"Focus" strukturiert um, schließt Münchner Rest-Büro.

Neu focussiert: Burdas "Focus" schließt im Zuge eines neuerlichen Umbaus der Redaktionsstruktur die Reste des alten Münchner Stamm-Standortes, berichtet Jochen Kalka. Auch das Büro in Düsseldorf fällt weg, mindestens neun Mitarbeiter verlieren ihren Job, schreibt Kalka. Burda wiederum teilt mit, dass "mögliche Weiterbeschäftigungen im Unternehmen" geprüft würden.

Auch Redakteure, die es nach Berlin geschafft haben, können gegen Abfindung kündigen, bietet Burda an - für Ulrike Simon deshalb, weil die neun betriebsbedingten Kündigungen in München und Düsseldorf das Sparziel noch verfehlen würden. Aus bisher elf werden drei Ressorts: Politik und Wirtschaft, Wissen und Gesundheit sowie Kultur und Leben, meldet Burda. Das Nachrichtenmagazin, das trotz Auflagenverlusten nach Burda-Angaben noch profitabel arbeitet, wird ab Mai komplett in Berlin und noch stärker mit Hilfe eines Netzwerks freier Mitarbeiter produziert.
wuv.de (Kalka), rnd-news.de (Simon), turi2.de (Burda-Pressemitteilung, PDF)

3 Gedanken zu „"Focus" strukturiert um, schließt Münchner Rest-Büro.

  1. markwortfan

    Focus braucht Zeit, um sich neu zu erfinden und die bekommt es nur, wenn es nicht zuviele Verluste einfährt. Ob ein wöchentlicher Internetausdruck auf Dauer überhaupt noch Käufer findet, kann bezweifelt werden …. die anderen Nischen im Markt sind aber dicht besetzt.

    In Berlin sitzen ja schon ein paar Mitbewerber, vielleicht erbarmt sich ja einer und übernimmt die Marke.

  2. Susanne Vieser

    Schon verwunderlich, dass ein Verlag wie burda sein Flaggschiff nicht effizienter aufstellen kann und wieder an der Personalschraube drehen muss. Investigativ? Fehlt ziemlich im Heft. Verknüpfung online und offline – schwierig mit zwei Gesellschaften an zwei Standorten. Und so sind wieder einmal Managementfehler verantwortlich, wenn Redakteure ihren Job verlieren. Man – lasst endlich mal die Ideen eurer Mitarbeiter fürs internet zu, liebe Verlage!

    1. In-teressant

      Flaggschiffe bekommen immer die höchsten Overhead-Kosten aufgebürdet – und leiden dann unter geringer oder mangelnder Profitabilität. Weshalb dann weiter an den operativen Kosten geschraubt wird und da vor allem an den Personalkosten. Womit Inhalte und Qualität den Bach runtergehen, wodurch die Marke beschädigt wird. Was dazz führt, dass verkaufte Auflage und Anzeigenbuchungen zurückgehen. Und so weiter. Lieber Herr Welte & Co: In eine Marke muss ich investieren!

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