung: Kai Diekmann hat nicht mal versucht, Trump zu entzaubern.

Kai Diekmann 2015b - 150Kai Diekmann habe bei seinem Interview mit Donald Trump nicht mal versucht, den künftigen Präsidenten zu entzaubern, schreibt Matthias Kolb. Der Washington-Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung" wirft Diekmann vor, sich "ehrfürchtig" in den Trump-Tower begeben zu haben. Außerdem verschweige "Bild" ihren Lesern, dass "Times"-Journalist und Co-Interviewer Michael Gove Kämpfer für einen harten Brexit war – kritische Fragen habe Trump also nicht zu erwarten gehabt. "Aufschlussreich" findet er das Gespräch dennoch.
sueddeutsche.de

Zitat: Kai Diekmann sagt, er habe das Trump-Interview selbst vereinbart.

Kai Diekmann 2015b - 150"Mir war in den letzten 16 Jahren immer wichtig, dass ich meine Interviews selber vereinbare und auch selber führe."

Kai Diekmann spricht mit der "FAZ" über seine Begegnung mit Donald Trump. Das Interview mit dem künftigen US-Präsidenten sei kein Abschiedsgeschenk des Verlags für den scheidenden "Bild"-Herausgeber gewesen.
"FAZ", S. 14 (Paid)

Noch-Herausgeber Kai Diekmann trifft für "Bild" Donald Trump.

Diekmann_trump 150Kai Diekmann darf als eine seiner letzten Amtshandlungen als Herausgeber von "Bild" den künftigen US-Präsidenten Donald Trump interviewen. "Bild am Sonntag" trommelt schon mal mit dem Interview und druckt ein Foto mit Diekmann und Trump. Bei Twitter verbreitet Diekmann Fotos vom schwer bewachten Trump-Tower und von seinen Treffen mit den letzten vier US-Präsidenten. Das Interview steht Sonntag ab 23 Uhr auf Bild.de und erscheint am Montag in der gedruckten Ausgabe. Es ist das erste Interview, das Trump einem deutschen Medium gibt. Diekmann war zuletzt selbst in die Schlagzeilen geraten – eine Mitarbeiterin wirft ihm sexuelle Belästigung vor.
twitter.com, turi2.de, turi2.de (Background)

RT Diekmann Trump

"Spiegel" meldet: "Bild"-Mitarbeiterin wirft Kai Diekmann sexuelle Belästigung vor.

kai-diekmann-2016-600
Verdachts-Berichterstattung: Der "Spiegel" berichtet über einen Belästigungs-Vorwurf gegen Kai Diekmann. Eine Mitarbeiterin wirft dem Noch-Herausgeber der Bild-Gruppe vor, sie sexuell belästigt zu haben. Der Vorfall soll sich am Rande einer Klausur-Tagung in Potsdam im Sommer beim Baden ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigt dem "Spiegel" den Eingang einer Anzeige. Auch bei Springer sei der Vorwurf bekannt, das Unternehmen habe ihn mit Hilfe externer Rechtsexperten und Gutachter geprüft, aber kein strafbares Verhalten festgestellt. Das Ergebnis der Prüfung sei mit Einverständnis Diekmanns an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

Diekmann hat vor genau einer Woche seinen Abschied von Springer zum Ende Januar erklärt – nach mehr als 30 Jahren im Unternehmen. Springer-Sprecherin Edda Fels teilt mit, dass die staatsanwaltliche Untersuchung gegen Kai Diekmann und der Abschied des "Bild"-Herausgebers in keinem Zusammenhang stünden. Diekmann habe bereits 2015 die Entscheidung getroffen, Springer zu verlassen. (Foto: Markus Tedeskino/"Bild")
"Spiegel" 2/2017, tagesspiegel.de

Update 14.20 Uhr:
Der Anwalt von "Bild"-Herausgeber Kai Diekmann, Otmar Kury, teilt mit: "Der gegen Herrn Diekmann erhobene Vorwurf ist haltlos und wir haben vollstes Vertrauen in die Arbeit der Ermittlungsbehörden."
welt.de

Kai Diekmann will zunächst Auszeit nehmen.

kaidiekmann150Kai Diekmann hat sich noch nicht entschieden, wie es nach seinem Ausstieg bei Springer für ihn weiter gehen soll, berichtet Georg Altrogge unter Berufung auf eine "zuverlässige Quelle". Der "Bild"-Herausgeber wolle zunächst eine Auszeit nehmen. Auf einem klassischen Medienjob werde man Diekmann danach nicht sehen, da er mit Springer einen Konkurrenzausschluss vereinbart habe, so Altrogge.
meedia.de, turi2.de (Spekulation Diekmann zu Facebook), turi2.de (Diekmann-Abschied bei Springer)

Kai Diekmann verabschiedet sich vor rund 100 Mitarbeitern mit Tränen.

kaidiekmann150Kai Diekmann hat sich am Freitagvormittag vor rund 100 "Bild"-Mitarbeitern im Newsroom mit Tränen in den Augen verabschiedet, berichtet Bülend Ürük. Diekmann habe sich in seiner kurzen Ansprache zudem für den Fall entschuldigt, dass er jemanden schlecht behandelt habe. Welche Aufgabe der "Bild"-Herausgeber als nächstes übernehmen will, wollte er vor seinen Mitarbeitern nicht sagen.
kress.de, turi.de (Background)

Kai Diekmann verlässt Springer.

Roter Teppich bei Ein Herz fuer Kinder - 2016
Kai Diekmann und Ehefrau Katja Kessler formen Herzen für Kinder auf dem roten Teppich von Springers Spenden-Gala Anfang Dezember – Diekmanns letzter Auftritt unter der Flagge des Berliner Verlagskonzerns. (Foto: picture alliance/Eventpress)

Ende einer Springer-Karriere: Springer sorgt einen Tag vor Silvester für einen echten Knaller und verkündet den Abschied von "Bild"-Babo Kai Diekmann, 52. Der Gesamtherausgeber der "Bild"-Gruppe beendet seine Tätigkeit Ende Januar, laut Springer-Pressemitteilung "auf eigenen Wunsch". Er wolle sich Aufgaben außerhalb des Unternehmens widmen, welche das sind, sagt der Verlag freilich nicht.

Dafür gibt es warme Worte zum Abschied von Springer-Boss Mathias Döpfner: "Es ist vor allem ihm zu verdanken, dass 'Bild' heute Trendsetter des digitalen Journalismus ist und eine hochprofitable Multimediamarke." Diekmann selbst lässt sich mit den Worten zitieren: "Nach 30 Jahren bei Axel Springer fällt es mir schwer, das Haus zu verlassen, dem ich beruflich alles zu verdanken habe."

Vor allem der Zeitpunkt von Diekmanns Abschied kommt überraschend, die Personalie selbst überrascht kaum, schließlich hat Diekmann sich schon vor gut einem Jahr aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Als Herausgeber ist der früher so kampfeslustige Chefredakteur ruhiger geworden – auch auf seinem Lieblings-Kommunikationskanal Twitter. Seine Karriere bei Springer scheint ihr natürliches Ende erreicht zu haben, einen Aufstieg in den Vorstand des Verlagskonzerns hat Mathias Döpfner seinem wichtigsten Journalisten verwehrt.

Interessant ist die Frage, wohin Diekmanns Weg nach Springer führt, schließlich ist er dem Berliner Konzern sein ganzes Berufsleben lang treu – abgesehen von einem kurzen Abstecher zu Burda: 1985 begann er an der Axel Springer Journalistenschule seine Ausbildung, war Parlamentskorrespondent und Politikchef bei "Bild". Von 1998 bis 2000 wirkte er als Chefredakteur der "Welt am Sonntag", anschließend bis 2015 als Chef der "Bild".
axelspringer.de, lexikon2.de (Kai Diekmann)

Mitarbeit: Markus Trantow

Zitat: Kai Diekmann will sich nicht allein auf Facebook und Google verlassen.

Kai Diekmann 2015b - 150"Gegen die Übermacht von Facebook und Google, digitale Inhalte zu vermarkten und sich die Werbegelder zu sichern, kommen wir kaum an."

"Bild"-Herausgeber Kai Diekmann hält Facebook und Google zwar momentan für einen "lebensnotwendigen Kiosk", weiß aber, dass sich Verlage auf Dauer noch andere Modelle überlegen müssen.
deutschlandradiokultur.de (9-Min-Audio)