Führende "Freitag"-Mitarbeiter gehen wegen Herausgeber Jürgen Todenhöfer.

Freitag verliert seine stellvertretende Chefredakteurin Katja Kullmann, Textchef Thomas Kaiser und Art Director Max Sauerbier. Auch mehrere freie Autoren verabschieden sich aus Unzufriedenheit über den neuen Herausgeber Jürgen Todenhöfer, schreibt Peter Weissenburger. "Freitag"-Verleger Jakob Augstein äußert sich nicht – Weissenburger notiert aber auch, dass der umstrittene Todenhöfer bislang kaum Einfluss auf die Redaktion genommen hat.
taz.de5 Kommentare

5 Gedanken zu „Führende "Freitag"-Mitarbeiter gehen wegen Herausgeber Jürgen Todenhöfer.

  1. Berufsjugendlicher v2.0

    Der Ex-Chefredakteur schreibt:
    "Schreiben beim Freitag im Team mit Chefredakteur Christian Füller"

    Wie mit Eribon? Kurz nach dem ehrabschneidenden Getwitter von Jakob Augstein zur Reski, wie der Freitag nehme seine journalistische Sorgfaltspflicht besonders ernst, brachte Füller den deftigsten Fake mit Eribon, er kann froh sein, noch das Ende der Probezeit erreicht zu haben, hat sich nun auf eigenen Wunsch entlassen. Wie uncool ist das denn? Der neue selbsternannte Chefredakteur Jakob Augstein bekommt jetzt sein Verfahren, weil Petra Reski ihn verklagt hat, seine Angriffe auf ihre journalistische Reputation zu unterlassen. "Kindesmißbrauch und Rolex" nennt Reski das Profil des Blattes, das ihren Helden im letzten Roman im Stich lässt. Die Rolex-Werbung im Freitag habe ich noch in guter Erinnerung, als Augstein das Blatt übernahm. Die Füller-Ergüsse sind mir schlicht nicht in Erinnerung geblieben. Zur Taz wird er nicht zurückkommen damit. Dahin wechselt ja Katja Kullmann, ich mag sie wirklich, und auf sie las ich nicht den allerdünnsten Dank von Augstein, der selbst Füller noch für sein abschreck-äh anregenden Beitrag dankte.

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  2. Schulze, Ulrich

    Hier glaube wem wer will. Aber dies ist sicher: Wenn Herr Tdh keinen Einfluss auf das Blatt Freitag hat – warum ist er dann Herausgeber? Eine anderes Thema wäre: was sagte eigentlich Tdh zur linksfaschistischen G-20-Gewalt in Hamburg – er, der vorgibt, ein Pazifist zu sein? Sein Ober, Jakob Augstein, jedenfalls hat ja pralles Verständnis für die Chaoten: Mir kommt bei ihm jene klammheimliche Freude des Göttinger Mescalero aus den unsäglichen RAF-Zeiten in den Sinn Deren Gewalt wurde damals von einem Teil der Medien ebenso verständnisvoll summend begleitet, wie heute der Antifa-Terror der Linksautonomen..

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  3. Laubeiter

    Sehr geehrter Herr Füller,
    Sie heissen Christian Füller, sind Chefredakteur der Wochenzeitung Freitag und schreiben, dass es Schreiben beim Freitag im Team mit Chefredakteur Christian Füller gäbe. Ich hätte es besser gefunden, wenn Sie formuliert hätten, im Team mit mir, dem Chefredakteur. Verleger, Herausgeber, Chefredakteur sind bei Ihnen Augstein, Todenhöfer, Sie. Ein Vergleich: bei der Zeit sind es der Bucerius Verlag, ein Herausgeberrat mit fünf Mitgliedern und Giovanni di Lorenzo. Es tut mir leid, aber auf mich wirkt es unglaubwürdig, dass der Herausgeber des Freitag beim Freitag weniger mitmischt als die fünf Herausgeber im Herausgeberrat der Zeit. Vielleicht könnte der Freitag ja sich auch noch ein, zwei Mitglieder für einen Herausgeberrat suchen, damit diese Aufgabe nicht allein jemand wie Todenhöfer zufällt, der sich Aufmerksamkeit verschafft hat in der Vergangenheit mit spektakulärem bias. bias kann man haben, aber wenn bias mit einem Anspruch auf Wahrheit vorgetragen wird, höre ich nicht mehr zu. Nach Meinungspluralismus sah das bisher für mich nicht aus, was der jetzige Herausgeber des Freitag im Stern schrieb.

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    1. Christian Füller

      Mag sein, dass das für Sie unglaubwürdig klingt, aber es ist so. Bei uns ist es so wie beschrieben. Fürs Blattmachen und die Pluralität stehen die Redaktion und ich. Herausgeberschaften sind einfach sehr unterschiedlich. Je nach Zeitung, je nach Zeit, je nach Persönlichkeit. Herzlich, Christian Füller

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  4. Christian Füller

    Ich muss Korrekturen anbringen. In Weissenburgers Text steht: "Tatsächlich nimmt Todenhöfer bisher kaum Einfluss auf die Arbeit der Redaktion."
    Das kann man ergänzen durch Streichung des Wortes "bisher" und Ersetzung von "kaum" durch "keinen Einfluss".
    Das aber entzieht der ganzen Geschichte den Boden. Es gibt kein "Schreiben unter Todenhöfer", wie die Überschrift der taz suggeriert, sondern einfach Schreiben beim Freitag im Team mit Chefredakteur Christian Füller. Todenhöfers Sohn ist übrigens kein PR-Berater, sondern ein – sehr netter und kompetenter – Facebook-Experte. Er nimmt an Redaktionssitzungen nicht teil.
    Schade eigentlich, wär so eine coole Story gewesen. Aber so ist es: keine.
    Christian Füller, Chefredakteur des Freitag

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