Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch erklärt die Zeitungskrise bei der "taz" für beendet.


Da geht wieder was: "taz"-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch ist fast 40 Jahre auf dem Posten – und strahlt Optimismus aus. Von Zeitungskrise will er nicht reden. Ruch spricht von einer "Transformation" mit wachsenden Umsätzen und ein wenig Gewinn. Im Video-Interview von turi2.tv beschreibt er, warum die Zeitung zwar schrumpft, das Geschäft aber gesund bleibt.

Ruchs Bestandsaufnahme ist nüchtern: Die Anzeigen seien zum großen Teil weg, viele Print-Leser auch. Von den 70 % Umsatzanteil durch die tägliche Printausgabe sind noch 57 % übrig: Es gebe immer noch genug Zeitungsleser, aber es werden weniger. Eine Online-Bezahlschranke funktioniere auch nicht, denn: "Von dem, was wir machen, ist zu viel im Netz da."

Dennoch verfällt Ruch nicht ins Heulen und Zähneklappern: "Wir wollen, dass die Leute bezahlen." Und sie tun es tatsächlich. Ruch sagt, die "taz" habe im Gegensatz zu anderen Verlagen nie an das große Geld aus dem Internet geglaubt. Als "Crowdfunding-Projekt der Urzeit" habe das Haus früh das Bewusstsein unter Lesern geschaffen, Geld für unabhängigen Journalismus zu brauchen.
turi2.tv (5-Min-Video auf YouTube)

Aus dem Archiv: turi2.tv-Interview mit Karl-Heinz Ruch von 2009.
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