"Spiegel" und "Süddeutsche" zeigen, wie Österreichs Vizekanzler Medien beeinflussen will.


We're going to Ibiza: Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" berichten über eine heimliche Videoaufnahme, die den österreichischen Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zeigt. In dem 2017 vor den österreichischen Wahlen auf Ibiza entstandenem Video tappt der Rechtsaußen in die Falle einer vermeintlichen russischen Millionärin, die vorgibt, eine Übernahme der "Kronen Zeitung" zu planen. Strache und sein Parteifreund Johann Gudenus zeigen sich stark interessiert an der Möglichkeit, die Berichterstattung zu beeinflussen und stellen im Gegenzug öffentliche Aufträge im Bausektor in Aussicht. Strache spricht auch über Wege, das Parteispendengesetz zu umgehen.

Der "Spiegel" bringt seine aktuelle Ausgabe mit der Geschichte in Österreich mit einem eigenständigen Cover an den Kiosk. Während in Deutschland Angela Merkel auf der Titelseite ist, zeigt die Österreich-Ausgabe Strache. Für Spekulationen sorgt zudem Jan Böhmermann. Der Satiriker machte bereits im April in einer Rede Andeutungen auf das Video. Der "Spiegel" schreibt dazu, dass die Umstände des Treffens wohl einer Reihe von Leuten bereits bekannt gewesen sei.
"Spiegel" 21/2019, S. 78 (Paid), spiegel.de, sueddeutsche.de, twitter.com (Cover), derstandard.de (Böhmermann)