Zahl des Tages: ZDF-Intendant Thomas Bellut verdient 350.400 Euro.

Zahl des Tages: Läppische 350.400 Euro umfassten die Bezüge von ZDF-Intendant Thomas Bellut 2017, wie das ZDF mitteilt. Hinzu seien ein Dienstwagen und monatlich 766,94 Euro Aufwandsentschädigung gekommen, zudem 41.135,48 Euro für Tätigkeiten bei Tochterfirmen. Die Bezüge von Chefredakteur Peter Frey lagen bei 230.880 Euro, Programmdirektor Norbert Himmler erhielt mit 227.280 Euro etwas weniger.
bild.de

ZDF-Intendant Thomas Bellut kalkuliert mit realem Rundfunkbeitrag von 18,35 €.

Rundfunkbeitrag: Die Gebühr liege derzeit eigentlich bereits bei 18,35 €, rechnet ZDF-Intendant Thomas Bellut der dpa vor. Zu den 17,50 € Rundfunkbeitrag kämen Rücklagen, die die Öffentlich-Rechtlichen nach der Umstellung auf das neue Beitragssystem angesammelt und nun einsetzen dürften. Wenig überraschend argumentiert Bellut, der Beitragssatz müsse daher moderat erhöht werden.
abendblatt.de

Zitat: Thomas Bellut plädiert für starke Online-Präsenzen der Öffentlich-Rechtlichen.

"Wer nicht gehört wird, kann auch mit tiefschürfendster Information keine Wirkung entfalten."

ZDF-Intendant Thomas Bellut fordert im Deutschlandradio-Programmheft sicher nicht zur Freude der privaten Konkurrenz weitreichende Online-Angebote von ZDF und Co., um den Kontakt zu jungen Zielgruppen nicht zu verlieren.
deutschlandradio.de

Zitat: Thomas Bellut will mit der ZDF-Mediathek mit Netflix und Co mithalten können.

"Jüngere Menschen können nicht nachvollziehen, warum eine internationale Kaufserie, die das ZDF in seinem linearen Angebot zeigt, nicht in der Mediathek zu finden ist."

ZDF-Intendant Thomas Bellut erhofft sich von Neuerungen im Telemedienauftrag, dass die Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender an die Bedingungen des Internets und die Erwartungen der Nutzer angepasst werden können, um im Wettbewerb mit Netflix, Amazon und Co bestehen zu können.
"promedia" 05/2018 (Paid), medienpolitik.net

Zitat: Thomas Bellut sieht keine weiteren Möglichkeiten für Reformen.

"Über die vorgeschlagenen, gründlich durchdachten Strukturprojekte hinaus lassen sich zurzeit seriös keine weiteren Maßnahmen identifizieren."

ZDF-Intendant Thomas Bellut stellt gegenüber der Rundfunkkommission der Länder dar, dass die Anstalt zu Kooperationen mit ARD und Deutschlandradio bereit sei, aktuell aber nicht mehr als die bereits geplanten Reformen möglich seien.
presseportal.de

Thomas Bellut: Champions League läuft ab 2018/19 wohl nur noch im Pay-TV.

ZDF stellt sich nun auch offiziell auf den Verlust der Champions-League-Rechte ein: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Rechte in den Pay-Bereich gehen", sagt Intendant Thomas Bellut bei der Jahrestagung des Markenverbandes. "Bild" hatte bereits Mitte Mai berichtet, dass der Fußball-Wettbewerb von 2018 bis 2021 nicht mehr im ZDF laufen wird. Spätestens am Samstag soll die Entscheidung bekannt gegeben werden.
horizont.net, turi2.de (Background)

Zitat: ZDF-Intendant Thomas Bellut bleibt beim ARD-Verleger-Streit Zaungast.

"Wir tun nichts lieber, als Bewegtbild im Netz zu verbreiten. Probleme, wie es sie zwischen den Verlegern und der ARD gibt, haben wir nicht."

ZDF-Intendant Thomas Bellut erlaubt sich einen Seitenhieb auf den medienpolitischen Dauerzank – eine von ihm geplante Kulturplattform soll auch vor allem Videos bieten.

… zur Vergabe der TV-Rechte an Discovery:
"Die Olympischen Spiele sind weg, auf Jahre."

… zum Thema Faktenchecks auf Facebook:
"Ich beteilige mich nicht am Internet- oder Facebook-Bashing. Ich sehe uns nicht als 'Polizei' oder 'Wächter' für andere. Wir schauen auf uns selbst und stellen sicher, dass unsere Informationen und Nachrichten stimmen."
"FAZ", S. 13 (Paid), dwdl.de

Zitat: Thomas Bellut mahnt Unvorgenommenheit an.

Thomas Bellut"Unser Mittel kann nur sein: Unvoreingenommenheit. An der Wahrheit arbeiten. In postfaktischen Zeiten nicht ganz einfach. Aber wir müssen das versuchen."

ZDF-Intendant Thomas Bellut erklärt, wie seine Anstalt mit lauter werdender Kritik umgehen soll. Eine Studie im Auftrag des ZDF attestiert stabile Glaubwürdigkeits-Werte für "heute" und "heute-Journal".
heute.de, heute.de (Studie)

Zitat: ZDF-Chef Thomas Bellut widerspricht Kritikern der Berlin-Berichterstattung.

Thomas Bellut"Wir haben entschieden, erst Fakten zu sammeln und ein Bild von der Lage zu bekommen, bevor wir das Programm unterbrechen."

ZDF-Intendant Thomas Bellut hält die Entscheidung, den Spielfilm gestern Abend nicht zu unterbrechen "auch im Nachhinein für richtig". Es sei anfangs nicht klar gewesen, ob es sich bei dem Anschlag in Berlin nicht doch um einen Unfall handelte.
meedia.de

Meinung: Thomas Bellut glaubt, der Markt für Sportrechte sei im Umbruch.

Thomas BellutZDF-Intendant Thomas Bellut glaubt, dass sich der Markt für Sportrechte im Umbruch befindet. Er vermutet, dass sich künftig häufiger multinationale Konzerne engagieren werden – nicht nur bei Olympia, sondern auch bei anderen Großveranstaltungen. Der Verlust der Olympia-Senderechte schmerzt zwar, andererseits ist Bellut stolz, das Vorurteil widerlegt zu haben, "dass wir immer alles kaufen".
horizont.net, turi2.de (Background)

lexikon2: Thomas Bellut.

Thomas Bellut: Mainzelmann tritt Mainzelfrau und zeugt zwei Mainzelkinder. (Foto: dpa)
Thomas Bellut: Mainzelmann tritt Mainzelfrau und zeugt zwei Mainzelkinder. (Foto: dpa)

Sein Traumberuf war Regisseur – doch das Drehbuch für seinen Aufstieg zum Intendanten des ZDF, der buddhahaften Anstalt mit über 4.000 Insassen, hätte er nicht besser schreiben können: Thomas Bellut, Vertreter des soliden Nachkriegs-Jahrgangs 1955, beginnt seinen Kletterstieg auf den Mainzer Lerchenberg mit einem ausführlichen Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Publizistik in Münster samt Promotion. Über die Westfälischen Nachrichten kommt er 1984 zum ZDF.
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Zitat: ZDF-Intendant Bellut sieht Sport als Lockmittel für Info-Sendungen.

"Wer einen Wegfall von Sport und Unterhaltung im ZDF und in der ARD fordert, der muss eine Reduzierung der Reichweite von Informationssendungen einkalkulieren, am Ende die schrittweise Verspartung der großen Vollprogramme."

ZDF-Intendant Thomas Bellut verteidigt vor dem Start der WM teure Rechte für den Sport: Er locke Publikum an und motiviere Zuschauer, auch bei News und Magazinen dranzubleiben.
tagesspiegel.de

ZDF-Intendant Bellut ist offen für Kooperationen mit Streaming-Anbietern.

ZDF logo_150ZDF könnte wie bereits die ARD im Fall von "Babylon Berlin" Kooperationen mit Streaming-Anbietern oder Pay-TV-Sendern eingehen, sagt Intendant Thomas Bellut der dpa. Damit will Bellut auch bei geringeren Ausgaben im Bereich der Fiktion punkten. Erste gute Erfahrungen habe das ZDF bereits gemacht: "Wir haben mit Netflix koproduziert beim Kinderprogramm oder die Serie '4Blocks' von TNT Serie für ZDFneo eingekauft."
spiegel.de

Zitat: ZDF-Intendant Bellut wundert sich über BDZV-Präsident Döpfner.

"Ich habe noch keine einzige Klage von einem Verleger oder Chefredakteur gehört, wir vom ZDF würden mit unserem Angebot im Netz Verlagsangebote konterkarieren, Geschäftsmodelle zerstören."

ZDF-Intendant Thomas Bellut versteht die giftige Debatte nicht. Über kämpferische Aussagen von BDZV-Präsident Mathias Döpfner hat er sich "schwer gewundert".
"Zeit" 51/2017, S. 29 (Paid), zeit.de

Weitere Zitate:

"Google und Amazon sind wohl schwieriger zu kritisieren, denen ist Kritik aus Deutschland am Ende auch egal."

"Wir sollten uns als Qualitätsmedien gemeinsam darauf konzentrieren, in möglichst großer Zahl zu überleben."

"Immer, wenn in Deutschland versucht wird, etwas Größeres zu machen, gibt es den Kartellhammer."

Bellut fand Böhmermann-Satire "einen Tick zu hart".

Thomas BellutThomas Bellut äußert sich erstmals zum Fall Böhmernann: Der ZDF-Intendant stehe weiter zu Satire-Sendungen, "zu Herrn Böhmermann auch", sagt er der dpa. Das Schmähgedicht sei jedoch "einen Tick zu hart" gewesen, Böhmermann sei "einen Tick zu weit gegangen", so Bellut. Es sei allein die Entscheidung des Programmdirektors gewesen, die Passage aus der Mediathek zu löschen, es habe "keinen Druck von außen" gegeben.
tagesspiegel.de

Besetzung der Schlichtungsstelle von ARD, ZDF und Verlagen steht fest.

Schlichtungsstelle von Öffentlich-Rechtlichen und Verlagen kann ab 1. Mai angerufen werden. Das Gremium soll laut Epd nur anlassbezogen zusammentreten. Die ARD entsendet ihren Vorsitzenden Ulrich Wilhelm, Stellvertreterin Karola Wille und den Intendanten der jeweiligen Anstalt. Beim ZDF werden Intendant Thomas Bellut, Justitiar Peter Weber und Eckart Gaddum, Leiter der Hauptredaktion Neue Medien, im Gremium sitzen. Der BDZV schickt Präsident Mathias Döpfner und einen seiner vier Stellvertreter sowie ein Vertreter des Verlags, von dem die Beschwerde ausging.
"FAZ", S. 15 (Paid), turi2.de (Background)

ZDF-Intendant ist gegen eine Rückkehr Reinhard Grindels.

Reinhard Grindel wird wohl nicht als Journalist zum ZDF zurückkehren, schreibt Spiegel Online. Intendant Thomas Bellut habe offiziell noch nicht entschieden, intern aber klar gemacht, dass er eine Rückkehr Grindels auf dessen alten Posten ablehne. Grindel dagegen könne sich eine Rückkehr nach Mainz wohl vorstellen, er habe bei Bellut vorgesprochen. Der Sender lasse das Rückkehrrecht des Sport-Funktionärs zum Sender in einem juristischen Gutachten klären.
spiegel.de

ZDF-Intendant will gegenseitige Verlinkung statt senderübergreifende Mediathek.

Mediatheken: Thomas Bellut hält nichts davon, eine senderübergreifende Mediathek aufzubauen, sagt der ZDF-Intendant vor dem ZDF-Fernsehrat. Stattdessen solle es eine "intelligente Vernetzung bestehender Angebote" geben wie eine gegenseitige Verlinkung. Dies spare Geld und wäre zeitnäher realisierbar, "wenn sich alle aufeinander zubewegen".
presseportal.de

ZDF will türkische Korrespondenten-Akkreditierung einklagen.

Die vierte Gewalt im Zweiten: Das ZDF bereitet eine Klage gegen die Ablehnung der türkischen Akkreditierung ihres Korrespondenten Jörg Brase (Foto rechts) vor. ZDF-Intendant Thomas Bellut bezeichnet die Ausweisung als "gänzlich unverständlich". Die anderen Mitarbeiter im ZDF-Studio in Istanbul hätten eine Verlängerung der Pressekarten erhalten.

Der ZDF-Korrespondent und der ebenfalls nicht akkreditierte "Tagesspiegel"-Reporter Thomas Seibert (Foto links) verlassen die Türkei am Sonntagnachmittag. Der türkische Staat versucht, ausländische Medien einzuschüchtern und Druck auf sie auszuüben, sagt Brase. Beide wollen weiter über die Türkei berichten – notfalls von außerhalb.
presseportal.de, turi2.de (Background)

EuGH: Deutscher Rundfunkbeitrag ist rechtmäßig.

Rundfunkbeitrag nach deutscher Ausprägung ist rechtmäßig, entscheidet der Europäische Gerichtshof in Luxemburg. Der Umbau der Abgabe von der früheren, personengebundenen GEZ-Gebühr zum heutigen Rundfunkbeitrag, der sich pro Haushalt bemisst, stelle keine erhebliche Änderung der Finanzierungsregelung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland dar, urteilen die Richter. Auch die Zwangsvollstreckung rückständiger Beiträge durch die Sender statt durch Gerichte widerspricht nicht dem EU-Recht. Das Landgericht Tübingen hatte beim EuGH Fragen eingereicht. Nun müssen deutsche Richter im Sinne der EuGH-Entscheidung urteilen.

"Klarer hätte die Entscheidung des EuGH nicht ausfallen können," kommentiert der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm das Urteil in einer Pressemitteilung. ZDF-Intendant Thomas Bellut freut sich im Sender-Statement über "Rechtssicherheit auf allen Ebenen".
bild.de, sueddeutsche.de, presseportal.de (ARD), presseportal.de (ZDF)

Neuer Telemedienauftrag: Politik, Öffentlich-Rechtliche und Verlage beenden jahrelangen Streit.


Nur glückliche Gesichter (von links): Mathias Döpfner, Reiner Haseloff, Malu Dreyer, Ulrich Wilhelm, Thomas Bellut, Stefan Raue. (Foto: Twiehaus)

Weniger Text, Ausbau Mediatheken: Der Telemedienauftrag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird in weiten Teilen überarbeitet – damit endet ein jahrelanges politisches Ringen zwischen den Sendern, den Verlagen und der Politik. Die Beteiligten stellen in Berlin die Ergebnisse vor: Wichtigste Neuerung ist, dass die Onlineangebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren Schwerpunkt auf Bild und Ton legen – presseähnliche Berichterstattung ist verboten.

Ein Zückerchen für die Sender: Die 7-Tage-Löschfrist für Inhalte in den Mediatheken fällt weg, sie können außerdem mehr europäische Filme und Serien einstellen. Die Politik beauftragt die Sender zudem ausdrücklich, interaktiv und über Social Media zu kommunizieren. Neu ist auch eine gemeinsame Schlichtungsstelle der Rundfunkanstalten und der Verlage – falls es doch noch Streit um die richtigen Anteile von Text, Video und Audio geben sollte.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nannte die gemeinsame Lösung aller Beteiligten der Medienindustrie einen "historischen Moment". BDZV-Präsident Mathias Döpfner war spürbar erfreut, sich mit ARD, ZDF und Deutschlandradio zu einigen. Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm sagt, dass die Belastung der langen Verhandlungen geschafft sei. Wilhelm erinnert daran, dass sich manche journalistische Arbeitsweisen in den Sendern ändern müssten.

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue schränkte ein, noch mit dem Begriff Presseähnlichkeit zu fremdeln. Sein Deutschlandfunk wird etwa weiterhin die morgendlichen Interviews im Volltext anbieten. Döpfner zeigte sich grundsätzlich offen: "Keiner kann den Öffentlich-Rechtlichen verbieten, Textelemente zu nutzen". Wenn die Sender also bei investigativen Recherchen Dokumente zugänglich machen, bleibt das weiterhin erlaubt.
turi2 vor Ort bei Pressekonferenz in Berlin, rlp.de (Reaktionen), bdzv.de, ndr.de