FAZ-Verlag startet Vertriebsoffensive für "FAZ Woche".

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Luft nach oben: Die "FAZ Woche" verfehlt bisher das selbst gesteckte Ziel von 50.000 verkauften Heften, der Verlag justiert deshalb im Herbst mit einer großangelegten Werbekampagne nach, erfährt Roland Pimpl. Das vor vier Monaten gestartete Magazin bekommt festeres Papier, vier neue Redakteure und TV-Werbung. Aus Vertriebskreisen hört Pimpl von einer verkauften Auflage zwischen 9.000 und 12.000 Heften, dazu kommen 10.000 bis 20.000 Abos. "FAZ"-Chef Thomas Lindner bestätigt die Einzelhandelszahl nicht, die verkaufte Auflage liege "auf dem angestrebten Jahresmittel von 40.000 Exemplaren". Die Zahl der Abos übertreffe bereits das Jahresziel.

Laut Pimpl muss die "FAZ Woche" vor allem am Kiosk aufholen. Die Zielgruppe kenne oder verstehe das Magazin bisher nicht, oder halte es für den Copypreis von 3,50 Euro für zu dünn. Scholz & Friends Berlin sollen nun mit einer Kampagne Abhilfe schaffen, die ein Media-Volumen von 3 Mio Euro haben soll und u.a. Aktionen im Pressehandel beinhaltet.
 “Horizont” 34/2016, S. 8 (Paid)

Ein Gedanke zu „FAZ-Verlag startet Vertriebsoffensive für "FAZ Woche".

  1. Jörg Paulsen

    Die FAZ erweckt den Eindruck, eine fehlende "Vertriebsarbeit" sei der Grund. Daran kann es nicht liegen, die Maßnahmen in den Kiosken waren extrem gut und professionell (Platzierung der Hefte neben der FAZ, Platzierung der Hefte sogar in den klassischen Zeitungsständern – eine Seltenheit sonst in Deutschland, etc.). Die FAZ hat sich das auch viel kosten lassen.
    Kann es sein, dass es nicht DOCH am Produkt liegt? Ein Layout aus den 90ern, kein erkennbares redaktionelles Konzept, erratisches Agieren bei der Auswahl der Themen, geringe analytische Kraft, keine Standard setzenden Infografiken (weil wahrscheinlich zu teuer), etc. etc.
    Profis wie Roland Tichy und sein Team haben das Heft auch schon einmal analysiert. Auch bei ihnen: ein vernichtendes Urteil.

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