interview2: Joachim Dreykluft treibt die Wollmilchsau aus der Redaktion.


Mehr Exzellenz wagen: Chefredakteur Joachim Dreykluft reißt das Bild vom digitalen Alleskönner ein – sein Flensburger Team von shz.de soll sich radikal spezialisieren. Eierlegende Wollmilchsau war gestern, sagt er im turi2.tv-Interview. Die Spezialisierung im Digitalen werde weitaus größer werden, als sie es bei der Zeitung ist.

Dreykluft mischt journalistisch auf allen Kanälen mit und sagt für die Zukunft voraus: "Lokaljournalismus wird da stattfinden, wo unsere Leser ihn haben wollen." Für ihn steht die Website im Fokus, viel Aufmerksamkeit schenkt das Team des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags auch der Verbesserung der Apps. Überall mitzumischen ist auch Dreyklufts Erwartung an seine Mitarbeiter: Egal, ob sie es privat ablehnen – beruflich erwartet Dreykluft von Journalisten eine Präsenz auf Facebook. Er sagt ihnen: "Ihr müsst euch als professioneller Journalist auf diesen Plattformen deswegen darstellen, weil eure Leser einen Anspruch haben auf diesen Rückkanal."
turi2.tv (3-Min-Interview im YouTube-Kanal von turi2)

2 Gedanken zu „interview2: Joachim Dreykluft treibt die Wollmilchsau aus der Redaktion.

  1. Manfred Wieczorek

    Das überzeugt mich nicht, weil ich kein Argument gehört habe, warum eine so hochgradige Spezialisierung nötig ist. Außerdem war es mir zu sehr auf die Technik fixiert, vom journalistischen Handwerk habe ich nichts gehört.
    Wenn es um Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geht, dann gebe ich zu bedenken, dass dort vielfach eine Spezialisierung gar nicht machbar/finanzierbar ist. Dort sind wohl nach wie vor Allrounder nötig.

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