"Charlie Hebdo" druckt Aylan-Karikatur.

charlie hebdo cover 600
Schock-Satire: Die Karikaturisten von Charlie Hebdo verlieren mit ihrem aktuellen Heft Sympathie-Punkte. Grund ist die Titelzeichnung, die den im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan karikiert. Auf dem Bild liegt das tote Kind mit dem Gesicht im Wasser. Im Hintergrund wirbt eine Reklame, die an McDonald's erinnert, für "2 Kindermenüs zum Preis von einem". Auch im Heft greifen die Satiriker das Thema nochmal auf: Eine Jesus-Gestalt wandelt über das Wasser, während ein muslimisches Kind ertrinkt. Darüber steht der Satz "Der Beweis, dass Europa christlich ist".

Im Netz werden die Darstellungen vor allem kritisch und ablehnend diskutiert: Die Satiriker verhöhnen den toten Jungen, urteilt etwa die Toronto Sun und fragt: "Immer noch Charlie?" Auch bei Twitter und Facebook gibt es viel Kritik.

Die umstrittenen Zeichnungen stammen vom Karikaturisten Laurent "Riss" Sourisseau, dem beim Anschlag auf das Satire-Magazin im Januar in die Schulter geschossen wurde, der aber überlebt hat.
rp-online.de, haz.de, twitter.com (Titel-Karikatur), twitter.com

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