Causa Steingart: Afhüppe, Balzli und Meckel schreiben Protest-Brief an Dieter von Holtzbrinck.


Alle für Gabor: Die Handelsblatt-Führungskräfte stellen sich in einem Brief an Verleger Dieter von Holtzbrinck hinter Gabor Steingart. Sven Afhüppe, "Handelsblatt", Beat Balzli und Miriam Meckel, beide "Wirtschaftswoche", sehen in der Demission ihres bisherigen Chefs offenbar einen Eingriff in die interne Pressefreiheit. Sie bezeichnen es in dem Schreiben, aus dem Spiegel Online zitiert, als "verheerendes Signal an die Redaktionen", wenn auf eine unbequeme Meinung die "sofortige Entlassung" folge.

Zudem machen sie sich Sorgen um die Zukunft des Medienhauses: "Nach unserem bisherigen Kenntnisstand gibt es bislang keine Nachfolge- und Übergangsregelungen, was die Geschäfts- und Redaktionsführung vor erhebliche Probleme stellt." Afhüppe, Balzli und Meckel befürchten, dass die Mediengruppe "in unsicheres Fahrwasser" gerate und die Reputation aller Beteiligten Schaden nehme.
spiegel.de

Aus dem Archiv von turi2.tv: "Der Schweizer macht gerne viele Überstunden": Beat Balzli zeigt die "Wirtschaftswoche"-Redaktion.



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turi2.de

2 Gedanken zu „Causa Steingart: Afhüppe, Balzli und Meckel schreiben Protest-Brief an Dieter von Holtzbrinck.

  1. Knut Nicholas Krause

    Schon das Entschuldigungsschreiben eines Verlegers an einen Politiker, der im Europaparlament vor allem durch Begünstigung und Vetternwirtschaft aufgefallen ist, ist eine Peinlichkeit an sich. Dass es Herrn Schulz im wesentlichen um Posten und nicht um Inhalte ging, war ja auch in der Schlußphase der Koalitionsverhandlungen unübersehbar – auch wenn Herr Schulz dies nun mit der "großzügigen" Geste, den Außenministerposten doch nicht antreten zu wollen, zu verwischen sucht.
    Herr Steingart lag vollkommen richtig. Und wenn es um die Wortwahl geht, über die man durchaus streiten kann, wäre ein internes Kritikgespräch völlig ausreichend gewesen. Ich vermute eher, dass Herr Steingart mit seinem großen wirtschaftlichen und journalistischen Erfolg unbequem wurde und dass Herr v. Holtzbrinck daher nur auf einen Anlass wartete, sich von ihm zu trennen. Die Geschwindigkeit, in der dies vonstatten ging, unterstützt meine These.

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