Correctiv fällt mit Prostituierten-"Enthüllung" auf die Nase.

Enthüllungsjournalismus: Correctiv steckt heftige Kritik ein, weil Gründer David Schraven eine AfD-Politikerin als Ex-Prostituierte enttarnt. Die Rechercheure teasern ihre Story als "Sexskandal" an, viele Kritiker finden den Text missglückt. Die Politikerin hatte ihr Profil auf einem Sex-Portal 2014 gelöscht. Correctiv-Chefredakteur Markus Grill stellt sich hinter Schraven. Und Schraven verteidigt die Veröffentlichung auf Nachfrage von turi2: Die Sexarbeit an sich sei kein Problem, wohl aber, dass sie ihre Tätigkeit gegenüber der Partei verschwiegen habe.

Schravens Statement:
"Iris Dworeck-Danielowski steht für eine Partei, die sich gegen Gleichberechtigung und gegen die Emanzipation etwa von Sexarbeiterinnen einsetzt. (...) Iris Dworeck-Danielowski hat aus einem wesentlichen Teil ihres Lebens ein Geheimnis gemacht, um bei parteiinternen Wahlen eine Chance auf ein parlamentarisches Mandat zu bekommen. Und genau in diesem Geheimnis liegt der entscheidende Punkt, der für eine Veröffentlichung spricht. (...) Der Skandal ist nicht, dass Iris Dworeck-Danielowski ihren Körper für Geld angeboten hat. Das sollte in unserer aufgeklärten Gesellschaft kein Problem sein. Der Skandal ist, dass sie dies in ihrer Partei vor der Wahl der Landtagskandidaten verschwiegen hat."
correctiv.org, daniel-bouhs.de, correctiv.org (Statement Schraven)1 Kommentar

Ein Gedanke zu „Correctiv fällt mit Prostituierten-"Enthüllung" auf die Nase.

  1. Ansgar

    Ganz mieser Stil von Correktiv. Was man in der Art in der Vergangenheit getan hat, das geht keinen etwas an. Und das die eigene Fraktion weiss, das geht auch Correktiv nichts an.

    Insbesondere ist es eine Unverschämtheit von Correktiv darüber lange mit Realnamen zu räsonieren.

    Was soll denn eine platte Aussage wie "steht für eine Partei, die sich gegen Gleichberechtigung und gegen die Emanzipation etwa von Sexarbeiterinnen einsetzt"? Correktiv soll aufhören mit ihrer Agitation und zum Journalismus zurück kehren.

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