"Guardian": Facebook hat jahrelang nichts gegen den Datenmissbrauch unternommen.


Scheuklappen auf? Facebook hat zwei Jahre lang nichts gegen den Datenmissbrauch von Cambridge Analytica unternommen, sagt "Guardian"-Journalistin Carole Cadwalladr. Facebook habe nur einen Brief an Cambridge Analytica geschrieben. Allerdings habe der Internet-Riese ihrer Zeitung vor einem Bericht mit einer Klage gedroht. Facebook müsse transparenter arbeiten. Auch der Whistleblower Christopher Wylie sagt, Facebook habe sich nicht darum bemüht, die missbrauchten Daten zurückzubekommen. Facebook hat ihn inzwischen suspendiert und seinen Account gesperrt. Der Konzern schreibt, er habe schon 2015 verlangt, alle betroffenen Daten zu löschen.

CNN hat herausgefunden, dass Joseph Chancellor, inzwischen Researcher bei Facebook, früher für Global Science Research gearbeitet hat. Die App thisisyourdigitallife, die Christopher Wylie mit Aleksandr Kogan von der Cambridge University entwickelt und die Daten von Nutzern für angeblich akademische Zwecke gesammelt hat, lieferte selbige an dieses Institut. Ob Chancellor wusste, wofür die Daten tatsächlich verwendet wurden, ist unklar.
cbsnews.com, theguardian.com, cnn.com, techcrunch.com (Wylie) turi2.de (Background)

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