Klusmann: "Wir als Haus haben auch in einem erheblichen Ausmaß versagt".


Claasklar eingeseift: Steffen Klusmann, designierter Chefredakteur des "Spiegel", profiliert sich in einem offenen Brief an die Leser als Aufräumer. Nach ein paar Tagen Bestandaufnahme im Fälschungs-Fall Relotius räumt er ein, "wir als Macher des 'Spiegel'" haben "in einem erheblichen Ausmaß versagt". Er kündigt auch Konsequenzen an: "Wer Verantwortung zu tragen hat, wird sie tragen".

"Signale und Hinweise" auf den Betrug seien "nie an einer Stelle gebündelt" gewesen - "unser Haus ist groß". Klusmann räumt ein, der Marke dürfe "darf ein solches Versagen nicht passieren" - "egal wie genialisch Relotius das alles eingefädelt haben mag". Er kündigt an, den Fall nun zunächst nichtöffentlich und intern "im Ganzen aufarbeiten und das dann dokumentieren" zu wollen, ohne "mit jedem Fitzelchen neuen Erkenntnisgewinns jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen".
spiegel.de